Hobbyschatzsucher gefährden Bodendenkmäler

Wasserburg – Auf der Suche nach alten Schätzen machen immer mehr Bürger die Wasserburger Umgebung unsicher.

So lautete eine Topnachricht in der Wasserburger Zeitung vor 25 Jahren:

Wasserburg – Schon lange sind die Zeiten vorbei, als Hobbyschatzsucher einfach losziehen konnten, um verborgene Dinge aus der Erde in ihre Wohnzimmer zu befördern. Aber nur wenige halten sich an die notwendigen Formalitäten – vielmehr ist die Zahl derer, die sich mit elektronischen Spürgeräten auf die Suche begeben, sprunghaft angestiegen. Solang die Detektoren nur Metallgegenstände orten, die sich im Oberflächenbereich befinden, halten sich die Schäden in Grenzen, weil keine intakten archäologischen Befundschichten gestört werden. Mittlerweile ist jedoch durch eine neue Gerätegeneration auch unter der Humusdecke nichts mehr niet- und nagelfest. Besonders bedauert der im Landkreis Rosenheim für diesen Bereich zuständige Heimatpfleger Ferdinand Steffan, dass dadurch Bodendenkmäler oftmals für immer verloren gehen. Wer allerdings dennoch auf Schatzsuche gehen will, muss einige Grundregeln beachten. Für die Geländearbeit mit der Sonde benötigt man die private Erlaubnis des Grundbesitzers, auch das Landratsamt muss seine Zustimmung erteilen. Ist ein Fund gemacht worden, muss er gemeldet werden. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege erhält hierfür einen kostenlosen Gutachten- und Beraterdienst.

Luftkissen-Bett fürdas Krankenhaus

„Man wünscht sich zwar nicht, im Krankenbett liegen zu müssen, aber wenn, wäre es schön, wenn es sich um ein modernes handelt“, begründete der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Wasserburg, Josef Forster, die Spende eines hochmodernen Luftkissen-Krankenbettes im Wert von 17 000 Mark an das Kreiskrankenhaus Wasserburg. Diese Art von Betten wird vor allem in der Intensivmedizin eingesetzt.

Es ist mit einer vollautomatisch gesteuerten Luftkissenauflage ausgestattet, bei der alle sieben Minuten jeweils drei Kammern auf- und wieder abgepumpt werden. Damit wird einerseits ein Wundliegen vermieden, andererseits der Körper der meist risikogefährdeten Patienten massiert und die Durchblutung angeregt. Das Pflegepersonal wüsste die hochmoderne Technik ebenfalls zu schätzen, versicherte Verwaltungsleiter Manfred Kremb, ihm bliebe bei diesem Bett das oft mühsame Umbetten erspart.

Weitere Meldungen in der Woche vom 6. bis zum 12. April 1995:

Berlin – Einen Tag vor Ende des Weltklimagipfels in Berlin ist ein Scheitern abgewendet worden: Nach zehntägigem Streit einigten sich die Delegierten aus 160 Staaten darauf, bis 1997 ein Abkommen über verschärfte Maßnahmen gegen die drohende Klimakatastrophe auszuhandeln.

Peking – Die Einwohner von Peking erleben nach vier Jahren der Dürre die schlimmste Wasserknappheit seit Jahrzehnten.

Betriebsklima verbessert sich

Köln – Das Betriebsklima in deutschen Unternehmen hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Bei einer Umfrage des Infas-Institutes bewerteten drei Viertel der Befragten die Stimmung am Arbeitsplatz als gut bis sehr gut. Lediglich fünf Prozent fühlten sich in ihrer Firma gar nicht wohl. Rund 15 Prozent meinten, das Betriebsklima sei gerade noch erträglich. 1992 hatte eine ähnliche Umfrage noch deutlich schlechtere Werte ergeben.

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