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Ökologie und Barrierefreiheit

Isen soll schöner werden: Förderprogramm für Ortskern angestoßen

In Isen soll die Ortskernsanierung beginnen: Man setzt auf Ökologie und Barrierefreiheit sowie historischen Charakter bei Türen, Toren, Farben und anderen Materialien..
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In Isen soll die Ortskernsanierung beginnen: Man setzt auf Ökologie und Barrierefreiheit sowie historischen Charakter bei Türen, Toren, Farben und anderen Materialien.

Mit einem Förderprogramm will Isen die Sanierung des Ortskerns anstoßen. Geld soll es künftig für Hausbesitzer geben, die gestalterische Verbesserungen an ihren Privat- oder Geschäftshäusern vornehmen.

Isen – Der auf 15.000 Euro gedeckelte Förderbetrag kommt zu 60 Prozent aus den Mitteln der Städtebauförderung der Regierung von Oberbayern, 40 Prozent schießt die Kommune zu.

„Wir versuchen, durch das Förderprogramm die Hausbesitzer zu animieren, gestalterisch tätig zu werden“, sagte Bürgermeisterin Irmgard Hibler in der Sitzung.Mit der kommunalen Förderung soll den Belangen der einheitlichen Ortsgestaltung und der Benutzerfreundlichkeit durch Barrierefreiheit Rechnung getragen werden. Bei der Gestaltung der Außenflächen setzt man zudem durch Minimierung der Versiegelung und Begrünung auf Ökologie.

Förderung ist zweckgebunden

Gefördert werden nur Umbauten, die zur Erhaltung und Gestaltung des Ortsbildes beitragen. Kein Geld gibt es für normale Instandsetzungsmaßnahmen sowie „Vorhaben, die keine verbesserte gewerbliche Nutzung und keine verbesserte Außenwirkung der Gewerberäume zur Folge haben“, heißt es in der vom Büro „Plankreis“ erstellten Satzung.

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Da die Förderung eine Maßnahme zur Sanierung des Ortskerns ist, bekommt allerdings nur Geld, wer Haus und Grund im Sanierungsgebiet besitzt. Dieses Gebiet hat die Kommune durch eine Satzung im Jahr 2004 festgelegt. Von dem neuen Programm sollen Hausbesitzer profitieren, die ihre Fassaden unter Berücksichtigung des historischen Aussehens erneuern. Dabei wird Wert auf ein ausgewogenes Verhältnis von Fenstern und Türen zur Wandfläche gelegt. Maßveränderungen sollen vermieden oder wenn möglich rückgängig gemacht werden. Alle Putzflächen müssen einen mineralischen Farbauftrag erhalten, die Farbgebung soll auf die Nachbarhäuser abgestimmt werden. Historische Fenster sollen nach Möglichkeit erhalten bleiben. Nicht gefördert werden Fensterbänder, Glasbausteine und Rollladenjalousien.

Historischen Charakter betonen

Da zum Ortsbild ganz wesentlich die charakteristischen Hauseingänge, Türen und Hoftore beitragen, werden historische Türen und Tore favorisiert. Nicht förderfähig sind Kunststofftüren, überzogenes Haustürdesign sowie grelle und leuchtende Farben.

Doch nicht nur, wer seine Fassade gestaltet, bekommt Geld. Im Förderumfang sind auch Vor- und Hofräume enthalten. Fassaden- und Hofbegrünung durch Bäume, Spaliere und Lauben sollen durch heimische Pflanzen gestaltet werden. Hofflächen sollen möglichst sparsam versiegelt werden.

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Nicht nur Besitzer von Privathäusern werden gefördert, auch Geschäftsinhaber profitieren von dem Geld. Allerdings gelten auch für sie strenge Auflagen: Eingeschossige Ladenfassaden müssen sich einfügen und proportional abgestimmt sein. Werbeanlagen sollen dabei generell „filigran und zart“ proportioniert sein und dürfen nicht selbstleuchtend sein.

Gemeinderat legt Förderungshöhe fest

Über die Höhe der Förderung entscheidet der Gemeinderat. Wie viel Geld die einzelnen Hausbesitzer bekommen, hängt vom Aufwand sowie der städtebaulichen und gestalterischen Bedeutung der Maßnahme ab. Bei Fassadengestaltungen und Verbesserungen der Geschäftsflächen können 30 Prozent, bei Hofbegrünung und der Neuordnung insbesondere gemeinschaftlich genutzter Freiflächen 50 Prozent der Ausgaben als förderfähig anerkannt werden. Der Förderbetrag ist auf 15.000 Euro begrenzt.

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Die Sanierung und Belebung des Ortskerns hatten sich im Kommunalwahlkampf alle Parteien auf die Fahnen geschrieben. Der Verödung des Ortskerns und weiterem Leerstand solle mit geeigneten Maßnahmen entgegengewirkt werden.

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Jetzt hat der Gemeinderat das entsprechende Programm einstimmig beschlossen. (re)

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