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Mitja Feichtner löst Werner Fröwis ab

Jäger-Kreisgruppe Wasserburg wählt Vorstand neu und stellt junges Team auf

Verdiente Mitglieder der Kreisgruppe Wasserburg im Landesjagdverband Bayern: Jakob Lipp, Otto Gansinger, Rupert Reininger, Franz Fischbacher, Bonifaz Viehhauser senior, Sebastian Aschauer, Werner Fröwis und Hubert Fellner.
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Verdiente Mitglieder der Kreisgruppe Wasserburg im Landesjagdverband Bayern: Jakob Lipp, Otto Gansinger, Rupert Reininger, Franz Fischbacher, Bonifaz Viehhauser senior, Sebastian Aschauer, Werner Fröwis und Hubert Fellner.

Stark verjüngt präsentiert sich künftig die Kreisgruppe Wasserburg im Landesjagdverband Bayern. Bei der Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen in der Badriahalle, die auch die Ergebnisse der wegen Corona ausgefallenen letztjährigen Veranstaltung zusammenfasste, verzichteten sechs der acht Mitglieder des alten Vorstandes auf eine erneute Kandidatur.

Wasserburg – Bei den von Landrat Otto Lederer zügig abgewickelten Neuwahlen wurden per Akklamation alle Kandidaten ohne eine einzige Gegenstimme in die neue Vorstandschaft berufen. Als neuer Vorsitzender wurde Mitja Feichtner aus Edling gewählt. Er wird künftig die Geschicke der Kreisgruppe leiten.

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Sichtlich bewegt verabschiedete sich zum Abschluss der Veranstaltung der scheidende Vorsitzende Werner Fröwis, der auch auf 38 Jahre als Jagdsachbearbeiter bei der bayerischen Polizei, 20 davon im Zuständigkeitsbereich Wasserburg, zurückblicken kann, von seinen Jägern.

Ärgernis im Wald: Mountainbiker und freilaufende Hunde

In seinem Tätigkeitsbericht hatte Fröwis zuvor die Notwendigkeit einer sauberen Jagd betreffs Ethik und Waidgerechtigkeit betont. Als Heimstatt des Wildes bezeichnete er dabei den Wald, den es mitzugestalten gelte. Jäger, Land- und Forstwirte sowie Waldbesitzer bräuchten einander und sollten partnerschaftlich Schnittpunkte für gemeinsames Handeln schaffen. Das betreffe auch den Naturschutz und die Jagd mit Fallen nach dem Prinzip der ‚lautlosen Büchse‘ in der Nähe von Wohnbebauungen.

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Einheitliche Regelungen vonseiten der Politik wünschte er sich bezüglich der größeren Beutegreifer wie Luchs oder Wolf. Probleme könne man hier nur über die gesetzliche Schiene regeln. Verärgert zeigte sich Fröwis über Kritiker, die nichts von der Jagd verstünden aber unbedingt mitreden wollten. Als ärgerlich bezeichnete er auch Sachbeschädigungen an Kanzeln in den Revieren sowie die unterschiedliche Handhabung der Waffengesetze durch Behörden.

Der neue Vorstand (von links): Hubert Fellner, Gerhard Axenböck, Sebastian Hering, Stefan Obelz, Stefanie Gruber, Kathi Aschauer und Mitja Feichtner. Auf dem Foto fehlt Andreas Asböck.

Vor allem die zunehmende Beunruhigung des Wildes durch Aufscheuchen, unter anderem wegen Wanderern im Bereich der fünf Hegegemeinschaften, kritisierte er. Mountainbiker mitten im Wald abseits der Wege oder freilaufende Hunde störten das Wild unnötig. Dieses brauche vor allem im Winter seine Ruhe, um Reserven nicht zu früh zu verbrauchen.

Deshalb sei auch die Jagd nach Weihnachten abzulehnen. „Ende Januar muss es nicht mehr krachen!“, so Fröwis. Auch wenn mal ein paar Rehe nicht geschossen würden, schade das dem Wald nicht. Im Zuständigkeitsbereich habe man die Abschussquote aber trotz Corona voll erfüllt.

Dem Landratsamt sprach er seinen Dank aus, da es durch eine Allgemeinverfügung möglich gemacht habe, die nötige Schwarzwildbejagung mit Nachtsichtgeräten auszuüben, ohne in jedem Fall wieder eine neue Genehmigung einholen zu müssen.

Viele Waldbesucher in Corona-Zeiten verschreckten Wild

Landrat Otto Lederer begründete diese und andere Ausnahmegenehmigungen in seinem Grußwort mit den Corona bedingten Störungen durch viele Natursuchende in den Wäldern, die bewirkt hätten, dass sich bei Tag das Wild kaum mehr blicken habe lassen. Auch die Jagd der von Räude befallenen Füchse falle in die Nachtzeit. Den Rosenheimer Weg bei der Handhabung anfallender Probleme sah Lederer sehr positiv, auch was die nötigen Abschüsse betreffe. Man sei aufeinander angewiesen und die Beteiligten müssten sich in jedem Falle auf Augenhöhe begegnen können.

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Diese Zusammenarbeit regte auch der Bereichsleiter im Rosenheimer Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Marius Benner, an. Er betonte, dass Wild und Wald nicht ohne einander denkbar seien und er bezeichnete deshalb bei Anlie-gen von Vertretern der Jagd und des Waldes die Kommunikation als das A und O jeder Lösung.

Auf diese Kommunikation setzt künftig auch der neue Vorsitzende Mitja Feichtner, der den scheidenden Vorgänger Werner Fröwis auch als Jagdsachbearbeiter bei der Polizei beerbt. In seiner kurzen Ansprache warb er am Ende der Veranstaltung um einen Zusammenhalt untereinander und bot an, Probleme stets im gemeinsamen Gespräch zu lösen.

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Die Geehrten:

Eine besondere Ehrung wurde dem scheidenden Vorsitzenden Werner Fröwis zuteil. Er bekam der Ehrenbruch-Abzeichen für besondere Verdienste um das Jagdwesen in Bayern verliehen. Sebastian Aschauer erhielt für seine besonderen Verdienste eine Ehrenuhrkunde.

Für 60-jährige Mitgliedschaft wurde Bonifaz Viehhauser senior geehrt.

50 Jahre in der Kreisgruppe dabei sind nun Franz Fischbacher, Otto Gansinger, Jakob Lipp, Konrad Stocker, Georg Hiebl und Rupert Reininger.

40 Jahre Mitglied sind Wolfgang Eisenmann, Hubert Himml, Georg Berndl, Stefan Lex und Friedrich Meidert.

Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden geehrt: Sebastian Hering, Josef Linner, Barbara Stocker, Hubert Bürzer, Alois Neubauer, Josef Perzl, Resi Schrelle und Waltraud Weis.

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