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Weiteres "Predigttheater"-Buch von Thaddäus Jakubowski

Ein heiliger Schmarren

Schon seit vielen Jahren benutzt Thaddäus Jakubowski auch den Esel und das blaue Schwein als Protagonisten seiner Theaterpredigten. Hier ist es gerade zum "Wildschwein" geworden, um Demut zu üben.
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Schon seit vielen Jahren benutzt Thaddäus Jakubowski auch den Esel und das blaue Schwein als Protagonisten seiner Theaterpredigten. Hier ist es gerade zum "Wildschwein" geworden, um Demut zu üben.

Wasserburg - Alle zwei Jahre setzt sich Pfarrer Thaddäus Josef Jakubowski an den Computer. Das ist sicher nicht die Lieblingstätigkeit des katholischen Seelsorgers im Inn-Salzach-Klinikum in Gabersee. Der spricht viel lieber mit den Menschen im Krankenhaus und drumherum und spielt vor allem gern Theater: "Predigttheater" nennt er seine Form der Verkündigung. Dabei geht es ihm darum, Gott und Glauben herunterzuholen aus verklärten Sphären, ihn in seinen Gottesdiensten zu einem Gott zum Anfassen zu machen. Dafür stellt er in der Kirche St. Raphael allerhand an, was die Flexibilität "normaler" Gottesdienstbesucher durchaus fordert, seine Gemeinde aber seit vielen Jahren zu schätzen weiß.

Wenn er sich dann wieder einmal an den PC setzt, kommt eine neue Sammlung dieser Predigten aus zwei Jahren heraus, mit Bildern, den Texten und dem Hinweis auf die jeweiligen Schriftstellen, die er dabei unkonventionell interpretiert. Diesmal ist es ein Buch mit fast 250 Seiten geworden: "Ein heiliger Schmarren".

Dieser Titel bezieht sich auf eine Weihnachtspredigt, in der es einem "gefühlten" Christkind gar nicht so einfach gemacht wird, Mutter und Vater das "Heilige" der eigenen Familie zu vermitteln.

Die Sichtweise des 59-jährigen Priesters vermittelt auch der folgende Text gut, der sich auf Matthäus 9, 9-13, bezieht:

"Anders gesagt.

Ich brauche jetzt meinen Lippenstift. (Der Prediger kramt in der Damentasche, die er am Arm trägt. Er findet den Lippenstift. Später nimmt er daraus noch die anderen Sachen.) Da ist er! - Jetzt schminke ich mir die Lippen. Und jetzt..., jetzt trage ich mir etwas Rouge auf. Und jetzt..., jetzt trage ich mir einen blauen Lidschaftten auf. So! - Und jetzt ..., jetzt die Ohrklipse... jetzt etwas Parfüm... und jetzt das Haar auflösen...So!

Ich weiß nicht, was ihr euch jetzt denkt. Aber ich kann es mir schon denken... Es ist jedenfalls so: Ich bin jetzt ziemlich anders. Nun, Jesus kam oft mit Menschen zusammen, die ziemlich anders waren. Die Pharisäer nahmen daran Anstoß. Sie hatten für solche Menschen nur einen Namen: Sünder. Jesus kam aber mit diesen Menschen zusammen. Er drückte ihnen die Hand. Ihr könnt es jetzt auch tun: Ihr könnt jetzt, als Jesus, zu mir kommen und mir die Hand drücken. ...

Jesus, das ist kein Amt, keine Behörde. Jesus ist ganz anders. Anders gesagt: Was anders ist, das gehört zusammen. Amen"

Thaddäus J. Jakubowski, "Ein heiliger Schmarren", Selbstverlag, ISBN 978-3-00-035212-6

Das Buch wird am Sonntag, 20. November, bei den Weihnachtsbasaren in Gabersee und im Betreuungszentrum (Nördliche Burgau) verkauft. Außerdem ist es wie die Vorgängerbände nach den Gottesdiensten in St. Raphael in der Sakristei erhältlich und kann unter 0 80 71/7 15 95 beim Autor bestellt werden. koe

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