Hochries-Kreuz bei Bergmesse gesegnet

Bei der Bergmesse auf der Hochries feierten viele Wanderer und Trachtler das neue Gipfelkreuz, das in diesem Rahmen gesegnet wurde. Foto Nitzsche
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Bei der Bergmesse auf der Hochries feierten viele Wanderer und Trachtler das neue Gipfelkreuz, das in diesem Rahmen gesegnet wurde. Foto Nitzsche

Bergwanderer und Almleute feierten am Wochenende auf dem Gipfel der Hochries gemeinsam mit dem Trachtenverein Grainbach und der Sektion Rosenheim des Deutschen Alpenvereins die traditionelle Bergmesse. Diese beiden Vereine ersetzten heuer im Rahmen der Feier das Gipfelkreuz, an dem Wind und Wetter in den letzten 38 Jahren ihre Spuren hinterlassen hatten.

Samerberg - Sepp Wagner hat das Kreuz im Auftrag des Trachtenvereins Grainbach gefertigt. Das kupferne Kruzifix wurde nach Restaurierung an dem nach Süden ausgerichteten und aus Lärchenholz gezimmerten Kreuz wieder angebracht. Pfarrer Robert Baumgartner aus Rohrdorf gab dem Kreuz den christlichen Segen. Zusammen mit Diakon Günther Schmitzberger und Kaplan Johannes Kappauf aus Milbertshofen zelebrierte er auch die feierlich Bergmesse.

Die Fürbitten wurden von Irmgard Wörndl und Michael Bauer vorgetragen. Die musikalische Umrahmung gestalteten die Samer Sänger unter Leitung von Gabi Reiserer und Hans Wiesholzer sowie die Bläsergruppe "de Jungen Samer".

Nach dem gemeinsam unter wolkigem Himmel gesungenen "Großer Gott, wir loben Dich" feierten die vielen Wanderer und Trachtler an diesem Tag noch in der Hochrieshütte bei den Wirtsleuten Elke und Florian Robl mit zünftiger Musi. Über die gelungene Veranstaltung freuten sich auch die beiden Vorstände Fred Wiesholzer (Trachtenverein Grainbach) und Franz Knarr (DAV).

Lange bevor auf der Hochries ein Gipfelkreuz stand, haben die Mitglieder der 1877 gegründeten Alpenvereinssektion Rosenheim schon 1892 ein Fremdenbuchkästchen aufgestellt. Am 30. Juli dieses Jahres ging es damals zu Fuß durch die prächtigen Buchenwälder von Brannenburg über Kirchwald an der stillen Einsiedelei vorbei zum Duftbäu, wo die Mitglieder mit Sektionsvorstand Dr. Julius Mayr an der Spitze übernachteten. Am nächsten Morgen wanderten sie dann bei reinem Himmel zum Feuchteck und hinüber zum Gipfel der Hochries wo begleitet von Musik das Fremdenbuchkästchen aufgestellt wurde - so ist es dem Sektionsarchiv zu entnehmen.

1909 war es dann der Trachtenverein "Hochries" Samerberg, der dem Antrag des damaligen Schriftführers Josef Sollinger, auf der Spitze der Hochries ein Kreuz aufzustellen, stattgegeben hatte. Diese Idee wurde vom Vorsitzenden Sebastian Bauer, Kassier Wolfgang Gsinn und weiteren Ausschussmitgliedern unterstützt. Hauptsächlich durch Spenden und Bemühungen der Mitglieder wurde das erste Gipfelkreuz vor 106 Jahren am 26. September 1909 an seinem Bestimmungsort auf der Hochries errichtet - so steht es im Protokollbuch des Trachtenvereins. Eine Urkunde dokumentiert dieses Ereignis.

Im Laufe der mehr als Hundert Jahre musste das Kreuz mehrmals erneuert werden - letztmals 1977 zum 100. Jubiläum der Sektion Rosenheim - damals von Zimmermeister Hans Sattelberger gefertigt.

Und in eben dieser Tradition steht nun das neue von Sepp Wagner gefertigte Gipfelkreuz auf dem Rosenheimer Hausberg und trotzt auf einer Höhe von 1569 Metern über dem Meer Wind und Wetter - über ihm nur der Himmel. nit

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