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Wirte ziehen Bilanz

Halbzeit beim Haager Herbstfest: Schlechtes Wetter, entwendete Fenster, aber prima Laune

Nervenkitzel – mutige Besucher beim Haager Herbstfest genießen den besonderen Adrenalinschub.
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Nervenkitzel – mutige Besucher beim Haager Herbstfest genießen den besonderen Adrenalinschub.
  • VonLudwig Meindl
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Wie läuft das Haager Herbstfest? Wirte, Schausteller und weitere Aktive berichten über nette Besucher voller Freude am Feiern, Ärger über das Wetter – und über einen Dieb, der eine ungewöhnliche Beute machte.

Haag – Zur Halbzeit der Haager Wiesn reagieren die Schausteller etwas zurückhaltend, die Festwirte dagegen durchweg optimistisch auf die Resonanz. Das höchste Lob zollte Landrat Max Heimerl: „Das Haager Herbstfest ist schöner als das Oktoberfest, gemütlich, zünftig, familiär.“

„Außer mit dem Wetter sind wir voll zufrieden“, resümierten Festwirt Herbert Zeilinger und seine Partner Manuel Scheyerl sowie Stefan Staudinger vom großen Zelt. So dürfe man von einem erfolgreichen Wiederbeginn des Haager Herbstfestes reden. Auch die schwierigen Hürden des Personalmangels habe man gemeistert. Es bewähre sich wieder die Kombination eines Festes für Jung und Alt. Großer Dank gelte auch Bernd Furch für die Gestaltung.

Unwahrscheinlicher Aufwand

Der Veranstalter sprach erstmals von einem „unwahrscheinlichen Aufwand“, um die flächenmäßig vergrößerte Wiesn mit Schaustellern zu bestücken. „Wir haben sieben Absagen wegen Personalmangels ausgeglichen“, so Furch. Als Glücksgriff stufte er die neuen Köche vom „Weißbräu“ ein. Generell richtig erweise sich jetzt „das vorsichtige Herangehen an das Haager Herbstfest 2022“ nach der „Corona-Pause“. Jetzt bleibe nur noch zu hoffen, dass das zweite Wochenende auch für die Schausteller zur Zufriedenheit ausfalle.

Trotz Regen seien viele Gäste gekommen, betont Brauereichef Alois Unertl und freut sich über eine recht solide erste Bilanz: „Der Bierverbrauch ist für diese Witterung ganz respektabel.“ Doreen Voglsamer von „Jahn Security“ stellte fest, dass sich die Leute sehr auf dieses Fest freuen würden: „Die sind dankbar, das merkt man an der Stimmung.“ Ansonsten: keine besonderen Vorkommnisse.

Christian Lettl, zum ersten Mal Festwirt im Zelt Bräu z’Loh, kündigt jetzt schon an, nicht das letzte Mal dabei gewesen zu sein. Der Auftakt sei „super gelungen“. Die Gäste seien stets „gut aufgelegt“. Auch sein ABO-Mittagessen werde gut angenommen. Die Besonderheit: „Wir haben auch Vegetarisches.“

Petra Bauer-Würdinger und Matthias Würdinger vom Weinstadl erfuhren „die Lust der Leute, wieder zu feiern“: „Die sind total nett.“ Nur einer wohl nicht: „Wir würden uns freuen, wenn derjenige, der uns ein halbes Fenster entwendet hat, es wieder bringen würde.“ Derzeit werde es nämlich ohne Fenster abends schon ziemlich kalt. Tobi Crnjanowic vom Service ist froh über die große Resonanz der Gäste. Seine Kollegin Marita Binder brachte es auf folgenden Nenner: „Alles verläuft schön harmonisch. Wirtsleute, Gäste und Kollegen ziehen an einem Strang.“

Der Festverein, mit Vorsitzendem Dr. Stephan Dörfler für das Gesamtmarketing verantwortlich, registrierte einen gelungen Auftakt. Organisator Wolfgang Heindl zählte zum Einzug 1200 Teilnehmer mit elf Kutschen, darunter fünf Brauereigespannen, 50 Vereinen und fünf Kapellen. Unter dem Strich hat nach Dörflers Angaben „alles geklappt wie geplant“. Der Verein habe auch etliche Mitglieder dazugewonnen. Heute träfe man sich im Weinstadl.

Mit dem Autoscooter ist Mona Thalkofer Stammgast als Schaustellerin auf dem Haager Herbstfest. Sie gibt sich „trotz schlechtem Wetter zufrieden“. Viele Stammgäste hätten sich gefreut, wieder da sein zu dürfen. „Durchwachsen“ lautet die Bilanz von Roland Sonntag, der zum zweiten Mal mit dem Rundumfahrgeschäft Breakdance nach Haag gekommen ist. Der Kollege vom „Salto Mortale“ winkte ab und wollte sich nicht äußern.

„Erst a bisserl mau, jetzt läuft es echt gut“, resümierte Simon Felber für die „Weißbräu-Köche“ am Steckerlfischstand. Als Neuheit brachten sie Ente vom Grill mit.

850 Gäste beim Seniorennachmittag

Zum Seniorennachmittag zählte Bürgermeisterin Sissi Schätz 850 Haager Bürger. Christina Wandinger von der Gemeindeverwaltung registrierte, dass die Vorverlegung der Abholzeit positiv aufgenommen worden sei: „Viele schätzen es, dass sie schon zum Mittagessen die Zeichen bekommen.“ Bürgermeister Christoph Greißl von Kirchdorf fasste zusammen, dass mit dem Herbstfest „die Kultur, die wir gewohnt sind“, belebt werde: „Solche Veranstaltungen sind für die ländliche Umgebung sehr wichtig.“

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