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Haager Starkbierfest-Freunde veröffentlichen Videos gegen den Corona-Blues

Ein Bild aus besseren Tagen – vor Corona: Im vollen Stadl feierte man 2019 beim Starkbierfest.
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Ein Bild aus besseren Tagen – vor Corona: Im vollen Stadl feierte man 2019 beim Starkbierfest.

Ein Starkbierfest wird es heuer in Haag leider nicht geben. Corona lässt es nicht zu. Die Hoffnungen der Starkbierfest-Freunde liegen auf 2022. Bis dahin kann man daheim bei einem Bierchen oder zwei die alten Singspiele der vergangenen Jahre auf Youtube genießen.

Haag – Corona ist ein Spielverderber und verhindert weiterhin, dass Menschen zusammen kommen. Gegen den Blues haben die Starkbierfest-Freunde eine Idee entwickelt.

Zu einem Publikumsmagneten hatte sich das Haager Starkbierfest in den vergangenen Jahren entwickelt, denn eine gesalzene Rede und ein komplettes Singspiel im urgemütlichen Stadl – das gibt es sonst ja nur noch auf dem berühmten Nockherberg, sagt Hans Urban von den Starkbierfest-Freunden.

Umso größer war die Enttäuschung im Jahr 2020, als die Aufführungen nach dem ersten Wochenende abgebrochen werden mussten. „Wer hätte damals geahnt, wie sehr und wie lang sich unser gesellschaftliches Leben verändern würde“, so Urban.

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Um in diesen schwierigen Zeiten allen ein wenig Ablenkung zu bieten, haben sich die Haager Starkbierfest-Freunde etwas ausgedacht: In den nächsten Wochen werden die Aufnahmen aus den vergangenen drei Jahren auf Youtube veröffentlicht. Um sie anzuschauen, gibt man in der Suchleiste Haager Starkbierfest ein. Auf diesem Kanal taucht man ab dem 15. Februar ein in die Aufführung aus dem Jahr 2020, als die Kommunalwahl in der Rede von Florian Haas und dann beim Singspiel auf dem Haager Wertstoffhof eingehend von allen Seiten beleuchtet wurde.

Einen Monat später, am 15. März gibt es dann die Aufnahmen aus 2019 – Der Boarische Himme und de Hooga – unverkennbar eine Hommage an den Brandner Kaspar und den Boandlkramer, die jüngeren historischen Untersuchungen zufolge natürlich aus Haag stammten, sagt Urban augenzwinkernd.

Und wieder einen Monat später, ab dem 15. April öffnet die Haager Polizeiin-spektion aus 2018 nochmals ihre Türen. Aus urheberrechtlichen Gründen wird jede Aufnahme nur jeweils vier Wochen lang zu sehen sein, jede Vervielfältigung und Weitergabe der Aufnahmen ist untersagt, betont Urban.

„Genießen Sie unsere Aufnahmen daheim bei einem Bier oder auch zwei, Matthias Bachmeier vom Hofcafé wird dazu noch Schmankerl zum Abholen anbieten“, sagen die Starkbierfest-Freunde. Sie appellieren, sich weiterhin an die „leider immer noch notwendigen Beschränkungen“ zu halten und die örtlichen Geschäfte und Lokale zu unterstützen. Die Hoffnung der Starkbierfest-Macher liegt auf 2022. „Dann wird es hoffentlich wieder möglich sein, unser Singspiel zu zeigen und zusammenzukommen“, schließt Urban. red

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Eine volle Bühne im Jahr 2019. Zu Zeiten der Pandemie undenkbar.

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