Hauptzufahrt nach Wasserburg – die „Rampe“ – wird für 344.000 Euro repariert

In die Jahre gekommen: die „Rampe“, über die man nach Wasserburg gelangt, wenn man die Serpentinenstraße ab der Burgau herunterfährt.
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In die Jahre gekommen: die „Rampe“, über die man nach Wasserburg gelangt, wenn man die Serpentinenstraße ab der Burgau herunterfährt.

Nach 30 Jahre ist die „Rampe“, eine der Hauptzufahrten nach Wasserburg, in die Jahre gekommen. Weiterer Chlorid-Eintrag, der vom Streusalz kommt, muss verhindert werden, weil dieser die Bausubstanz schädigt. Die Reparatur kostet 344.000 Euro. An einem Umleitungskonzept wird noch gearbeitet. Die Arbeiten beginnen im August.

Von Winfried Weithofer

Wasserburg – Es ist ein wichtiges Stück Straße für Wasserburg: Wer raus der Stadt will, Richtung München, muss über die Rampe fahren, und sie ist auch ein wesentlicher Zubringer für den Verkehr in die Stadt hinein. 1990 wurde die Rampe für den Verkehr freigegeben. Nach 30 Jahren stehen nun größere Renovierungsarbeiten an.

Der Stadtrat wurde von der Verwaltung über das Sanierungskonzept informiert. Im Wesentlichen habe sich bei einer eingehenden Untersuchung im Oktober 2018 herausgestellt, dass die Gehwege und auch der Fahrbahnbelag komplett zu erneuern seien.

Chlorid im Salz schädigt Bausubstanz

„Hauptgrund dieser Maßnahmen ist, weiteren Chlorid-Eintrag in die Bausubstanz zu verhindern, um die Standsicherheit des Brückenbauwerks langfristig zu erhalten“, heißt es in der Beschlussvorlage des Rathauses. Chlorid ist Bestandteil des Tausalzes, das bei Straßenglätte zum Einsatz kommt.

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Bürgermeister Michael Kölbl sagte, es seien Mängel festgestellt worden, die behoben werden müssten. Die Kosten werden mit 344.000 Euro veranschlagt. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, dass man diese Maßnahmen durchführt, um Schäden an der Bausubstanz zu vermeiden“, sagte Alexander Huber vom Stadtbauamt. „Es wird deshalb von Anfang August bis voraussichtlich Ende September zeitweise eine halbseitige Sperrung nötig sein.“

Dies zwingt die Stadt zu einem Umleitungskonzept, über das gegenwärtig nachgedacht wird. „Wir müssen schauen, dass das einen möglichst geringen nachteiligen Einfluss auf den Verkehr hat“, so Huber. In der Diskussion äußerte sich Stadtrat Christian Stadler (Grüne) „positiv überrascht“, dass das Sanierungsprojekt nicht teurer wird.

Brucktor ist ein Nadelöhr

Von der Idee, den Verkehr über Burg und Brücke erst auszuleiten, dann auf die Rosenheimer Straße, Gimplberg und zurück an der Tankstelle Zeislmeier vorbei wieder über die Brücke zu lenken, um ihn wieder Richtung Marienplatz zurückzuführen, riet er ab. „Das Brucktor ist ein Nadelöhr, das wesentlich stärker belastet wird und zu mehr Staus führt.“ Er schlug vor, aus dem ganzen Altstadtring einen Kreisverkehr zu machen.

Lösung für Umleitung im Juli erwartet

Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann betonte, es sei „im Moment“ noch gar nicht klar, auf welche Weise umgeleitet werde. Auch gebe es die Möglichkeit einer Ampelregelung. „Wir müssen das Ganze mit allen Beteiligten abstimmen – mit Polizei, RVO, staatlichem Bauamt.“ Man kenne die Problematik, die Lösung erfolge im Juli.

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