Höhere Preise für saniertes Badria

Die Preise für das Badria steigen morgen, Sonntag, um 20 Prozent. Klingt drastisch, es sind aber je nach Tarif nur 70 Cent bis 1,90 Euro.

"Wir können auch nach der Erhöhung noch locker mit allen vergleichbaren Bädern mithalten", so Bürgermeister Michael Kölbl.

Wasserburg - Preiserhöhungen im Badria stehen im Stadtrat nicht auf der Liste der Lieblingsbeschäftigungen, "aber wir wussten, dass das nach der Generalsanierung auf uns zukommt und haben deswegen in den letzten Jahren Erhöhungen vertagt", so Kölbl in der jüngsten Sitzung. Der Bürgermeister hatte sich die Mühe gemacht, und die Preise aus dem Eröffnungsjahr des Badria, 1978, inflationsbereinigt umgerechnet. Siehe da: Sie waren in fast allen Tarifen höher, als jetzt nach der Erhöhung. Und damals gab es keinen Kinderbereich, keinen Wasserspielgarten, keinen Whirlpool, keine Rutschen und noch vieles andere nicht, wie Kölbl in Erinnerung rief.

Werkleiter Gerhard Selig erklärte, schauten sich seine Mitarbeiter und dann auch die Mitglieder des Werkausschusses detailliert an, wie viele Besucher welche Tarifgruppe nutzen und das wurde in die Tarife mit eingerechnet. Selig hatte die verschiedenen Tarife auf Stundenpreise heruntergebrochen und dies auch für Bäder der Umgebung getan. Selbst nach der ab morgen, Sonntag, gültigen Erhöhung liegt Wasserburg preislich zumeist unter den Konkurrenten.

Kürzesttarif kommt

Edith Stürmlinger (Bürgerforum) mahnte einen Tarif für Schwimmer an, die nur 30 oder 45 Minuten ihre Bahnen ziehen wollen und dann innerhalb einer guten Stunde wieder gehen. Der kommt, versicherte Selig, ist aber nicht ganz einfach umzusetzen. Bis Jahresmitte soll eine Lösung, vermutlich über die Rabattkarten, gefunden sein.

Christian Stadler (Die Grünen) attestierte Kölbl, die Preiserhöhung so gut verkauft zu haben, dass man sich angesichts des Badria-Defizits von deutlich über einer Million Euro pro Jahr frage, warum nicht gleich noch mehr erhöht worden sei. Er hielt die angenommenen Besucherzahlen für etwas optimistisch, wollte - um rechtzeitig eingreifen zu können - die Preise deswegen regelmäßig auf den Prüfstand gestellt wissen. Was laut Kölbl wohl geschehen wird.

Letztlich stimmte der Stadtrat für die von den Stadtwerken vorgeschlagenen Preiserhöhungen, nur Sophia Jokisch (Linke Liste) stimmte dagegen.

Die neuen Preise

Ab morgen, Sonntag, kostet der ganze Tag 10,90 Euro (ermäßigt: 6,90 Euro), vier Stunden kosten 7,90 Euro (fünf Euro), zwei Stunden 5,50 Euro (3,70 Euro). Der Abendtarif ist jetzt 5,50 Euro (3,70 Euro), Familien zahlen für fünf Stunden 21,20 Euro (weiteres Kind: 4,10 Euro) und für den ganzen Tag 30,50 Euro (5,70 Euro). Für Gruppen gibt es Sondertarife.

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