„Ich kann meinen Lebensabend so richtig genießen“, sagt Agnes Schiebl aus Maitenbeth“

Sie hat schon viel geleistet und erlebt, im hohen Alter von 90 Jahren kann Agnes Schiebl ihr Leben genießen.
+
Sie hat schon viel geleistet und erlebt, im hohen Alter von 90 Jahren kann Agnes Schiebl ihr Leben genießen.

„Für große Hobbies habe ich in meinem ganzen Leben nie recht viel Zeit gehabt, weil ich schon von klein auf immer viel und hart habe arbeiten müssen.

Heute werde ich zu Hause liebevoll umsorgt, es geht mir gut und ich kann meinen Lebensabend so richtig genießen“ erzählt Agnes Schiebl anlässlich ihres 90. Geburtstages, den sie wohl behütet und bei guter Gesundheit zu Hause in Niesberg feiern konnte.

Agnes Schiebl ist eine geborene Honauer, in Bernreit geboren und dort zusammen mit einer Schwester auch aufgewachsen. Nach der Schule hat sie zunächst bei unterschiedlichen Bauern gearbeitet, ehe sie dann beim Luxn für fünf Jahre eine feste Anstellung fand.

1952 heiratete sie in Maitenbeth Johann Schiebl und ist zu ihm auf das kleine, landwirtschaftliche Bamer-Anwesen nach Niesberg gezogen. „Pfarrer war damals Ludwig Axenböck, Bürgermeister Josef Steinweber“ erinnert sie sich noch gerne an diese Zeit zurück.

Jubilarin hat schwere Schicksalsschläge verkraften müssen

Fünf Mädchen und zwei Buben hat Agnes Schiebl das Leben geschenkt, blieb aber von schweren Schicksalsschlägen nicht verschont: Durch tragische Unfälle hat sie drei davon schon im Kindesalter verloren. Heute ist sie stolze Oma von sieben Enkeln und Uroma von einem Urenkel. 1990 das Paar die Landwirtschaft aufgegeben und Agnes Schiebl hat sich nur mehr um das Haus, den Garten und ihre Hühner gekümmert. „Die Oma hat immer schon einen grünen Daumen gehabt“ berichtet Schwiegertochter Elisabeth. 2005 wurde das Anwesen dann an ihren Sohn Rupert übergeben. In der Folgezeit hat sie sich liebe- und aufopferungsvoll um die Enkelkinder gekümmert und hatte endlich auch ein bisschen Zeit für ihre große Leidenschaft, das Singen. Sie ist dem Maitenbether Singkreis unter der Leitung von Christa Bauer beigetreten. 2016 ist ihr Mann Johann verstorben.

Heute spielt sie gerne mal eine Runde „Mensch ärgere Dich nicht“, liest täglich ihre Zeitung und auch mal einen Heimatroman.

Zur Geburtstagsfeier zu Hause waren alle vollzählig vertreten. Kinder, Enkel, Schwester und Freunde haben ihr einen unterhaltsamen Festtag bereitet. rl

Kommentare