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Haager „Urgestein“ feiert 90. Geburtstag

Heinz Prieller sauste als Kind mit dem Schlitten von der Sprungschanze – nun wurde er 90 Jahre

In seiner Jugend war Heinz Prieller für wagemutige, sportliche Aktionen bekannt. In diesen Tagen feierte er seinen 90. Geburtstag.
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In seiner Jugend war Heinz Prieller für wagemutige, sportliche Aktionen bekannt. In diesen Tagen feierte er seinen 90. Geburtstag.
  • VonLudwig Meindl
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Der Haager Heinz Prieller genießt im hohen Alter vor allem die Fürsorge seiner Familie und seinen Hakelstecken in greifbarer Nähe. Sein 90. Geburtstag ist eine gute Gelegenheit, an seine sportlichen Aktivitäten zu erinnern und seine Zeit als Schriftsetzer und Maschinensetzer beim „Haager Boten“.

Haag – Ein Haager „Urgestein“ feierte Jubiläum: Heinz Prieller wurde 90 Jahre alt. Neben Freunde, Bekannten und der Familie fanden sich Zweiter Bürgermeister Stefan Högenauer und Anne Högenauer bei dem Jubilar ein, um im Namen der Marktgemeinde und des Pfarrverbandes offiziell zu gratulieren.

Als Siebenjähriger mit dem Schlitten von Sprungschanze gesaust

Abgesehen von kleineren Wehwehchen, die das Alter als Tribut fordert, freut sich der rüstige Rentner in seinem Haus an der Hofgartenstraße guter Gesundheit. Mit Stolz verweist er auf seine Frau Ida und seine Tochter Gabriele, die sich „mit großer Fürsorge“ um seine Bedürfnisse kümmern.

„Solche Personen braucht man mit 90 Jahren“, betont Heinz Prieller und fügt schmunzelnd hinzu: „… und einen Hakelstecken.“

Im Rückblick erinnert sich der Jubilar gerne an seine sportlichen Erfolge in der Jugend und an die Tatsache, dass er als „letzter Drucker“ des „Haager Boten“ gilt. Er wurde beim „Klinger“ in Amerang in der Pfarrei Wang geboren und kam 1935 durch den Umzug der Eltern nach Haag. Sie hatten sich hier ein Eigenheim geschaffen. Seit dem vierten Lebensjahr ist Heinz Prieller also Haager und somit 86 Jahre lang am Ort.

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Hier machte er sich bereits früh einen Namen: Schon mit sieben Jahren wurde er sportlich aktiv, als er von der großen Sprungschanze am Königssee in Rosenberg mit dem Schlitten herunterfuhr und für Gesprächsstoff sorgte.

Als 15-Jähriger nahm er am Skitag des Landkreises Wasserburg in Zellerreit teil und siegte bei der Jugend im Skisprunglauf.

Im selben Jahr war er als Leichtathlet am kleinen Sportplatz am Haager Bergkopf erfolgreich und stellte im Weitsprung einen Rekord in seiner Klasse mit sechs Metern auf. Beim Schlossbergturnfest in Waldkraiburg gewann er drei Jahre später in Weitsprung und Dreikampf und wurde in die Inn-Salzach-Auswahl berufen. Seine große Liebe aber galt dem Fußball. Bis 1963 spielte er in der ersten Haager Mannschaft.

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1964 hatte Heinz Prieller die Wirtstochter Ida Hundschell aus Annabrunn in der dortigen Wallfahrtskirche geheiratet. Aus der Ehe ging eine Tochter hervor. 1947 hatte er als Lehrling in der Druckerei Lehner in Haag angefangen, wo er dann als Schriftsetzer und Maschinensetzer tätig war. Den „Haager Boten“ druckte er bis 1951, als ihn dann die „Wasserburger Zeitung“ und somit das „OVB“ übernahm.

Heinz Prieller war nach Übernahme durch Czap 1978 noch bis in das Rentenalter 1992 beschäftigt. Et-was ungemütlicher, so der Jubilar im Rückblick, war es noch zur Lehrzeit gewesen. An gewissen Tagen holte man ihn von der Berufsschule ab, und dann musste er nachts die Zeitung drucken.

Die nächste Runde Skat mit Freunden kann kommen

Im Rentnerdasein engagierte der begeisterte Sportler sich zehn Jahre lang beim Haager Tennisklub als Platzwart.

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Zu seinem liebsten Hobby zählt heute der monatliche Skatabend in Haag und Reitmehring. Erst kürzlich musste er eine unfreiwillige Skatpause einlegen. In der letzten Meisterrunde hatte er einen vorderen Rang belegt. Sein Entschluss steht fest: „Zum nächsten Spielabend tret‘ ich wieder an.“

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