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DISKURS UM ENTNAHME

Causa Meggle: Gemeinde Edling hält am Thema Wasser fest

Die Petition der IG Wasser gegen die ungedeckelte Wasserentnahme der Firma Meggle (im Hintergrund) sei noch nicht hinfällig, sondern liege auf Eis, sagte Nicole Bauer-Schäfer im Gemeinderat Edling.
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Die Petition der IG Wasser gegen die ungedeckelte Wasserentnahme der Firma Meggle (im Hintergrund) sei noch nicht hinfällig, sondern liege auf Eis, sagte Nicole Bauer-Schäfer im Gemeinderat Edling.

Wieso kann Meggle aus einem Gebiet Trinkwasser fördern, das gar kein Wasserschutzgebiet mehr ist? Diese Grundsatzfrage kam in der jüngsten Gemeinderatssitzung Edling erneut auf den Tisch. Die IG Wasser kündigte an, dass ihre Petition zur Entnahmedeckelung noch lange nicht hinfällig sei.

von Barbara Hilbert-Rieger

Edling – Das Thema Wasser lässt die Edlinger nicht los, auch wenn kürzlich offiziell wurde, dass Meggle laut Wasserwirtschaftsamt die nächsten 20 Jahre ein geduldetes Wasserentnahmerecht eingeräumt bekommt. Die Gemeinde hatte sich für eine Beschränkung auf fünf Jahre eingesetzt und ist enttäuscht.

Firma war einst öffentlicher Versorger

Gegen Ende der Sitzung hatte Dr. Stefan Schweitzer (CSU) eine Frage zum ehemaligen Wasserschutzgebiet, aus dem die Firma Meggle ihr Wasser bezieht. „Wieso kann die Firma Wasser fördern, wenn das Gebiet nicht geschützt ist?“

Nicole Bauer-Schäfer (ÜWG) erklärte dazu, dass ein Gewerbe kein Wasserschutzgebiet brauche. Als Vertreterin der IG Wasser hat sie viele Hintergrundkenntnisse. Die Firma sei aus historisch gewachsenen Gründen zwar ein öffentlicher Versorger gewesen, habe jetzt aber eine Übergangslösung.

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„Eigentlich müsste die Stadt Wasserburg bereits jetzt die Firma mit Trinkwasser versorgen“, ergänzte sie, da für die Mensa, die Duschen und Ähnliches auf dem Betriebsgelände geprüftes Wasser notwendig sei. „Nur für die Produktion braucht sie keins.“ Die Schonfrist für Wasserburg, technisch umzusetzen, dass man die Ortsteile Reitmehring und Viehhausen sowie Meggle als öffentlicher Versorger beliefern kann, verlängert sich um fünf Jahre, wie schon in der vorletzten Sitzung bekannt wurde.

Wasserfließrichtung ist der Grund

Matthias Schnetzer ergänzte, das Wasserschutzgebiet sei wegen der Wasserfließrichtung bekanntermaßen nutzlos. Seines Erachtens „fahren die Firma Meggle und die Stadt Wasserburg auf Risiko.“

„Eigentlich darf man zur Herstellung von Lebensmitteln nur Trinkwasser verwenden“, erläuterte Dr. Stefan Schweitzer (CSU).

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Rudi Adler, ebenfalls CSU, meinte dazu, dass eigentlich an jedem Wasseranschluss in der Firma der Hinweis „kein Trinkwasser“ angebracht und jeder angeschlossene Haushalt darüber informiert werden müsse, dass ihr Wasser nicht aus einem geschützten Brunnen käme. „Wieso schaut Rosenheim darüber hinweg?“, fragte sich abschließend Günther Weiß von der ÜWG.

Petition nur auf Eis

Das frage er sich schon länger, meinte der Bürgermeister, der auch nicht verstand, dass man ein Neubaugebiet (Schmiedwiese Wasserburg) genehmigt habe, für das keine gesicherte Wasserversorgung vorläge. Etwas optimistischer informierte Nicole Bauer-Schäfer, dass die Petition gegen die ungedeckelte Wasserentnahme der Firma „noch nicht hinfällig“ sei, sondern derzeit nur auf Eis läge. (re)

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