STOPP DISKRIMINIERUNG!

Im Kampf gegen den Rassismus: Schulen im Wasserburger Land beteiligen sich an Projekten

Die Ergebnisse des Anti-Rassimusprojekts in Edling und Wasserburg zieren die Wände der Aulen.
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Die Ergebnisse des Anti-Rassimusprojekts in Edling und Wasserburg zieren die Wände der Aulen.
  • Sophia Huber
    vonSophia Huber
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Lockdown, Wechselunterricht, Homeschooling – all das hält die Mittelschule Wasserburg und die Grund- und Mittelschule nicht davon ab, sich gegen Rassismus einzusetzen. Die Ergebnisse des Projekts können derzeit an den Fenstern der Aulen der Schulen bewundert werden.

Wasserburg/Eding – Bei dem klassenübergreifenden Projekt, geleitet durch die Jugendsozialpädagogen der Jugendhilfe Startklar Soziale Arbeit Oberbayern Hans Leipold, Lisa Griesbach, Dagmar Kopriva und Sarah Miebach, stellten sich die Schülerinnen und Schüler die Frage: „Für was stehe ich?“ „Wir wollten, dass sich die Schüler selbst reflektieren. Und das schwere Thema Rassismus positiv enden lassen“, erklärt Miebach, Die Kinder und Jugendlichen hätten auch viele positive Antworten gefunden: „Es waren sehr viele soziale Themen dabei. Freundschaft, Familie, Vielfalt.“ Diese haben sie auf bunten Bilder verewigt und zieren nun die Wände der Aula.

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Besonders gefreut hat sich Miebach über das Engagement von Eltern und Lehrkräften, die das Thema Rassismus und Diskriminierung auch noch weiter in ihren Unterricht einfließen ließen.

Von den Hürden des Lockdowns haben sich die Pädagogen nicht abhalten lassen. Über die verschiedenen Videoprogramme wurde ein Konzept ausgearbeitet und umgesetzt. „Bei den jüngeren Kindern aus der Grundschule haben wir eine Art Theaterstück mit Stofftieren aufgeführt“, erklärt Miebach. Bei älteren Kindern wurde auch die Frage nach ihren eigenen Erfahrungen mit Rassismus, Diskriminierung und die Prävention gestellt.

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Denn auch an den Schulen im Wasserburger Land sei Rassismus immer wieder ein Thema, erklärt Miebach. „Vor allem nach der großen Flüchtlingswelle vor ein paar Jahren, ist das stark in den Fokus gerückt“, sagt die Sozialarbeiterin. Aber auch heute kämen vereinzelt Probleme in den Klassenräumen auf. „Da ist es besser gleich von vornherein mit Vorurteilen aufzuräumen und über Rassismus aufzuklären“

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