SCHULDEN SINKEN

Haushalt vorgestellt: St. Wolfgangs Bürgermeister Gaigl schaut optimistisch in Zukunft

„Wir können die Auswirkungen der Corona-Krise auf die lokale Wirtschaft nicht vorhersagen“, sagt St. Wolfgangs Kämmerin Julia Schwarzenbeck, die aber keine massiven Einbrüche erwartet.
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„Wir können die Auswirkungen der Corona-Krise auf die lokale Wirtschaft nicht vorhersagen“, sagt St. Wolfgangs Kämmerin Julia Schwarzenbeck, die aber keine massiven Einbrüche erwartet.
  • vonHermann Weingartner
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Die Wirtschaftsstruktur von St. Wolfgang ist breit gefächert. Auch wenn man nicht voraussehen kann, welche Auswirkungen Corona auf die heimischen Betriebe hat, erwartet Kämmerin Julia Schwarzenbeck keine massiven Einbrüche. Und auch Bürgermeister Ullrich Gaigl ist zuversichtlich.

St. Wolfgang – „Nicht nur immer Corona, Corona, Corona. Ich blicke optimistisch ins neue Jahr“, sagte St. Wolfgangs Bürgermeister Ullrich Gaigl (FW) zum kommunalen Haushalt 2021. Der Haupt- und Finanzausschuss des Gemeinderates hat über die Vorlage der Haushaltswirtschaft von Kämmerin Julia Schwarzenbeck beraten.

Am Ende fasste das Gremium einstimmig einen Empfehlungsbeschluss, an den Gemeinderat grünes Licht für den Haushaltsplan 2021 zu geben.

Personell bei der IT aufgestockt

Änderungen ergaben sich nur wenige im Verlauf der Haushaltsvorberatung. Im Entwurf der Kämmerin ist der Verwaltungshaushalt mit knapp neun Millionen Euro geplant, der Vermögenshaushalt mit über 4,5 Millionen Euro bei einem Gesamtvolumen von rund 13,4 Millionen Euro.

Der Haushalt 2020 hatte einen Finanzumfang von knapp zehn Millionen Euro. Die Steigerung ergebe sich laut Schwarzenbeck aus dem Nachtragshaushalt 2020. Der war vor allem nötig, weil das Personal um einen Mitarbeiter verstärkt wurde. Weiter sind Maßnahmen Corona bedingt in 2021 verschoben worden.

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Wie und ob sich wichtige Einnahmen im Verwaltungshaushalt heuer verändern, müsse abgewartet werden, erklärte Schwarzenbeck. Auswirkungen der Corona-Krise auf die lokale Wirtschaft und damit auf den Gemeindeanteil der Einkommensteuer und die Gewerbesteuer können „nicht vorhergesagt“ werden.

Die Kämmerin erwarte aber wegen der breit gefächerten Wirtschaftsstruktur in der Gemeinde zumindest keine massiven Einbrüche. Die Ansätze im Haushalt seien dennoch „vorsichtig“ angesetzt.

Es wird fleißig getilgt

Bei der Gewerbesteuer hofft die Kämmerin auf Einnahmen von zwei Millionen Euro (2020 noch 2,4 Millionen Euro). Mit einem kräftigen Plus könne bei den staatlichen Schlüsselzuweisungen gerechnet werden. Der Ansatz beträgt 560.528 Euro (2020: 287 248 Euro). Die weiteren, wesentlichen Einnahmen sind fast gleich dem Vorjahr: Einkommensteueranteil 2,88 Millionen Euro, Umsatzsteueranteil 307.984 Euro, Grundsteuer A 108.000 Euro und Grundsteuer B 435.000 Euro.

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Bei den wichtigsten Ausgaben plante Schwarzenbeck im Volumen der Ansätze von 2020. Die Feuerwehren stehen mit 80.630 Euro im Haushalt, Grundschule 412.300 Euro, Kinderbetreuungseinrichtungen, Jugendarbeit 562.150 Euro, Gemeindestraßen und Bauhof 238 820 Euro, Kreisumlage 2,56 Millionen Euro, Gewerbesteuerumlage 355.000 Euro. Die Personalkosten wurden gegenüber 2020 (1,81 Millionen Euro) mit 1,9 Millionen Euro eingeplant, weil ein IT-Fachmann eingestellt wurde.

Erfreuliches gab es von den Zinsaufwendungen und Schuldenentwicklung zu berichten: „Es wird fleißig getilgt“, so die Kämmerin. Damit sinken Zinsausgaben seit Jahren von 1,22 Millionen Euro 2015 auf heuer im Ansatz von 23.150 Euro. Das liege vor allem an ausgelaufenen Festschreibungen von Krediten, die durch Umschuldungen nun deutlich geringere Zinskonditionen haben.

„Basst“ – Fazit des Bürgermeisters

Der Schuldenstand gesamt wird für Ende des Jahres mit 2,65 Millionen Euro erwartet, Anfang des Jahres waren es noch 3,01 Millionen Euro. Weil die vorgeschriebene Mindestzuführung (352.480 Euro) zum Vermögenshaushalt mit 881 .072 Euro Ansatz erreicht wird, ist der Haushalt 2021 genehmigungsfähig.

Optimistischer Blick von Gaigl

„Basst“, so das Fazit von Bürgermeister Gaigl zum vorgelegten Haushaltsplan. Änderungswünsche gab’s kaum. Das höhere Haushaltvolumen ergebe sich auch durch vermehrte Grundstückskäufe. Geplant sind im Haushalt Anschaffungen von Luftfiltergeräten auch für den Kindergarten Armstorf. Investiert werden soll zudem in die Rücklagenbildung durch Bausparverträge, das sei eine sichere Sache.

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„Optimistisch“ sei Gaigl, dass die „vorsichtig“ angesetzten zwei Millionen Euro bei der Gewerbesteuer erreicht werden können. Die größten Gewerbesteuerzahler seien zwar auch von der Corona-Krise betroffen aber nicht existenziell.

Wie sich der Einkommenssteueranteil entwickle, sei noch offen. Das hänge auch davon ab, wie viele, wie lange Kurzarbeitergeld bekommen haben. „Wir arbeiten uns runter, dennoch gibt‘s keinen Stillstand“, freute sich Gaigl zur Entwicklung der Schuldensituation der Goldachgemeinde.

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