Zu Besuch auf der Baustelle

Umbau des Hallenbades: In einem Jahr sitzen die Haager nicht mehr auf dem Trockenen

Noch ist alles im Bau, doch wenn alles nach Plan läuft, können die Haager in etwa einem Jahr das neue Schwimmbad nutzen.
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Noch ist alles im Bau, doch wenn alles nach Plan läuft, können die Haager in etwa einem Jahr das neue Schwimmbad nutzen.
  • vonKarlheinz Günster
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Läuft alles nach Plan, können die Haager in einem Jahr wieder in ihrem Hallenbad schwimmen, so Bauamtsleiter Andreas Grundner. Er fügt aber gleich hinzu: „Wenn nichts dazwischen kommt!“ Die Chancen stehen allerdings gut, denn bisher liegt die Sanierung im Zeitrahmen. Ein Baustellenbesuch.

Haag – In den letzten Wochen war rund um die Halle ein auffälliges Zischen zu hören gewesen. Schuld an der Läutstärke ist die Sanierung des Betons aus den 70er Jahren. Mit der enormen Kraft von bis zu 1000 Bar Wasser ist die Oberfläche bearbeitet worden. Das war notwendig, um den Beton abzutragen und an dessen Stahl im Innern zu gelangen.

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Zusätzlich sind die Betonplatten der Fassade entfernt worden. Durch die Isolierung wandert die Außenhülle nun einige Zentimeter nach außen. Dies ist bei den Betonsäulen in der Schwimmhalle sichtbar, da sie nun im Inneren liegen, anstatt wie bisher die Außengrenze zu bilden. Um das ganze Gebäude heller zu bekommen, sind zudem neue und zusätzliche Fenster eingebaut worden.

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Entgegen der ersten Planung werden die Fliesen des Schwimmbeckens nicht saniert, an deren Stelle tritt eine Edelstahl-Auskleidung. Dadurch entsteht ein Beckenrand von rund 20 Zentimetern Höhe, der als optische Grenze begrüßt wird. Außerdem könnte die bisherige Ablaufrinne den mittlerweile geforderten Wasserwechsel nicht verkraften und hätte sowieso erneuert werden müssen. „Dadurch fiel die Entscheidung zum Endelstahl leichter“, berichtet Grundner.

Luft muss öfter umgewälzt werden

Nicht nur die Zahl der Wasserwechsel habe sich im Laufe der Zeit erhöht, auch die Luft müsse nun öfter umgewälzt werden, erklärt Grundner weiter. Dafür benötige die erforderliche Technik mehr Platz, besonders, da aus der Abluft Wärme zu gewinnen ist. Deshalb sind die vormals hohen Umkleidekabinen niedriger geworden, um darüber die umfangreiche Lüftungstechnik zu platzieren.

Völlig neu gestaltet wird der Eingangsbereich mit Aufzug, Wendeltreppe und viel Glas. Der Einbau steht kurz bevor.

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Das gesamte Gebäude ist barrierefrei zu erreichen, auch die Turnhalle darüber. Diese erhält eine helle Holzverkleidung und größere Fenster. Zudem erhält sie einen dunkleren Boden, auf dem sich Markierungen besser abheben. Die für den Sportbetrieb erforderlichen Stangen und Leitern verschwinden zukünftig in den Wänden, sodass nichts mehr hervorsteht.

Der neue Eingangsbereich bekommt einen Aufzug und eine Wendeltreppe

Auch außen wird die Halle durch einen neuen Anstrich verschönert. In Zukunft erstrahl sie in einem blau-grün mit aufgemalten Wellenstruktur.

Sanierungskosten liegen noch etwas unter dem Budget

Insgesamt, erklärte Grundner, liegen die Sanierungskosten sogar etwas unter dem Budget von 7,8 Millionen Euro, wobei etwa die Hälfte des Geldes aus Zuschüssen komme und etwa Dreiviertel der Arbeiten bereits vergeben seien.

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Neben der Schwimm- und Turnhalle sind weitere Bauarbeiten rund um die Schule im Gang. Das habe die Kraftwerke dazu veranlasst einen Transformator aus dem Gebäude auf die gegenüberliegende Straßenseite hinaus zu verlegen. Dieser sei größer dimensioniert und könne damit auch eine weitere Bebauung versorgen. Zusätzlich zu diesen Bauten erhält die Schule noch einen Glasfaseranschluss.

„Die Handwerkerdichte“, resümiert Andreas Grundner deshalb, „ist derzeit im Bereich der Schule ziemlich hoch.“

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