Internet: Es geht noch schneller in Pfaffing

Darauf arbeiten in Pfaffing alle hin, dass Techniker wie Thomas Faltl eine Uploadgeschwindigkeit von 884 Megabit in der Sekunde messen können.
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Darauf arbeiten in Pfaffing alle hin, dass Techniker wie Thomas Faltl eine Uploadgeschwindigkeit von 884 Megabit in der Sekunde messen können.

Mit der Frage wie die Internetverbindung der Gemeinde Pfaffing verbessert werden kann, befasste sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Helfen soll dabei ein sogenannter Leerrohrmasterplan und das neue Förderprogramm „Bayerische Gigabitrichtlinie“.

Von Karlheinz Günster

Pfaffing – Paul Roither vom Ingenieurbüro Corwese aus Seefeld stellte vor allem die aktuelle und die künftig mögliche digitale Versorgung in der Gemeinde dar. Eine Karte gab eine Übersicht zu den Geschwindigkeiten, die zu erreichen sind. Das Schlusslicht mit bis zu zehn Megabit in der Sekunde befindet sich derzeit noch in den Ortsteilen Schrödlreit und Schlosserberg. Zehn bis 30 Megabit sind etwa in Oberndorf und im weiteren Verlauf nach Lehen im Außenbereich zu finden. Bis zu 50 Megabit liegen überwiegend in Rettenbach, Nederndorf und Ried an, 80 Megabit sind für Oberübermoos genannt und für den südlichen Außenbereich, bis 100 Megabit fließen vor allem im Ort Pfaffing, in Forsting, Lehen und Rattenbach sowie Dirnhart. Bis zu 250 Megabit werden ebenfalls im Ort Pfaffing und im südlichen Forsting erreicht. Aber es geht noch schneller, bis zu einem Gigabit sind es im südöstlichen Forsting, außerdem im Bereich von Gmain über Steinhart bis Graben und in Boing.

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War bisher 30 Megabit die Grenze bei einer Förderung, hebt die Gigabitrichtlinie auch Anschlüsse mit diesem Wert an. Ziel des Freistaates ist die Glasfaserleitung bis in die Gebäude, damit sind auch noch größere Geschwindigkeiten möglich. So plant die Landesregierung , diese hohe Geschwindigkeit bis 2025 flächendeckend umsetzen zu können.

Eine Möglichkeit kostengünstig Glasfaser zu verlegen sind Leerrohre, die bei Gelegenheiten, sobald die Straße geöffnet ist, bereits mit verlegt wurden. Das bedarf jedoch einer Planung, die das Büro ebenfalls durchführt, so war in der Sitzung zu hören. Denn, so Verwaltungsleiter Christian Thomas, einfach ein Leerrohr verlegen, sobald irgendwo ein Bagger steht, so einfach sei es nicht. Denn der spätere Betreiber könne trotz allem sein eigenes Leerrohr verlegen, falls ihn das günstiger komme. Auch müsse es dann zur jeweils aktuellen Technik passen und sich in ein Netz einfügen. Daher sei man mit einem Planungsbüro gut beraten. Beschlüsse zu diesem Thema standen im nichtöffentlichen Teil auf der Tagesordnung.

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