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Breitbandausbau startet

In Griesstätt ist bald Schluss mit dem Langsam-Surfen

Stellten sich in einer Infoveranstaltung den Bürgerfragen: Bürgermeister Robert Aßmus, Geschäftsführer Josef Ledermann vom Ingenieurbüro Ledermann und Netzplaner Stephan Thumann (von links).
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Stellten sich in einer Infoveranstaltung den Bürgerfragen: Bürgermeister Robert Aßmus, Geschäftsführer Josef Ledermann vom Ingenieurbüro Ledermann und Netzplaner Stephan Thumann (von links).

Glasfaser statt Kupferkabel: In Griesstätt erfolgt bald der Spatenstich für dem Breitausbau. Damit ist bald Schluss, dass die Bürger im Ort beim Surfen hinterher hinken.

Griesstätt – Es wird ernst mit dem Breitbandausbau in der Gemeinde. Am 18. Oktober erfolgt der erste Spatenstich für ein Projekt, das das gesamte Gemeindegebiet mit Glasfaserkabeln erschließen wird und in mehreren Abschnitten bis 2025 abgeschlossen sein soll. Gut 50 Interessenten konnten sich im Vorfeld in der Schulturnhalle bei einer Informationsveranstaltung über den momentanen Stand des Projektes informieren. Dabei bestand auch die Möglichkeit, offene Fragen von Vertretern der beteiligten Fachfirmen klären zu lassen.

Josef Ledermann vom Ingenieurbüro Ledermann stellte dazu zunächst den gesamten Planungsverlauf vor und erklärte anschaulich, wo man derzeit im Prozess des Ausbaus stehe. Dieser erfolge im Betreibermodell, der Besitzer des gesamten Netzes sei allein die Gemeinde Griesstätt, wurde betont.

90 Prozent der Kosten über Förderung abgedeckt

Dass alles für die Kommune bezahlbar bleibe, liege vor allem an den Zuschüssen, die aus drei Förderprogrammen stammen und insgesamt 90 Prozent der Kosten abdecken würden.

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Begonnen worden sei bereits im Rahmen des Bundesförderprogramms ‚Weiße Flecken‘. Hier sei das Ziel gewesen, einen Anbieter zu finden, der die nötigen Dienste bereitstellen könne. Daraufhin sei der Netzbetrieb ausgeschrieben worden, worin festgelegt wurde, welche Straßen im ersten Bauabschnitt erschlossen werden müssen und wo Anschlüsse hinkommen sollen. Die Tiefbauausschreibung sei abgeschlossen, so Ledermann. In Kürze werde mit den Baumaßnahmen zunächst im Außenbereich in Edenberg begonnen.

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Ähnlich verfahren werde bei den weiteren Schritten, die dann zunächst das Ortszentrum beträfen, und durch das bayerische Förderprogramm sowie das Bundesförderprogramm Gigabit – Graue Flecken finanziell weitgehend abgedeckt seien.

Netzplaner Stephan Thumann erläuterte hierzu die Einzelheiten und bestätigte, dass noch im vierten Quartal 2021 die nächste Interessenten-Umfrage im Ortsbereich starten werde, gefolgt von Feinplanung und Bauausschreibung. Phase 3 werde dann im nächsten Jahr an den Start gehen.

Vertrag zwischen Gemeinde und Hauseigentümer

Grundsätzlich gelte auch für die weiteren Bauabschnitte: Im Rahmen des Ausbaus durch das jeweilige Förderprogramm ist der Anschluss im Aktionszeitraum kostenfrei. Für alle Anschlüsse, die nach den Förderprogrammen realisiert werden sollen, müssten die Kosten selbst getragen werden.

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Für jedes Grundstück/Haus, das angeschlossen werden soll, muss vom Eigentümer – Mieter zu sein reicht nicht – ein Grundstücks- und Hausanschlussvertrag mit der Gemeinde abgeschlossen werden, in dem der Nutzung des Grundstücks zugestimmt wird. Dieser Vertrag wird, sobald die Feinplanung der entsprechenden Ausbauphase beginnt, zugesandt.

Innerhalb der gesetzten Frist sollte eine Rückmeldung erfolgen. Dies gilt auch für anzuschließende noch unbebaute Grundstücke.

Glasfaser statt Kupfer

Bürgermeister Robert Aßmus freute sich, dass die bestehende Kupferkabel-Infrastruktur nun endlich durch die leistungsfähigeren Glasfaserkabel ersetzt wird, was Zukunftssicherheit bedeute. Er erinnerte aber auch daran, dass sich aus einer fehlenden Grundstückseigentümererklärung, die es ermögliche, den Anschluss bis zum Haus kostenfrei legen zu lassen, später Nachteile ergeben könnten.

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Die neuen Tarife stellte der Infrastrukturanbieter Werner Rades von der Anschluss-Werk GmbH vor. Er beantwortete auch zahlreiche spezielle Fragen betreff späterer Nutzung des Anschlusses im Haus, also von den Verteilungsmöglichkeiten der Anschlüsse in den einzelnen Wohnungen bis hin zu einem auch möglichen Kabelfernsehanschluss.

Offen blieb, wie mit einer bereits von der Chiemgau DSL vorgehaltenen Glasfaserleitung im Bereich Kolbing, Wörlham, Schmiding, Viehhausen verfahren werden solle, für die auch schon von Seiten der Firma Anschlussgebühren verlangt worden waren, ohne den Betrieb zu ermöglichen.

Im Prinzip dürften keine vorhandenen Leitungen einer anderen Firma für den derzeitig geplanten Ausbau genutzt werden, stellte Stephan Thumann dazu fest.

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