Warum in St. Wolfgang nach den Corona-Schließungen als erstes wieder Tennis gespielt wird

Corona-Re-Start beim TSV St. Wolfgang (von links): 2. Vorsitzender Thomas Linner, Vorsitzender Rudolf Müller-Brunnhuber, Abteilungschef Volleyball Heinz Westenberger, Hygienebeauftragter Michael Bachmaier, Bürgermeister Ullrich Gaigl, Abteilungsleiter Tennis Thomas Alters und Tennisjugendtrainer Alexander Loipfinger. Weingartner
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Corona-Re-Start beim TSV St. Wolfgang (von links): 2. Vorsitzender Thomas Linner, Vorsitzender Rudolf Müller-Brunnhuber, Abteilungschef Volleyball Heinz Westenberger, Hygienebeauftragter Michael Bachmaier, Bürgermeister Ullrich Gaigl, Abteilungsleiter Tennis Thomas Alters und Tennisjugendtrainer Alexander Loipfinger. Weingartner

Seit 11. Mai fliegen die Filzkugeln auch am Tennisplatz des TSV St. Wolfgang wieder. Und auch die Bälle bei den TSV-Beachvolleyballern und Fußballern sollen möglichst bald gespielt werden. Dass alle Regeln eingehalten werden, überwacht der vereinseigene „Hygiene-Sheriff“.

Von Hermann Weingartner

St. Wolfgang – Bürgermeister Ullrich Gaigl hat vorerst „grünes Licht“ für den Sportbetrieb auf derSt. Wolfganger Vereinssportanlage in Lappach gegeben. „Die Leute stehen alle voll im Saft und wollen los legen“, berichteten der TSV-Vorsitzende Rudolf Müller-Brunnhuber, Thomas Linner (Zweiter Vorsitzender), Thomas Alsters (Abteilungsleiter Tennis) und Heinz Westenberger (Volleyball). Beim TSV werden „wir grundsätzlich sehr ernsthaft mit der Situation umgehen, immer in enger Absprache mit den Abteilungen und Bürgermeister“. Gaigl habe den TSV „sehr unterstützt“ im Bemühen wieder sportliche Aktivitäten zu ermöglichen.

TSV St. Wolfgang hat einen Hygienebeauftrageten für die Corona-Auflagen

Die TSV-Führung werde auf die Einhaltung aller amtlichen Auflagen achten. Das soll der eigens geschaffene Hygienebeauftragte Michael Bachmaier überprüfen. „Wenn’s nicht klappt, fahren wir wieder zurück“, kündigte der Vorsitzende an.

Hoffnung auf einen kleinen Tennis-Boom

Als Einzelsport lasse sich Tennis relativ einfach händeln und sei daher die erste TSV-Abteilung, die reanimiert wurde vom Corona-Aus, schilderte Alsters. Die Tennisanlage wurde während der vergangenen zwei Wochen immer nur von einer Familie startklar gemacht vorerst für den Freizeitsport. Doppel oder Training gibt’s noch nicht. Das Hygienekonzept sei auf Hinweisschildern beschrieben. Es wurde unter anderem ein getrennter Eingang und Ausgang geschaffen. In einem Buch muss sich vor Ort jeder eintragen, um nachvollziehen zu können, wer da war. Umkleiden und Duschen bleiben gesperrt, die Toiletten im Vereinsheim sind nutzbar. Jetzt hofft Alters auf „viele neue Gesichter, weil andere Sportarten noch nicht dürfen“. Und noch heuer soll eine Tennis-Übungswand errichtet werden, kündigte Alters an.

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In Kleinstgruppen werden auch die Beachvolleyballer auf der eigenen Anlage bei der Grundschule starten, berichtete Abteilungschef Westenberger. Trainiert werde ohne Angriffsspiel am Netz. Auch bei den Fußballern soll der Ball bald wieder rollen, hofft Linner, „immer sehr auf Vorsicht bedacht“. Sechs Leute auf dem Halbfeld seien erlaubt. Mit drei Plätzen ist man beim „TSV relativ gut aufgestellt“. Denkbar seien etwa Flanken, Dribbeln oder Torschuss.

Kinder möchten nach Corona-Shutdown wieder sporteln

Auch die Jugend möchte raus, „die Kinder juckt’s, sie wollen auf den Platz“. Im Vorstand werde jetzt geprüft, wann’s los gehen kann, „aber wir wollen nix überstürzen und halten uns absolut an die Regeln“, versichert Linner.

Hygiene-Sheriff Bachmaier sagte, er werde das Geschehen kontrollieren und einfach schauen. „Wenn’s ned klappt, dann fahrn ma wieda zurück. Aber du muast des jetzt probieren“.

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Bürgermeister Gaigl freue sich über die Lockerungen und unterstütze die TSV-Verantwortlichen darin. Ihm sei „der Corona-Schutz sehr wichtig“, aber auch die soziale Komponente des Sport- und Vereinslebens „ist eben auch sehr wichtig. Dass ma z’amm kimmt, Spaß an der Freude hat und die Gemeinsamkeit wieda spürt“.

Unterstützung eine „Herzensangelegenheit"

Gaigl bezeichnete es als „Herzensangelegenheit“, den TSV zu unterstützen. Was Sport beim TSV im sozialen Bereich leiste für die Gemeinde, sei „nicht bezahlbar“. Er lobte die Schaffung eines Hygieneverantwortlichen, denn es brauche Ansprechpartner. Die Konzepte des TSV seien aktuell tragbar und verantwortbar.

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