„Ich kann einfach nicht ruhig sitzen“

Philomenia Koller Richterstetter

Maitenbeth – „Im Großen und Ganzen habe ich es in meinem Leben schon schön gehabt, auch wenn ich gesundheitlich einiges durchgemacht habe“, erzählt Philomenia Koller angesichts ihres 80.

Geburtstages, den sie bei geistiger Frische und guter körperlicher Verfassung feierte.

Philomenia Koller ist eine geborene Lummer und wurde in Viechtach auf einem kleinen Bauern-Anwesen geboren. Dort wuchs sie mit zwei Schwestern und einem Bruder auf und ging zur Schule. Anschließend besuchte sie die Mittelschule und arbeitete zwei Jahre lang beim Textilgeschäft Stenzer in der Kalkulation, bevor sie für drei Jahre in die Kreiskasse des Landratsamtes wechselte. 1967 lernte sie in München ihren Ehemann Rudolf kennen, 1968 heiratete das Paar in Birkenstein. Aus der Ehe gingen zwei Söhne und eine Tochter hervor. „Ich war immer recht sportlich, habe Gymnastik, Turnen und Skifahren auch wettkampfmäßig betrieben und dabei auch einige Preise gewonnen“, sagt sie. „Mein Vater hat gesagt, dass ich immer schon sehr frech war, was mir aber in meinem Leben nie geschadet, sondern eher weitergeholfen hat. Ich kann einfach nicht ruhig da sitzen und nichts tun, sondern muss immer auf und raus“.

Seit 1991 lebt sie zusammen mit ihrem Mann im eigenen Haus in Marsmeier am Quellenweg und genießt dort die Ruhe und Zurückgezogenheit. Ein Leben in der Großstadt könne sie sich nicht mehr vorstellen, sagt sie. Ihre Hobbies sind der große Garten, das Bergwandern, die Hausarbeit, Spazierengehen und Radfahren.

Im vergangenen Jahr erkrankte sie an einer Gehirnhautentzündung, musste mit dem Notarzt ins Krankenhaus gebracht werden und konnte sich nur denkbar knapp wieder davon erholen. „Seitdem muss ich so viele Termine wahrnehmen, dass für andere Sachen kaum mehr Zeit bleibt“, sagt die Jubilarin.

Den großen Garten können Philomenia und Rudolf Koller mittlerweile nicht mehr alleine instand halten, da sind sie auf Unterstützung angewiesen. „Aber sonst komme ich mit meinem Haushalt noch immer gut allein zurecht“ sagt sie ein wenig stolz. Lorenz Richterstetter

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