In 36 Jahren im Albachinger Gemeinderat hat Helmut Maier sein größtes Ziel erreicht

Helmut Maier bei sich zu Hause, denn auch dort gab es Dinge für die Gemeinderatssitzungen vorzubereiten. I. Günster
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Helmut Maier bei sich zu Hause, denn auch dort gab es Dinge für die Gemeinderatssitzungen vorzubereiten. I. Günster

Albaching – In der Albachinger Kommunalpolitik kennt ihn jeder: Helmut Maier war 36 Jahre Gemeinderat. Dieses Amt legte er nun nieder, will sich aber weiterhinin anderen Bereichen des Gemeindelebens ehrenamtlich engagieren. Wir haben mit ihm über sein Amt gesprochen.

Wie lange waren Sie im Gemeinderat?

Helmut Maier: „Ich war insgesamt 36 Jahre Gemeinderat, davon zehn Jahre bei der Einheitsgemeinde Pfaffing und 26 Jahre bei der Gemeinde Albaching, seit der Wiederverselbstständigung 1994.“

Warum sind Sie in den Gemeinderat gegangen?

Maier: „Ich hatte schon in meiner Jugendzeit Interesse am gemeindlichen Leben, vor allem im sportlichen Bereich. Mein Traum war schon immer die Schaffung eines Sportzentrums. Und für eine reale Verwirklichung wäre sicher eine Tätigkeit im Gemeinderat von Vorteil. Und natürlich die Wiederverselbstständigung der Gemeinde.“

Haben Sie von sich aus aufgehört, oder hätten Sie gerne weiter gemacht?

Maier: „Ich habe von mir aus die Gemeinderatstätigkeit aufgehört, in erster Linie aus Altersgründen. Bei einer weiteren Periode wäre ich am Ende 80 Jahre, und das wäre doch des Guten zu viel. Das schließt aber nicht aus, dass man außerhalb des Gemeinderates etwas Ehrenamtliches macht.“

Wofür haben Sie sich eingesetzt, was war Ihnen wichtig?

Maier: „Ich habe mich besonders für die Verwirklichung des Sportzentrums eingesetzt und bei der Erreichung der gemeindlichen Selbstständigkeit mitgewirkt. Außerdem galt mein Einsatz der Schaffung von Geh- und Wanderwegen, sowie Hilfen für die Seniorinnen und Senioren. Zuletzt habe ich mich noch für die kostenlose Benutzung des Rufbusses eingesetzt.“

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Welche Erfolge konnten Sie erreichen?

Maier: „Das Ziel des Sportzentrums mit einem vereinseigenen Sportheim wurde verwirklicht. Ich war ja von 1985 bis 2002 zugleich erster Vorstand des Sportvereins Albaching. Und die Wiederverselbstständigung der Gemeinde. Den Hauptteil daran hatte natürlich der damalige Bürgerverein. Aber ohne die Überzeugungsarbeit im damaligen Pfaffinger Gemeinderat wäre dies nicht möglich gewesen. Es musste ja für ein erfolgreiches Vorgehen ein positiver Gemeinderatsbeschluss her. Außerdem die Herausgabe eines Wanderführers und eines Wegweisers für die Seniorinnen und Senioren.“

Welche Misserfolge mussten Sie hinnehmen?

Maier: „An echte Misserfolge kann ich mich eigentlich nicht erinnern. Auch wenn manches Vorhaben doch recht lange gedauert hat.“

Hat Ihnen das Amt Freude gemacht?

Maier: „Mir hat die Gemeinderatstätigkeit viel Freude bereitet. Manchmal frage ich mich, wo die Zeit hingekommen ist.“

War es anstrengend?

Maier: „Anstrengend war es eigentlich nur, wenn sich die Wortmeldungen im Gemeinderat ‚im Kreise drehten‘ und erst kurz vor Mitternacht endeten.“

Was hat sich verändert in der Zeit im Umgang innerhalb des Rates und bezüglich der Formalien?

Maier: „Es hat sich innerhalb des Gemeinderates ein ‚Gutes Miteinander‘ entwickelt. Denn vor allem wollte man ja gemeinschaftlich Albaching „vorwärts bringen“ und zu einer lebenswerten Gemeinde machen.“

Interview: Irmi Günster

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