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Hilfe für die Helfer im Wasserburger Land

Ein Stethoskop für den Sparkassenchef Peter Schwertberger (links) und Bürgermeister Michael Kölbl (Zweiter von links) überreichten Nico Hanny, Veronika Igl (Zweite von rechts) und Magdalena Löfflad vom Teddybärenkrankenhaus an der Romed-Klinik Wasserburg. sparkasse

Sie kümmern sich um Menschen in Not, schließen Löcher im sozialen Netz, helfen unbürokratisch – mit Rat und Tat, meist still und leise: 22 Vereine aus Wasserburg sowie den Landkreisen Rosenheim, Mühldorf und Erding haben für dieses Engagement eine Unterstützung der Sparkassen-Sozialstiftung erhalten.

Wasserburg –33 000 Euro wurden heuer ausgeschüttet – Summen zwischen 500 und 5500 Euro überreichten Peter Schwertberger, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, und die Vertreter ihrer Eigentümer, Bürgermeister Michael Kölbl für die Stadt Wasserburg, stellvertretender Landrat Josef Huber (Landkreis Rosenheim), Landrat Georg Huber (Landkreis Mühldorf) sowie Jakob Schwimmer, stellvertretender Landrat des Landkreises Erding).

„Das Soziale ist der Kit unserer Gesellschaft.“

Gute Laune herrschte bei der Feierstunde im Sparkassenhaus auch bei den Festrednern. Stellvertretender Landrat Huber unterhielt die Gäste mit Anspielungen auf die Gebietsreform, in deren Folge der Altlandkreis Wasserburg einige Kommunen an Mühldorf „abgeben“ musste. Das liebevolle Geplänkel mit den Kollegen aus Wasserburg, Mühldorf und Erding lockerte den Abend auf – ebenso wie der erste Auftritt des Sparkassen-Orchesters. Die Feier widmete sich eigentlich sehr ernsten Themen, denn die mit Förderungen bedachten Vereine und Organisationen kümmern sich um Menschen, die Hilfe benötigen. Das ist trotz eines guten Sozialsystems so wichtig wie selten zuvor, „denn wir driften immer mehr auseinander“, stellte Bürgermeister Michael Kölbl fest. „Das Soziale ist der Kit unserer Gesellschaft“, ist er überzeugt. Wichtig sei es deshalb, diesen Kit zu stärken. Das geht nach Meinung des stellvertretenden Landrats Huber nur, wenn die finanziellen Möglichkeiten geschaffen werden. „Auch das Geldverdienen ist wichtig, um gute Dinge tun zu können“, ist er überzeugt. Deshalb bedarf es nach seiner Erfahrung eines Dreiklangs von Ökonomie, Ökologie und Sozialem. Und starker Banken wie der Sparkasse Wasserburg, die mit einer eigenen Sozialstiftung Gutes tun kann.

Förderung als Möglichkeit, Danke zu sagen

„Ehrenamt ist unbezahlbar“, findet Bürgermeister Kölbl. Deshalb verstehen die Vertreter der Stadt Wasserburg sowie der Landkreise Rosenheim Mühldorf und Erding die Übergabe der Fördermittel auch als Möglichkeit, den Helfern Danke zu sagen.

Vier Vereine berichten, was ihnen die Spende der Sparkassenstiftung bedeutet:

Die Teddybärenklinik

Seit der Gründung im Jahr 2017 haben die Vereinsmitglieder 1390 Kindern die Angst vor dem Krankenhaus genommen – ein Ehrenamt, das nach Angaben von Medizinstudent Nico Hanny ohne finanzielle Unterstützung nicht stattfinden könnte. Denn die Kuscheltier-Klinik benötigt Geld für Ausstattungen – etwa für die Anschaffung eines Organteddys, der Kindern das Innere des Körpers spielerisch vermittelt.

Die MS-Gruppe

Seit 35 Jahren kümmert sich die Selbsthilfegruppe in Wasserburg um Menschen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind. „Eine heimtückische Krankheit“, wie Gruppenleiter Uwe Schröder betont. Gemeinsam mit Hildegard Stecher hilft er Patienten im Endstadium, viele von ihnen wohnen im Caritasheim in Schonstett. Die MS-Gruppe benötigt finanzielle Hilfe, um Referenten bezahlen und Treffen sowie Ausflüge finanzieren zu können. Geholfen wird auch ganz praktisch: Unter anderem haben Betreuer Tischbeine erhöht, damit Rollstühle heranfahren können. Außerdem gibt es für MS-Kranke Zuschüsse – etwa für einen Bettlift mit besonderer Technik, die von Kostenträgern nicht finanziert wird.

Der Klinikförderverein

Der schöne Patientengarten in Haag ´trägt die Handschrift des Vereins, der hier nach Angaben von Christa Heindl viele Extra-Einrichtungen möglich gemacht hat. Aktueller Traum: eine Cafeteria als Begegnungsstätte. „Das Haager Krankenhaus ist zu über 100 Prozent belegt“, unterstrich Christa Heindl die Bedeutung – vor allem für die älter werdende Bevölkerung. Der Verein mit seinen 400 Mitgliedern sieht in der Spende der Sozialstiftung der Sparkasse auch „eine öffentliche Anerkennung“ seiner Arbeit.

Das Asylpatenprojekt

Anfangs war die Unterstützung für die Arbeit groß, berichtete Monika Rieger vom Asylpatenprojekt der evangelischen Kirchengemeinde Wasserburg. Doch die Bereitschaft, sich einzusetzen, habe doch deutlich nachgelassen. Dabei sei die Arbeit nach wie vor sehr wichtig: Schließlich gehe es jetzt darum, die Neubürger in die Stadtgesellschaft zu integrieren: durch Ausbildung, Arbeit, Wohnung. Die Spende der Sozialstiftung kommt der Arbeit der 40 Paten zugute, die sich um die Asylsuchenden und anerkannten Asylanten kümmern. Unter anderem wird die Spende für Fahrtkosten der Ehrenamtlichen verwendet.

Diese Vereine und Gruppen wurden bedacht

• MS-Gruppe Wasserburg

• Kindergarten St. Konrad/St. Jakob

• Wasserburger Tafel

• Awo-Jugendzentrum Innsekt

• BRK Wasserburg (Fahrzeuge für Ehrenamtliche)

• Hilfe für rumänische Waisenkinder

Internationaler Bund: Wohnheim Wasserburg

• Kinderschutzbund Rosenheim für Mehrgenerationenhaus Wasserburg

• ABM Orchester der Stiftung Attl

Katholische Jugendfürsorge (Familienberatung)

• Teddybärenkrankenhaus Romed-Klinik Wasserburg

• Evangelische KIrchengemeinde (Asylpaten)

• Bayerische Gesellschaft für psychische Gesundheit

• Bürgerbahnhof der Stadt Wasserburg

• Heilig-Geist-Spital-Stiftung Wasserburg

• Altenheim Maria Stern auf der Burg

• Rosenheimer Aktion für das Leben

Donum Vitae

• Junge MS-Gruppe Wasserburg

• Mittelschule Wasserburg (Ganztagsorientierung)

• Verein zur Förderung der Klinik Haag

• Schützenverein Frohsinn Schönbrunn.

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