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Ausstellungseröffnung

Heimatmuseum Obing zeigt „Handel und Handwerk im Wandel“

Aus der Rechenmacherwerkstatt: Ein hölzerner Kinderwagen von Irmi Stadler.
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Aus der Rechenmacherwerkstatt: Ein hölzerner Kinderwagen von Irmi Stadler.
  • VonInge Graichen
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300 Handels- und Handwerksbetriebe in Obing in den letzten 100 Jahren – die Ausstellung „Handel und Handwerk im Wandel“ im Heimatmuseum dokumentiert die Bedeutung der Lage Obings als Knotenpunkt mehrerer Handelswege durch das südöstliche Bayern.

Obing – Zweite Bürgermeisterin Fanni Mayer fordert bei der Ausstellungseröffnung die Gäste auch zu einer Gedenkminute für den kürzlich verstorbenen Obinger Altbürgermeister und Ehrenbürger Walter Mayer auf, der in seiner Tätigkeit als Heimatforscher einen Schwerpunkt auf die Geschichte der Wege in der Region gelegt und einen großen Beitrag zur Einordnung der Bedeutung dieser Wege für die wirtschaftliche und gesellschaftlich Entwicklung der Region geleistet hatte.

Hier sah Fanni Mayer auch einen Zusammenhang zur Dauerausstellung im Heimatmuseum, in der die Darstellung der Weggeschichte im „Obinggau“ einen herausragenden Platz einnimmt.

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Das Wetter spielte mit, sodass sich die Akteure zur Ausstellungseröffnung vor dem Heimatmuseum Obing gut mit corona-konformem Abstand treffen konnten: (von links) Ludwig Bürger (Heimatfreunde Obing), Sebastian Graßl (Gewerbeverein Obing), Richard Egner und Christoph Kronast (Heimatfreunde), Zweite Bürgermeisterin Fanni Mayer, Michaela Firmkäs und Christian Poitsch (Museumsnetzwerke Rosenheim und Chiemgau).

Auch Sebastian Graßl, der Vorsitzende des Gewerbevereins Obing, stellte heraus, dass Handel und Handwerk den Charakter des Ortes Obing prägen.

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Über 300 Betriebe, die sich im Verlauf der letzten 100 Jahre in Obing angesiedelt hatten, wurden von den Heimatfreunden Obing für die Ausstellung erfasst. In einem dafür reservierten Museumsraum werden nun Bilder, Gegenstände, Werkzeuge und Werbebroschüren in erster Linie von älteren Betrieben, die nicht mehr existieren, gezeigt.

Denn viele der Betriebe sind verschwunden, wenn auch so manche die Zeit überstanden haben und viele neu hinzugekommen sind. So war es Heimatfreunde-Schriftführer und Ausstellungsinitiator Ludwig Bürger auch wichtig, die Unterstützung des Gewerbevereinsvorsitzenden Sebastian Graßl zu gewinnen. So kann die Ausstellung nicht nur die Geschichet, sondern gleichzeitig auch die vielfältige Landschaft von Handel, Handwerk und Gastronomie im Obing der Gegenwart präsentieren.

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Die Betriebe sind nach Kategorien wie beispielsweise Lebensmittel, Bekleidung oder Gaststätten zusammengefasst und in einer Übersicht aufgelistet, aus der zu entnehmen ist, ob ein älterer Betrieb inzwischen aufgehört hat oder noch weiter besteht, beziehungsweise in den letzten Jahren neu dazugekommen ist. Als informative und unterhaltsame Dreingabe für die Besucher wird ein alter Film aus der ehemaligen Sattlerei Sailer gezeigt.

Ein altes Geschäftsschild perfekt in die Ausstellung „Handel und Handwerk im Wandel“ integriert.

Teil des Projektes „Goldene Jahre?!“

Die Ausstellung „Handel und Handwerk im Wandel“ ist Teil des Projektes der Museumsnetzwerke Chiemgau und Rosenheim „Goldene Jahre?!“, das ursprünglich für die auf Herrenchiemsee geplante, nun aber nach Regensburg verschobene Landesausstellung 2021 „Götterdämmerung II“ als Rahmenprogramm gedacht war. Nun sind die „Goldenen Jahre!?“ als eigenständiges Veranstaltungsprogramm der beiden Museumsnetzwerke konzipiert. Daher war auch Projektleiterin Michaela Firmkäs zusammen mit Christian Poitsch als Vertreter der Museumsnetzwerke zur Ausstellungseröffnung nach Obing gekommen.

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Firmkäs würdigte den gehaltvollen Obinger Beitrag zum Gesamtprojekt und betonte den besonderen Charakter der Veranstaltungsreihe, die sich über zwei Landkreise erstrecke und das Ergebnis einer fruchtbaren regions- und landkreisübergreifenden Kooperation sei.

Ausstellung dauert bis 2. November

Das Heimatmuseum Obing ist dienstags von 14 bis 17 Uhr und jeden zweiten Sonntag im Monat jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Die Ausstellung „Handel und Handwerk im Wandel“ ist dort bis 2. November zu sehen. Eventuelle Änderungen werden auf der Homepage des Heimatmuseums Obing bekannt gegeben.

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