Jahresrechnung in Eiselfing: So gut wie keine Kritik der Rechnungsprüfer

Kam teuer: Der Wasserschaden im Eiselfinger Kindergarten.
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Kam teuer: Der Wasserschaden im Eiselfinger Kindergarten.

„2019 war ein außergewöhnlich gutes Jahr“, stellte Gemeindekämmerer Anton Drexl am Beginn der Vorstellung, Beratung und abschließenden Feststellung der Jahresrechnung 2019 in der Sitzung des Eiselfinger Gemeinderats fest. Erstmals trug Sepp Pauker (UWE) als stellvertretender Vorsitzender der Rechnungsprüfer den Bericht vor.

Von Andreas Burlefinger

Eiselfing – „Es gab so gut wie keine Kritikpunkte“, so sein Fazit.

Sportplatz länger verpachten

In Bezug auf den Sportplatz schlugen die Rechnungsprüfer vor, diesen wieder in längeren Zeiträumen zu verpachten. „Das gibt dem Sportverein Sicherheit und die Gemeinde hat weniger Verwaltungsaufwand.“ Angemahnt wurde, das nach wie vor ein Straßenbestandsverzeichnis fehlt. „Da warten wir nun schon fast zwei Jahre darauf“, erinnerte Pauker die Verwaltung. „Ansonsten passt Alles“.

Alle Gemeinderatsmitglieder stimmten dem Bericht der Rechnungsprüfer zu.

Zu den nachträglich zu genehmigenden überplanmäßigen Mehrausgaben und den außerplanmäßigen Aufwendungen erklärte Hauptamtsleiter Oskar Pircher die verschiedenen Haushaltsposten. So fielen relativ hohe Kosten für die Fortbildungen bei der Feuerwehr Aham an, die aber leicht zu erklären.

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„Durch die fachliche Kompetenzerweiterung der Ahamer Wehr, beispielsweise im Atemschutz, müssen die Frauen und Männer entsprechend geschult sein“, hieß es als Begründung. Außerdem sei die Endabrechnung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Aham etwas höher ausgefallen als anfangs kalkuliert.

„Manches Gewerk konnte von den eigenen Handwerkern unter den aktiven Feuerwehrangehörigen halt doch nicht selbst durchgeführt werden. Das mussten Spezialfirmen machen“, erklärte Pircher.

Die Reparatur eines Wasserschadens im Kindergarten habe ebenfalls „Einiges gekostet“. Der Schaden ist laut Pircher aber zu großen Teilen über eine Versicherung abgedeckt. Trotzdem müsse die Gemeinde bei der Kostendeckung zunächst in Vorleistung gehen.

Investitionen in Turnhalle fielen höher aus

Die Investitionen in der Turnhalle waren laut Bericht etwas höher als angedacht und im Wegebau würden die Kosten auch erst dann beziffert sein, wenn die Arbeiten beendet sind.

Fällig in der Jahresrechnung 2019 war auch die Endabrechnung für den Umbau und die Sanierung im Rathaus.

Bei den außerplanmäßigen Ausgaben gab es im Zusammenhang mit den Erschließungskosten für das Neubaugebiet „Eiselfing-Nord“ einen Jahresfehlbetrag. „Der Asbestfund und dessen Entsorgung belasten uns immer noch mit den Kosten“, sagte der Gemeindeamtsleiter. „Das rechtliche Verfahren läuft, weshalb wenig dazu zu sagen ist. Die nächste Verhandlung ist im November dieses Jahres.“

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Insgesamt gab es wieder eine Haushaltsdeckung und knapp 600 000 Euro konnten dem Vermögenshauhalt zugeführt werden.

Einstimmig erteilte das Ratsgremium der Jahresrechnung für den Haushalt 2019 die Entlastung.

DIE ECKDATEN des Haushaltes:

Die Eckdaten des Haushalts 2019 der Gemeinde Eiselfing.

Soll des Gesamthaushalts 9677606,44 Euro; aufgeteilt in 5726552 Euro für Verwaltungshaushalt, 3951053 Euro für Vermögenshaushalt. 584 490 Euro Zuführung zum Vermögenshaushalt; 1966366 Euro Überschuss; 2550170 Euro Rücklagen-Entnahme. Ausgeglichene Ausgaben und Einnahmen.

Leichte Abweichung gab es im Ist-Ergebnis: 5730609 Euro Einnahmen im Verwaltungshaushalt; 5774225 Euro tatsächliche Ausgaben; verbucht wurde ein Fehlbetrag von 43615 Euro.

Überschuss im Vermögenshaushalt durch geringere Ausgaben in Höhe von 3928933 Euro; Einnahmen in Höhe 3970027 Euro; somit ein Plus von 41093 Euro. Der Gesamtfehlbetrag liegt bei 2522 Euro.

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