Aus dem Gemeinderat

Isen bezuschusst Hort-Neubau in früheren Jogi-Räumen

Ein Hort soll in Isen in den ehemaligen Räumen der Jugendorganisation Jogi entstehen.
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Ein Hort soll in Isen in den ehemaligen Räumen der Jugendorganisation Jogi entstehen.

Der Gemeinderat Isten hat beschlossen, den Bau eines Hortes finanziell zu unterstützen. Der Pfarrverband Isen will im kommenden Jahr die früheren Räume der Jugend-Organisation Isen (Jogi) zu Horträumen umbauen.

Isen – Die Kosten hierfür schätzt der Architekt auf 70 000 bis 80 000 Euro. Es ist geplant, einiges durch die Mithilfe von Eltern kostengünstiger umbauen zu lassen. Der Markt Isen hatte damals bei der Abnahme der Jogi-Räume 25 000 Euro als Ablöse bezahlt, da die Übergabe im Hinblick auf den geplanten Umbau besenrein erfolgte. Der Pfarrverband hatte nun die Gemeinde um einen Zuschuss gebeten.

Ordinariat ins Boot holen

Der Pfarrverband versucht, über das Ordinariat Mittel für den Umbau zu bekommen. Das Ordinariat möchte vor einer Förderzusage wissen, ob in Isen überhaupt ein Bedarf an Hortplätzen besteht und ob sich der Markt an den Umbaukosten beteiligt oder diese vollständig übernimmt. Zudem interessiert das Ordinariat, ob der Markt seine Förderung von staatlichen Zuschüssen abhängig macht und wann die Förderung erfolgen würde.

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Möglicherweise besteht ab 2025 ein Rechtsanspruch für eine Kinderbetreuung im Grundschulalter. Die Art der Betreuung ist dabei noch offen – möglich wären Hort, Ganztagsschule (OGS) oder Mittagsbetreuung. Ebenfalls offen ist, ob es Förderprogramme geben wird – wie vor ein paar Jahren für Krippenplätze, als bis zu 90 Prozent gefördert wurden. Ziemlich sicher ist, dass die Kommune die Betreuung garantieren muss.

Warteliste

Für den Markt Isen sieht der Ist-Stand folgendermaßen aus: Derzeit gibt es ausreichend Plätze in der OGS, bei den Horten gibt es einstellige Wartelisten. Gegenüber der OGS hat ein Hort aktuell den Vorteil, dass die Betreuung an fünf Tagen pro Woche stattfindet – in der OGS derzeit nur von Montag bis Donnerstag. Zudem ist in den Horten ausschließlich Fachpersonal tätig und teilweise wird dort eine Ferienbetreuung angeboten.

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Die Verwaltung befürwortete hinsichtlich des Bedarfs und einer möglichen Pflichtaufgabe ab 2025 einen Zuschuss, und zwar unabhängig von einer staatlichen Förderung, damit der Umbau zeitnah erfolgen kann. Als Höhe schlug die Verwaltung vor, unter Anrechnung der bereits bezahlten 25 000 Euro einen einmaligen Zuschuss von 50 Prozent, maximal jedoch nochmals 25 000 Euro zu gewähren.

Dem stimmten die Räte mit 20:0 zu, allerdings muss der Pfarrverband bis spätestens 31. Dezember 2021 mit dem Umbau beginnen. Der Zuschuss wird in den Haushalt 2021 aufgenommen.

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