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TAG DES OFFENEN DENKMALS

Historie zwischen Schein und Sein ist Themenschwerpunkt in Wasserburg

Dem Geheimnis der Häuserzeilen auf der Spur ist unter anderem Stadtarchivar Mattthias Haupt.
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Dem Geheimnis der Häuserzeilen auf der Spur ist unter anderem Stadtarchivar Mattthias Haupt.

Die Stadt Wasserburg beteiligt sich auch heuer am „Tag des offenen Denkmals“ (12. September). Das Motto „Sein & Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“. Wasserburg ist Illusionen, Täuschungen, aber auch echten Originalen auf der Spur.

Wasserburg – Die Besucher treten am 12. September durch sonst verschlossene Türen, blicken Restauratoren über die Schulter und sprechen mit Fachleuten.

Erstmals digitale Führungen

Dieses Mal dreht sich alles um das Thema „Sein & Schein“ in Architektur, bildender Kunst, Handwerk und Denkmalpflege. Neu ist das Angebot an digitalen Führungen, die online abgerufen werden können, sowie, wie berichtet, ein Fotowettbewerb, der dazu einlädt, schon vorab die Stadt in den Blick zu nehmen. Motto auch hier: „Schein und Sein“.

Blendfassaden und historisierende Fresken

Die Frage nach dem Scheinbaren in Architektur und Kunst ist nicht neu. Historisierende Fresken, Blendfassaden, Quaderputz oder andere illusionistische Techniken sind keine Erfindung der Neuzeit. Sie offenzulegen und zu erläutern, ist genauso Aufgabe des „Tags des offenen Denkmals“ wie die Vorstellung unscheinbarer Denkmäler und die Darlegung, dass Denkmalpflege Substanzerhaltung bedeutet, die mehr ist als pure Fassadenerhaltung und Rekonstruktion. So lädt beispielsweise die Museumsmitarbeiterin Lena Hauser zu einer besonderen Führung durch das Museumsgebäude in der Herrengasse 15 ein, bei der es um die Bau- und Nutzungsgeschichte des spätmittelalterlichen Hauses geht. Doch auch die Museumsschätze werden beleuchtet: In einer digitalen, aufgezeichneten Führung zeigt die Kunsthistorikerin, wo bei manchen Stücken aus der Möbelsammlung der Schein trügt. Zu den Instandsetzungsarbeiten der ehemaligen Leprosenhauskirche St. Achatz wird es ebenfalls eine Videoführung geben.

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Darin erklärt der Architekt Udo Rieger, wie der Kirche wiederhergestellt wird. Als weiteren Fachmann konnte der beteiligte Restaurator Sven Oehmig gewonnen werden, der am Tag des offenen Denkmals selbst vor Ort über die Baustelle führen wird. Darüber hinaus können Interessierte an der Stadtmauer am Friedhofsportal von Stadtbaumeisterin Mechthild Herrmann sowie an der Pfarrkirche St. Jakob durch Stadtpfarrer Bruno Bibinger – unterstützt durch Experten von den Baustellen – Einblicke in die neusten Fortschritte der Instandsetzungsarbeiten und die angewandten Methoden erhalten. Über die baulichen Veränderungen am Getreidekasten auf der Burg informiert Kreisheimatpflegerin Magdalena März.

Anmeldung über Homepage

Spannendes kann Ingrid Unger, Mitarbeiterin des städtischen Museums, in ihrer Führung über die künstlerische Ausgestaltung des Rathaussaales erzählen. Gibt es hier vielleicht sogar mehr Schein als Sein? Auch Stadtarchivar Matthias Haupt wird Teilnehmende seiner Führung „enttäuschen“ und zeigen, was wirklich hinter den bunten Fassadenbemalungen von drei berühmten Wasserburger Gebäuden steckt. Die Teilnehmerzahl für die einzelnen Führungen ist aus Gründen des Infektionsschutzes begrenzt, eine Anmeldung über die Homepages des Museums ist daher bis zum 10. September um 13 Uhr erforderlich.

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Das Museum sowie die Sammlung „Wasserburg aus fünf Jahrhunderten“ im Brucktor sind geöffnet und eine Stadtrallye lädt die Jüngsten zum Erkunden ein.

Fotowettbewerb: Wasserburg aus einem anderen Blickwinkel

Das diesjährige Motto des Tags des offenen Denkmals, „Sein & Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“, bietet die Möglichkeit, die Stadt Wasserburg aus neuen Blickwinkeln zu sehen. Unscheinbare Bauten, Blendwerk, Doppelbödiges und Hintergründiges genauso wie der Blick hinter die Fassade oder deren Nahtstellen? Nur einige Anregungen, das Motto visuell einzufangen. Den Perspektiven und Ideen sind dabei keine Grenzen gesetzt. Der Wettbewerb geht dem eigentlichen Tag des offenen Denkmals voraus und lädt ein, das Motto individuell zu bearbeiten und sich intensiv mit der Stadt und ihrer Bausubstanz auseinander zu setzten.

Für die Jury konnten gewonnen werden: Werner Gartner, Zweiter Bürgermeister der Stadt Wasserburg, Magdalena März, Kreisheimatpflegerin für den Landkreis Rosenheim-Nord, Lena Hauser –Kunsthistorikerin und wissenschaftliche Volontärin im Museum Wasserburg.

Preise für die Sieger

Mit einem guten Auge und ein wenig Glück winken den Teilnehmer folgende Preise: 1. Platz: Exklusive Führung auf den Stadtturm für bis zu sechs Personen am 22. Oktober,, 2. Platz: 3-Gänge-Menü für Zwei im Restaurant Herrenhaus, 3. Platz: Frühstück deluxe für Zwei im Café Schranne, 4. Platz: 2 x 4 Stunden Eintritt Bad & Sauna im Badria, 5. Platz: 2 x 4 Stunden Eintritt Bad im Badria.

Bis zum 19. September 2021 können Fotos an fotowettbewerb(@)wasserburg.de geschickt werden. Die Ermittlung der besten Einsendungen erfolgt in der Woche vom 20. September. Die Gewinner oder die Gewinnerinnen werden per E-Mail informiert.

Die prämierten Fotos werden vom 1. bis 17. Oktober im Rathaus Wasserburg ausgestellt. Alle Informationen und Details zu den einzelnen Veranstaltungen, zu deren Anmeldung sowie den aktuellen Bestimmungen zum Infektionsschutz und den Teilnahmebedingungen für den Fotowettbewerb sind nun unter www.wasserburg.de/museum/tagdesoffenendenkmals zu finden.re

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