Verstärkt durch die Corona-Pandemie

Hauptausschuss kämpft gegen den Ladenleerstand in Wasserburg

Auch in Wasserburg nimmt der Leerstand zu.
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Auch in Wasserburg nimmt der Leerstand zu.
  • vonKatharina Heinz
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In Innenstädten stehen immer mehr Läden leer. Dieses Problem dürfte sich im Zuge der Corona-Pandemie auch in Wasserburg verschärfen, wie der Haupt- und Finanzausschuss befürchtet. Deswegen diskutierten die Mitglieder darüber, wie die Stadt den Leerstand von Gewerbeimmobilien eindämmen könnte.

Wasserburg – Anlass war ein Antrag der Stadtratsfraktion CSU/Freie Wähler-Wasserburger Block. Sie schlug vor, auf der Internetseite der Stadt auf Gewerbeimmobilienangebote hinzuweisen.

In der Stadtverwaltung hat man sich daraufhin auf Internet-Recherche begeben. Das Ergebnis: Auch einige andere Städte bieten diese Informationen an. „Allerdings lässt sich feststellen, dass in den jeweiligen Auflistungen meist nur recht wenige Einträge vorhanden sind“, so Andreas Hiebl von der Verwaltung.

Das, so meinte er, liege aber wohl er nicht an einem nicht-vorhandenen Leerstand, sondern eher daran, dass Vermieter ihre Immobilie nicht melden würden. In der Regel, so vermutete er, würden für solche Angebote vermehrt die einschlägigen Immobilien-Portale genutzt.

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Auch wenn das Angebot beworben werde, geht Hiebl von einem längeren Prozess aus, bis ein Online-Angebot von den Vermietern angenommen werde. Eine enge Abstimmung der Stadtverwaltung, des Wirtschaftsreferenten und des Wirtschaft-Förderungs-Verbandes sei erforderlich. Grundsätzlich sei die im Antrag vorgestellte Vorgehensweise aber praktikabel und die Umsetzung sei mit den vorhandenen Ressourcen der Stadtverwaltung umsetzbar.

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„Es wäre eine nützliche Begleitung zu den vorhandenen Angeboten im Internet“, meinte Sitzungsleiter Zweiter Bürgermeister Werner Gartner (SPD). Heike Maas (CSU) erklärte: „Die Homepage ist die Visitenkarte der Stadt.“ Wenn dort auf freie Gewerbeimmobilien hingewiesen werde, zeige das, dass die Kommune mithelfe. Sie betonte aber auch, dass die Stadt nur als Vermittler auftrete. Sie stelle lediglich den Kontakt zu Maklern oder Eigentümern.

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Stefanie König (Bündnis 90/Die Grünen) meinte, sie würde eine Gewerbeimmobilie nicht auf der Seite einer Stadt suchen. Auch fände sie solche Angebote auf der Startseite nicht schön. Dennoch sei die Idee grundsätzlich zu verfolgen.

Maas regte an, auf der Internetseite der Stadt unter dem Reiter „Wirtschaft“ eine Rubrik für Gewerbeimmobilienangebote einzurichten. Diesem Vorschlag folgte das Gremium einstimmig.

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