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Für junge Familien und kleine Einkommen

Meiling-Süd: In Rott entsteht neue Siedlung mit bezahlbarem Wohnraum

Der Planentwurf für die neue Siedlung Meiling-Süd:
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Der Planentwurf für die neue Siedlung Meiling-Süd
  • VonRichard Helm
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Rott erhält eine neue Siedlung. Der Gemeinderat geht dabei einen anderen Weg: kleinere Grundstücke für Einfamilienhäuser, ergänzt durch Mietwohnungen, die auch für junge Familien und Menschen mit nicht so großem Geldbeutel bezahlbar sein sollen.

Rott – Architekt und Stadtplaner Christoph Rickert stellte in der Sondersitzung des Rotter Gemeinderates einen städtebaulichen Entwurf für die Baulandentwicklung in Meiling-Süd vor. Hier entsteht auch günstiger Wohnraum – wichtig in Zeiten, in denen die Preise explodieren, findet der Gemeinderat.

Vergabekriterien festzulegen

Das überplante Gebiet umfasst 20.000 Quadratmeter im Besitz der Gemeinde und 5.000 Quadratmeter in Privatbesitz. Es ist gegliedert in drei Bereiche. An den Rändern sollen 19 kleinere Einfamilienhäuser mit Grundstücken von rund 400 Quadratmeter entstehen. Im Innenbereich und zur Straße hin sind zwei- oder dreigeschossige Häuser mit Miet- oder Eigentumswohnungen vorgesehen. Aufgelockert wird die Bebauung mit einem inneren Grünbereich.

Der Planer empfiehlt eine Konzeptvergabe mit festen Bedingungen zur städtebaulichen Entwicklung. Bürgermeister Daniel Wendrock (parteilos) betonte, dass es wichtig sei, bezahlbaren Wohnraum über das Einheimischenmodell und Mietpreisbindung zu schaffen.

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Rechtsanwalt Klaus Hoffmann ist Fachanwalt für Verwaltungsrecht. Er steht der Gemeinde beratend zur Seite. Er zählte die Möglichkeiten auf, die eine Gemeinde hat, kommunale Grundstücke zu vergeben. Es können wohnungs- und sozialpolitische, städtebauliche, ökonomische und ökologische Zielsetzungen als Kriterien der Grundstücksveräußerung angesetzt werden. Eine Gemeinde hat bei der Formulierung der Vergabekriterien einen breiten Spielraum, so der Experte.

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Die Frage, wie hoch die Wandflächen sein sollen, musste vom Gemeinderat beantwortet werden. Mitglied Sebastian Mühlhuber (CSU) fand den Entwurf des Planers gelungen, nur in der ersten Reihe zur Straße hin sollte die Wandhöhe maximal 7,50 Meter umfassen, es könnte aber auch mit Gauben gestaltet werden. Carola Kahles (RF) begrüßte die Grünfläche und verwies bei der Gestaltung auf den sozialen Wohnungsbau in der Ponschabaustraße in Wasserburg als Positivbeispiel. Sie lobt die hier realisierte Fassade mit Holzverkleidung. Franz Ametsbichler (CSU) nannte die neue Siedlung in Weyarn mit einer gemeinsamen Holzschnitzelheizung als gutes Vorbild.

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Der Gemeinderat beschloss mit zehn zu vier Stimmen eine Sozialbindung von 40 Prozent für das Einheimischenmodell oder Mietpreisbindung.

Wertungskommission gegründet

Einstimmig beschloss auch der Gemeinderat die Bildung einer Wertungskommission. Sie soll bestehen aus dem Bürgermeister Daniel Wendrock (parteilos), den vier Fraktionsvorsitzenden Max Zangerl (BfR), Christoph Sewald (BfR) Carola Kahles (RF) und Sebastian Mühlhuber (CSU) sowie Architekt und Stadtplaner Dipl.-Ing. Christoph Rickert und Landschaftsarchitekt Alexander Oberbauer. Gemeinderat Matthias Eggerl (CSU) schlug noch den Kreisbaumeister Rupert Seeholzer vor.

Nach der Bewerberauswahl wird mit den Interessenten ein Kaufvertrag mit städtebaulicher Bindung geschlossen.

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