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Liebesbeweis von einer ungeliebten Einrichtung

In Wasserburg gibt es am Valentinstag Rosen für Richtig-Parker

Über 100 prachtvolle Rosen verschenkten die Mitarbeiterinnen der Verkehrsüberwachung am Valentinstag an Richtig-Parker.Duczek
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Über 100 prachtvolle Rosen verschenkten die Mitarbeiterinnen der Verkehrsüberwachung am Valentinstag an Richtig-Parker.
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
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Überraschung am Valentinstag in Wasserburg: Wer ordnungsgemäß sein Auto abgestellt und brav die Gebühr bezahlt hatte, bekam eine langstielige Rose geschenkt. Dabei ist die Parkmoral in Wasserburg gar nicht so schlecht.

Wasserburg – „Ich mag Dich, weil du richtig parkst“: Über 100 Pkw-Fahrer freuten sich gestern über diesen „Liebesbeweis“ einer Einrichtung, die eigentlich keiner mag: den Zweckverband Kommunales Dienstleistungszentrum Oberland (KDZ) , der im Auftrag der Stadt Verkehrssündern auf der Spur ist.

Zweiter Bürgermeister Werner Gartner gehörte zu den Beschenkten: Er bekam außerdem eine grüne Dankeskarte hinter den Scheibenwischer gesteckt. „Wir wollten es mal umdrehen: nicht verwarnen, sondern danken – all jenen, die sich an die Regeln halten“, erläuterte Thorsten Preßler, Außendienstleiter beim Zweckverband KDZ. Er verstehe sich als Dienstleister für Kommunen, in deren Auftrag der Verband den fließenden und ruhenden Verkehr in 140 Städten und Gemeinden kontrolliert.

Seit 2019 Parksündern auf der Spur

In Wasserburg sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zweckverbands, zu erkennen an den blauen Uniformen, seit genau drei Jahren im ruhenden Verkehr unterwegs. Zum 1. März 2019 hatte die Stadt auch die Überwachung der Parkplätze an den Verband Oberland übertragen. Seitdem müssen nicht nur Raser mit den Blitzern des Verbandes rechnen, auch Parksünder bekommen Knöllchen. Zwei Jahre zuvor war schon die Überprüfung des fließenden Verkehrs an den Dienstleister gegangen.

Gartner überzeugt: Parkmoral verbessert

Ob sich die Parkmoral in Wasserburg seit 2019 verbessert hat, konnte Preßler zwar nicht sagen, doch Zweiter Bürgermeister Gartner ist überzeugt, dass die Kontrollen gefruchtet haben. Schließlich seien jetzt regelmäßig drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Stadt unterwegs – sogar sonntags und abends und an Markttagen müssten Autofahrer bei Verstößen mit Verwarnungen und Bußgeldern rechnen. Vor der Übertragung der Kontrolle an den Zweckverband konnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt nicht so intensiv unterwegs sein. Bei personellen Ausfällen war es schwer, Ersatz innerhalb des Rathauses zu finden, berichtete Gartner.

Bekam vom Zweckverband aus den Händen von Außendienstleiter Thorsten Preßler eine grüne Karte: Zweiter Bürgermeister Werner Gartner (links).

Kontrolleure in allen Stadtteilen unterwegs

Die stete Präsenz der Kontrolleure im Stadtgebiet führe dazu, dass die Disziplin der Autofahrer besser geworden sei, ist er überzeugt. Beispielsweise werde nicht mehr so oft das verbotswidrige Parken in zweiter Reihe festgestellt, berichtete Gartner. Auch in Tempo-30-Zonen wird laut Auftrag des Stadtrates überwacht. In allen Stadtteilen müssen Autofahrer jetzt mit Kontrolleuren und Blitzern rechnen – nicht nur an den bekannten neuralgischen Brennpunkten.

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Der Kontrollbedarf hatte sich 2019 außerdem erhöht: Denn damals waren in den Parkhäusern und auf dem Areal an der Rampe die Parkgebühren ab einem Zeitraum von vier Stunden (diese sind nach wie vor umsonst) eingeführt worden.

Der Zweckverband kontrolliert nicht nur, er wickelt auch die verwaltungstechnischen Vorgänge rund um Verwarn- und Bußgelder ab. Wer erwischt wird, bekommt nicht ein Schreiben der Stadt, sondern vom Zweckverband. Die Knöllchen werden nach dem bundesweit geltenden Bußgeldkatalog verteilt.

Im ersten Pandemiejahr 2020 waren die Überwachungszeiten als Folge des Lockdowns auch in Wasserburg stark reduziert worden – um etwa die Hälfte gegenüber 2021. Im vergangenen Jahr wurden die Kontrolle wieder hochgefahren: auf 4130 Stunden für den ruhenden und 483 Überwachungsstunden für den fließenden Verkehr.

2020 stellte der Zweckverband Oberland laut statistischer Auswertung des Ordnungsamtes in der Stadtverwaltung im ruhenden und fließenden Verkehr insgesamt etwa 16.900 Ordnungswidrigkeiten fest. Für 2021 liegen die Auswertungen der Daten noch nicht vor.