Immer noch mit dem Dreirad unterwegs

Richard Hartlfeiert den 90. Geburtstag. Richterstetter

„Damit habe ich eigentlich gar nicht gerechnet, dass ich einmal so alt werde: Aber jetzt hoffe ich schon, dass es noch ein paar Jahre so weitergeht“, erzählt Richard Hartl anlässlich seines 90.

Geburtstags, den er bei guter Gesundheit feierte.

Der Jubilar wurde in Aßling geboren, wuchs in Hirschbichl auf und ging in Emmering zur Schule. Anschließend absolvierte er in Tuntenhausen eine Schreinerlehre. Nach seinem Umzug nach Rechtmehring im Alter von 21 Jahren arbeitete er fünf Jahre auf dem „Höllern“-Anwesen in der Landwirtschaft. 1957 zog er nach Ferchensee und fuhr zehn Jahre lang täglich mit dem Fahrrad zu seinem neuen Arbeitgeber nach Haag in die Moy-Brauerei. 1967 zog er dort in eine Betriebswohnung, in der er bis 1986 gewohnt hat. Nach einer Hüftoperation konnte er die Arbeit nicht mehr ausüben und ging 1987 in den Ruhestand. Im Oktober 2004 zog er zu seiner jetzigen Lebenspartnerin Anna Wirth nach Maitenbeth-Straßmaier.

„Ich habe diverse Krankenhausaufenthalte und Kuren hinter mir, konnte mich aber immer wieder davon erholen. Mit der Geherei habe ich aber mittlerweile schon so meine Probleme, deshalb habe ich mir ein motorisiertes Dreirad angeschafft, mit dem ich viel und gerne durch die Gegend fahre. Es ist zwar nur 20 Stundenkilometer schnell, aber ich sehe jetzt Dinge, die ich früher mit dem Auto gar nicht wahrgenommen habe“, erzählt Richard Hartl. Seinen runden Geburtstag wollte er eigentlich groß beim Wirt z‘Brandstätt feiern, was aber wegen der Corona-Pandemie nicht möglich war.

„Da ich zu allen Verwandten von meiner Anna ein prima Verhältnis habe und von allen bestens aufgenommen werde, habe ich beim Mitter in Öd im kleinen Kreis in der Garage ein bisschen gefeiert. Das war trotz der Einhaltung aller Corona-Maßnahmen genauso schön“, sagt er zufrieden. rl

Kommentare