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Zweiter Gemeinderat wirft hin

Warum Stefan Kurfer keine Lust mehr auf sein Ehrenamt in Ramerberg hat

Stefan Kurfer nach seiner ersten Wahl 2014 (Archiv)
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Stefan Kurfer nach seiner ersten Wahl 2014 (Archiv)
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
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  • Sophia Huber
    Sophia Huber
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Im Gemeinderat von Ramerberg sorgt ein weiterer Rücktritt für Unruhe. Stefan Kurfer, Gemeinderat in der zweiten Amtsperiode, mag nicht mehr. Das sind seine Gründe.

Ramerberg – Erneut ist ein Gemeinderat der Neuen Ramerberger Liste/Freie Wählergemeinschaft Ramerberg (NRL/FWG) zurückgetreten: Nach Johann Scherfler, der im Mai 2021 hinwarf, hört jetzt Stefan Kurfer auf. Doch er beteuert: „Ich gehe ohne Groll und Frust.“ Das war bei Scherfler anders, der „desillusioniert und zutiefst enttäuscht“ aufgab und sich ausdrücklich von Bürgermeister Manfred Reithmeier und der Haltung der Unabhängigen Wählergemeinschaft Ramerberg (UWR) zur Sportplatzfrage distanziert hatte.

Anders soll es bei Kurfer sein: Er bestätigt auf Anfrage der Wasserburger Zeitung, dass bereits in der nächsten Gemeinderatssitzung am Dienstag, 3. Mai, seine Amtsniederlegung bekannt gegeben werde. Das Gremium muss einen entsprechenden Beschluss fassen – eine Formsache. Kurfer sagt, es sei eher ein „privates Gefühl“ gewesen, dass ihn bewogen habe, sein Mandat niederzulegen. Privat und beruflich als Abteilungsleiter bei der Stiftung Attl sei er sehr gefordert. Er habe deshalb entschieden, kürzer zu treten. Deshalb die Entscheidung, das politische Ehrenamt aufzugeben.

Kurfer (40) ist in der zweiten Periode im Ramerberger Gemeinderat. Er hat also beide Bürgermeister erlebt: den bei der Kommunalwahl 2020 abgewählten Georg Gäch, jetzt Vorsitzender der Wählergemeinschaft NRL/FWG, der Kurfer angehört, und Gächs Nachfolger Manfred Reithmeier (UWR). Die kommunalpolitische Arbeit in Ramerberg sei sehr aufwenfig, das habe er schon bei seiner zweiten Kandidatur gewusst. „Es ist mit sehr viel persönlichem Aufwand verbunden, wenn man es so wie ich vernünftig machen will“, sagt Kurfer.

Das neue Gemeindehaus in Ramerberg war für den zurückgetretenen Gemeinderat ein Meilenstein der kommunalpolitischen Arbeit im Dorf.

Kurfer galt als fachkundig

Er galt im Gemeinderat als fachkundig, engagiert und um Sachlichkeit bemüht – auch bei den vielen kontroversen Themen wie dem Sportplatzbau oder dem Obersendlinger Weg, der Sanierung der Trinkwasserversorgung, der Reichlsiedlung und der Kindergartenfrage. „Sachlichkeit war mir ein großes Anliegen“, betont Kurfer. Es habe trotz vieler Spannungen und schwieriger Thematiken auch viele gute Situationen im Gemeinderat Ramerberg gegeben. Kurfer nennt als Beispiel den Neubau des Gemeindehauses und das Baugebiet in Aich. Auch bei der Gestaltung der Außenanlagen am Gemeindehaus habe er sich als gelernter Landschaftsgärtner intensiv einbringen können.

Fraktionskollegin Petra Hölzle drückt im Gespräch mit der Wasserburger Zeitung ihr Bedauern über den Rücktritt aus. „Herr Kurfer war immer sehr wichtig für uns.“ Allerdings habe sie Verständnis für den Rückzug aus dem Ehrenamt. „Die Situation bei uns ist sehr anstrengend.“

Als möglicher Nachfolger käme Florian Baumann, Vorsitzender des CSU-Ortsverbands in Ramerberg, infrage. Ein Gespräch mit Baumann habe bereits stattgefunden, eine Antwort, ob er das Mandat antreten wolle, habe sie allerdings noch nicht erhalten, so Hölzle. Der nächste Nachfolger auf der Liste wäre Felix Wühr. Die Entscheidung wird für die nächste Sitzung erwartet.

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