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Aus dem Bauausschuss

„Hat bisher gefehlt“ – Wasserburg bekommt Plätze für „Betreutes Wohnen“ auf der Burg

Im Altenheim auf der Burg soll künftig „Betreutes Wohnen“ möglich sein.
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Im Altenheim auf der Burg soll künftig „Betreutes Wohnen“ möglich sein.
  • Sophia Huber
    VonSophia Huber
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Ein Angebot für Betreutes Wohnen fehlt bisher in Wasserburg. Das soll sich nun ändern. Im Altenheim Maria Stern auf der Burg sollen elf Bewohnerzimmer mit Gemeinschafträumen geschaffen werden. Eine wichtige Hürde überwanden die Pläne in der vergangenen Woche, als der Bauausschuss zustimmte.

Wasserburg – „Wir sind sehr dankbar über die Unterstützung der Stadt“, erklärte Einrichtungsleiter Hamo Merdan auf Anfrage der Wasserburger Zeitung. Das Betreute Wohnen solle vor allem Personen dienen, die „zu jung für eine Pflegeeinrichtung, aber zu schwach für ein komplett selbstständiges Wohnen“ seien, so Merdan. Die Idee dazu kam dem Betreuungszentrum aufgrund vieler Anfragen. „Vor allem Personen, die bei uns in Kurzzeitpflege waren, haben immer wieder danach gefragt.“

Betreuungszentrum fungiert als „Vermieter“

Wichtig ist Merdan vor allem, die Selbstentscheidungsfreiheit zu bewahren, so können sich die Bewohner frei entscheiden, wie viel Betreuung sie wollen und wer sie betreut. „Essen und Putzen können sie bei uns bestellen, wenn das gewünscht ist“, erklärt Merdan, mit eventueller Pflege habe das Betreuungszentrum aber nichts zu tun. Das Haus habe eine Kooperation mit dem Pflegeservice Bock, aber die Bewohner könnten sich auch Dienste von anderen ambulanten Pflegekräften bestellen.

Untergebracht werden sollen die elf barrierefreien Bewohnerzimmer und die Gemeinschaftsräume im neu renovierten Zehentstadl. Zu jedem Zimmer, erklärt Merdan, gehöre ein Keller, außerdem gebe es Zugang zu einer Küche, sowie Waschmaschinen und Internet. Einem selbstständigen Leben stünde also nichts im Weg, betont Merdan. Zudem hat das Gebäude eine eigene Zufahrt und ist damit „komplett unabhängig von der Pflegeeinrichtung.“ Im Endeffekt sei das Betreuungszentrum Wasserburg nur Vermieter, der Übergang in die Pflegeeinrichtung – sollte dies nötig werden und gewünscht sein – werde aber erleichtert.

Stadtbaumeisterin hält die Nutzung für ein „gutes Konzept“

Im Bauausschuss der Stadt fand dieses neue Konzept Zuspruch. Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann, die es vorstellte, erklärte, dass es bisher immer wieder Probleme gegeben habe, eine sinnvolle Nutzung für das Gebäude zu finden. Bei dieser Idee zeigte sich Herrmann überzeugt, dass dies ein „gutes Konzept sei, um dieses Gebäude zu nutzen.“´

Seniorenreferentin erfreut

Auch die Ausschussmitglieder begrüßten den Antrag. Insbesondere Seniorenreferentin Friederike Kayser-Büker (SPD) zeigte sich erfreut. „Das ist ein guter und sinnvoller Weg“, stellte sie fest. Bisher sei Betreutes Wohnen etwas gewesen, das „im Wasserburger Sortiment“ gefehlt habe. Aber nicht nur das sei vorteilhaft, auch für die Pflegekräfte sei dies eine positive Entwicklung. „Die Wege dort sind sehr weit“, erklärte Kayser-Büker, das mache die Arbeit schwierig, mit einem Betreuten Wohnen könnten die Bewohner besser versorgt werden.

Gleichzeitig betonte Kayser-Büker aber auch, dass diese Wohnform oft sehr teuer sei. „Ich hoffe, dass können sich dann auch viele leisten.“

Osteopathie-Praxis auch für die Öffentlichkeit

Hermann Budenhofer (Freie Wähler Reitmehring) erkundigte sich, ob die Praxis frei zugänglich sein werde. Dies bestätigte Bürgermeister Michael Kölbl (SPD). Sie sei auch für die Öffentlichkeit gedacht. Auf Anfrage der Zeitung erklärt Merdan zudem, dass die Praxis auch den Mitarbeitern der Pflegeeinrichtung dienen solle, die hier vergünstigte Behandlung erhalten. Die Praxis sei somit „ein Vorteil für unsere Bewohner, für die Wasserburger und unsere Mitarbeiter.“

Der Bauausschuss stimmte dem Vorhaben einvernehmlich zu. Nun fehlt nur noch die Zustimmung des Landratamts, dann könne es losgehen, erklärt Einrichtungsleiter Merdan. „Wir sind bereit.“