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Spatenstich

In Isen heißt es für Grund- und Mittelschüler die nächsten fünf Jahre: Unterricht neben einer Baustelle

Setzten die ersten Spatenstiche (von links): Severin Kruppa, Sebastian Kruppa, Planer Udo Rieger sowie Florian Spirkl und Michael Oberhofer von der Schule und Franz Gutsche vom Markt Isen. Fleißig mitgeschaufelt hat auch Bürgermeisterin Irmgard Hibler, leider nicht auf dem Bild zu sehen.
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Setzten die ersten Spatenstiche (von links): Severin Kruppa, Sebastian Kruppa, Planer Udo Rieger sowie Florian Spirkl und Michael Oberhofer von der Schule und Franz Gutsche vom Markt Isen. Fleißig mitgeschaufelt hat auch Bürgermeisterin Irmgard Hibler, leider nicht auf dem Bild zu sehen.

Offizieller Spatenstich an der Grund- und Mittelschule Isen: Die Generalsanierung und Erweiterung der Schule soll im laufenden Betrieb erfolgen. Das bedeutet Unterricht neben einer Großbaustelle.

Isen – Nach sechs Jahren Planung ist es soweit: Mit dem Spatenstich wurde am Mittwoch die Generalsanierung und Erweiterung der Grund- und Mittelschule Isen offiziell gestartet. Dabei waren neben Bürgermeisterin Irmgard Hibler Planer und Schulleiter. In fünf Jahren sollen An- und Umbau fertig sein.

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Einen unfallfreien Verlauf wünschte Bürgermeisterin Hibler dem ambitionierten Projekt, das abschnittsweise im laufenden Schulbetrieb realisiert werden soll. Begonnen wird mit den Anbau am Nordtrakt, auf den die Sanierung von Zentraltrakt, Westtrakt, Hausmeisterwohnung und Osttrakt folgen wird.

Barrierefreie Schule

Wenn die Außenanlagen zum Schuljahresbeginn 2026 fertiggestellt sein werden, wird die Kommune über eine barrierefreie Schule mit modernen Standards verfügen. Funktionseinheiten für Verwaltung und Ganztagsschule, eine geräumige Mensa, Aufzug sowie digitale Ausstattung der Klassen- und Fachräume sollen den Anforderungen an einen zeitgemäßen Schulbetrieb Rechnung tragen.

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Planung, Gestaltung des Bauablaufs und Wahl der Ausstattung fanden in enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung statt. Aktuell laufen die Arbeiten zur Baugrundsicherung. Die Dachsanierung der Turnhalle wird als eigenständige Maßnahme durchgeführt, ein konkreter Baubeginn steht noch nicht fest.

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Mit der Objektüberwachung ist Sebastian Kruppa betraut, für die Baustellenlogistik, die Baustellenüberwachung und die Sicherung des Schulwegs und -gebäudes wird die Kommune einen Mitarbeiter einstellen.

Erweiterung stand im Raum

Seit 2016 liegt die Planung für eine Generalsanierung und Erweiterung vor, die in modifizierter Form jetzt umgesetzt werden soll. Statt das Gebäude – wie ursprünglich vorgesehen – nur beim Brandschutz anzupassen, das Dach zu sanieren, die Heizung auszutauschen und Barrierefreiheit herzustellen, stand 2015 zusätzlich die Erweiterung im Raum.

Mehr Klassenräume benötigt

Die benötigten zusätzlichen Klassenzimmer, die durch neue Prognosen der Schülerzahlen begründet waren, wollten die Planer bereits damals im Norden der Schule schaffen: An den sogenannten Nordtrakt sollte in ganzer Länge und Höhe angebaut werden.

Für den reibungslosen Unterricht sollte während der ersten Bauphase eine Containerschule sorgen. Die Bauzeit wurde im Jahr 2018 auf 48 Monate angesetzt, die Kosten, die für die einfache Sanierung auf sechs Millionen Euro geschätzt worden waren, überstiegen die 20-Millionen-Marke.

Gesamtkosten bei 28 Millionen Euro

Als sie bei 26 Millionen Euro lagen, zog die Kommune die Notbremse: Durch Einsparungen an Fassade und Fenstern und den Verzicht auf die Auslagerung der Klassenzimmer konnten die Ausgaben auf 23,2 Millionen Euro gesenkt werden.

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Ein vorübergehender Baustellenflur wurde vorgesehen, um im alten Nordtrakt weiter Unterricht abhalten zu können. In der aktuellen Haushaltsplanung geht man von 28 Millionen Euro Gesamtkosten für die Maßnahme aus. In die berechneten Kosten in Höhe von 25,6 Millionen Euro wurden drei Prozent Kostensteigerung eingerechnet, die voraussichtliche Preissteigerung wurde damit abgepuffert.

Allerdings tragen der Markt Isen, der für die Grundschule allein verantwortlich ist, und der Schulverband der Mittelschule nicht die Gesamtsumme: fast 60 Prozent kommen vom Freistaat. Zusätzlich gibt es Geld vom Staat für die ebenfalls geplante Sanierung der Turnhalle.

Schule bleibt im Dorf

Die Idee, die in den 1960er Jahren gebaute Schule im Dorf zu lassen und nicht durch einen Neubau auf der grünen Wiese zu ersetzen, stieß nicht nur auf Gegenliebe. Als 2018 bekannt geworden war, dass ein Teil des Schlittenbergs am Bräuanger einem Parkplatz weichen muss, formierte sich Widerstand.

Zwei Jahre nach diesen Protesten und fünf Jahre nachdem die Erweiterungspläne des Bestands zum ersten Mal bekannt gegeben worden waren, bildete sich eine Bewegung gegen die Sanierung und für einen Neubau.

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Ein geplantes Bürgerbegehren konnte allerdings nicht realisiert werden.

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