Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Mit Drehleiter fotografiert

Haager Rathausstörche haben Nachwuchs – Trauer bei Brutpaar im Nest „An der Rute“

Die Rathausstörche mit Nachwuchs.
+
Die Rathausstörche mit Nachwuchs.
  • VonLudwig Meindl
    schließen

Das Storchenpaar auf dem Haager Rathausdach zieht gerade ein Junges groß, während das Brutpaar im Nest „An der Rute“ trauert: Ihre zwei Nestlinge sind tot. „Das war ein trauriger Anblick zuzuschauen, wie die Alten die toten Jungen mit den Schnäbeln wieder aufrichten wollten“, sagt ein Nachbar.

Haag – Einen seltenen Einblick in die Kinderstube der Haager Störche verschaffte sich der Hobbyornithologe Willy Sagmeister mit einer Auffahrt der Drehleiter der Feuerwehr. Insgesamt sind im Haager Zentrum derzeit drei Storchenpaare zuhause: auf dem Nest am Parkplatz der Rute, auf dem Kirchendach und auf dem Rathaus am Marktberg.

Weitere Artikel und Nachrichten aus der Region Wasserburg finden Sie hier.

Der Storch am Kirchenkreuz, den Bürgermeisterin Sissi Schätz Don Camillo nannte, war vom einstigen Rößler-Turm hierher mit Storchenfrau umgezogen. Sie bekamen ein Junges. Ebenfalls einmal Nachwuchs hatte „Peppone“ auf dem Rathausdach, den Willy Sagmeister ins fotografische Visier nahm.

Ein Drama ereignete sich im Storchennest an der Rute, wo zwei fast erwachsene Jungstörche gestorben sind. Nachbar Alfons Reiter wurde Zeuge: „Das war ein trauriger Anblick zuzuschauen, wie die Alten die toten Jungen mit den Schnäbeln wieder aufrichten wollten.“

+++Aktuelle Nachrichten und Artikelrund um das Thema Coronavirus in der Region finden Sie auf unserer OVB-Themenseite +++

Die beiden Tiere wurden von der Feuerwehr ebenfalls über die Drehleiter geborgen, wie Kommandant Thomas Göschl bestätigte.

Zum Tod des Storchennachwuchses hat Willy Sagmeister seine eigene Theorie: „Die beiden sind wohl wegen des zu geringen Nahrungsangebots verhungert.“ Es sei schon merkwürdig, dass drei Storchenpaare in Haag momentan nur zwei Junge aufziehen: „Die haben sonst viel mehr Nachwuchs.“ Das liege an der schwierigen Nahrungssituation: „Die Infrastruktur der Botanik ist durch Pestizide und Überdüngung kaputt gemacht.“ Auf den Wiesen würden die Frösche immer seltener, einen Rückgang gebe es auch bei Regenwürmern und Mäusen. Zudem nehmen Feuchtgebiete zunehmend ab.

Das könnte Sie auch interessieren: Dohlen wohnen gerne am Haager Schlossturm (OVB-online Plus Artikel)

Das Storchenpaar im Nest an der Rute, das seinen Nachwuchs verloren hat, ist jetzt nicht mehr mit der Aufzucht beschäftigt und sucht nach Willy Sagmeister einen Ausgleich: Also bauen sie ein neues weiteres Nest auf den Stumpf des einstigen Rößler-Kamins.

Mehr zum Thema

Kommentare