„Habe immer frei entschieden“

Anton Bierwirth privat

Pfaffing – 30 Jahre saß Anton Bierwirth für die Freie Wählergemeinschaft Farrach-Rettenbach (FWFR) im Pfaffinger Gemeinderat – die letzten Jahre als Dritter Bürgermeister.

Sein Augenmerk galt der Landwirtschaft, die sei bei Entscheidungen stets zu berücksichtigen, findet er.

Und das Trinkwasser spielte eine Rolle. Daran erinnert er sich noch gut: Es gab in den neunziger Jahren eine Auseinandersetzung mit Bürgermeister Max Asböck um einen Brunnen für den Bereich Rettenbach. Die Trinkwassergewinnung sollte hierbleiben, fand nicht nur Bierwirth, und nicht – dem allgemeinen Trend folgend – zentralisiert werden. Dieser Konflikt berührte die Beteiligten tief. „Das war eine schwere Zeit“, erinnert sich Bierwirth. Doch auch das war irgendwann ausgestanden: Der eigene Brunnen blieb und die Technik ist modernisiert worden.

Die Zeit im Gemeinderat „war nicht anstrengend, es hat schon gepasst“, fasst er zusammen. Er habe sich als Mitglied der „Freien Wähler Farrach-Rettenbach“ nie binden lassen. „Bei den Entscheidungen war ich ein freier Mensch“, das zeigte sich in den Sitzungen, wenn er seine Meinung bei allem Respekt den anderen gegen-über vertrat und zuweilen aus seinem Munde zu hören war: „Nein, da stimm‘ ich nicht zu.“ Erfolge gab es außer dem Trinkwasser auch beim Kanal.

Die Zusammenarbeit im Gremium sei stets gut gewesen. „Sonst hätt ich schon lang aufgehört“. Dabei zusein, fiel ihm nicht schwer, „weil‘s für mich interessant war.“ Verändert habe sich in der Zeit, dass Bürger bei ihren Forderungen „immer aggressiver werden“. Schnell sei ein Rechtsanwalt eingeschaltet. Nun sei es an der Zeit gewesen, nicht mehr anzutreten. „Mit 72 Jahren langt‘s“, zieht er Bilanz. kg

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