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Isener Ortsverschönerungsverein: 120 Jahre alt und trotzdem am Puls der Zeit

Ortsverschönerung mit Abstand: Bereits im März haben Freiwillige des Vereins den alten Kirchenfriedhof gepflegt.
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Ortsverschönerung mit Abstand: Bereits im März haben Freiwillige des Vereins den alten Kirchenfriedhof gepflegt.

Trotz seiner gut 120 Jahre langen Geschichte ist der Isener Ortsverschönerungsverein (OVV) ein zeitgemäßer Verein. Denn längst haben sich der Vorstand und die knapp 600 Mitglieder aktuellen Zielen wie Ökologie und Biodiversität im Hausgarten verschrieben.

von Anne Huber

Isen – Doch auch die Ortsverschönerung als ursprünglicher Vereinszweck kommt nicht zu kurz: Regelmäßige Pflanz- und Pflegeaktionen sorgen für ein blühendes Isen.

Jubiläumsbaum ohne Publikum gepflanzt

Eigentlich wollte der Ortsverschönerungsverein seinen 120. Geburtstag im vergangenen Herbst beim Gartlermarkt feiern. Weil das wegen der Pandemie aber nicht möglich war, wurde der Jubiläumsbaum, eine Oberösterreichische Weinbirne, ohne Publikum im Meindl-Park gepflanzt.

Dass die Isener Gartenbaufirma Niedermeier den Baum gespendet hat, freut Petra Forstmaier und Beate Liedgens ganz besonders. „Wegen der Pandemie sind die Einnahmen durch den Gartlermarkt komplett weggebrochen“, erklären die beiden Vorsitzenden.

10.000 Frühblüher gesetzt

Spenden wie die von Blumenzwiebeln, die es möglich machten, dass 10.000 Frühblüher auf den öffentlichen Grünflächen gesetzt werden konnten, sind deswegen immer willkommen. Wie bereits 2020 werde auch im aktuellen Gartenjahr die Planung der Aktivitäten durch die Pandemie bestimmt, sagen Forstmaier und Liedgens.

Die ursprünglich für März angesetzte Mitgliederversammlung musste auf November verlegt werden. Festgehalten wird derzeit noch an der Teilnahme beim Isener Ferienprogramm, Aktionen der eigenen Kinder- und Jugendgruppe, Waldwanderung und am Gartlermarkt. Kontaktlos möglich ist die Fotoaktion unter dem Motto „Tierisch schön – unsere Lieblinge in der Natur“.

Bei den Verkehrsinseln, die vom OVV angepflanzt werden, versucht der Verein, sich nach der LBV-Aktion „Vogel- und insektenfreundlicher Garten“ zu richten. „Die Pflanzen müssen nicht nur staub- und abgasresistent sein, sondern sollen auch ökologische Kriterien erfüllen. Geranien sind nicht unser Ding“, bekennen Forstmaier und Liedgens offen.

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Gerade bei den öffentlichen Blühflächen würden sich die beiden noch mehr Mithilfe von Anwohnern wünschen, die Beete zu pflegen. „Mal selbst zur Gießkanne greifen, wenn man sieht, dass die Pflanzen zu schwächeln beginnen, wäre für uns eine große Hilfe“, sagt sie.

Verantwortung für Natur wahrnehmen

Zur Verantwortung für die Natur gehöre auch, dass man seinen Müll wieder mit nach Hause nimmt. So sehr sich der Verein freue, dass die Rad- und Wanderwege so zahlreich genutzt werden, so sehr ärgere man sich im Verein, dass diese gedankenlos mit Abfall verschmutzt werden.

Auch wenn der Vereinsname nach 120 Jahren ein wenig antiquiert klingt, ändern will man ihn nicht. „Der Name Ortsverschönerungsverein täuscht. Jeder, der uns kennt, weiß, dass wir für weit mehr stehen“, sagen Forstmaier und Liedgens.

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