Aus dem Gemeinderat

Ausgaben im kommenden Jahr: Haager Rathaus erhält einen Aufzug

Das Haager Rathaus erhält einen Aufzug, die Kosten werden im Investitionsplan vorgesehen.
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Das Haager Rathaus erhält einen Aufzug, die Kosten werden im Investitionsplan vorgesehen.

In einer Vorbesprechung hat der Haager Gemeinderat die Weichen für die Ausgaben im nächsten Jahr gestellt. Größte Brocken sind die neuen Baugebiete, und der Zehentstadel. Auch ein neuer Trinkwasserbrunnen muss kommen. Und nicht zuletzt: Im Rathaus wird ein Aufzug eingebaut.

Haag – Um im Frühling des nächsten Jahres startklar für den neuen Haushalt zu sein, berieten sich die Räte über die Ausgaben. Anregungen aus der Besprechung werden in den Etat einfließen.

Hoffnung auf Zuschüsse

Bürgermeisterin Sissi Schätz (SPD) betonte: „Wir hoffen weiter auf Einnahmen und Zuschüsse, sodass wir den Haushalt finanzieren können.“

Die Zahlen und Fakten warf Kämmerer Christian Prieller an die Großleinwand der Bürgersaalbühne. Zur Sitzungssaalrenovierung im Rathaus listete Bürgermeisterin Schätz Mobiliar, Bodenbau und Mikrofontechnik auf. Klaus Breitreiner (CSU) erinnerte an den schon einmal vorgeschlagenen, immer wieder verschobenen Aufzug für das Rathaus. Damit renne er offene Türen ein, so die Bürgermeisterin, doch es brauche einen Antrag. Breitreiner stellte ihn. Das Plenum stimmte mit 17 gegen drei Stimmen zu. Das bedeutet allerdings, dass dann auch das Rathaus für einen kurzen Zeitraum zur Baustelle wird.

Weitere große Haager Investitionen

Größere Investitionsbrocken mit je über einer Million sind den Wohnbaugebieten Lerchenberg, Fliederstraße und Oberndorf zugedacht. Die Spielplätze in der Agnes- und Daimlerstraße sollen mit Mitteln von 61 000 Euro nachgerüstet werden. Die Westendstraße steht mit 460 000 Euro im Investitionsplan.

Breitreiner plädierte darauf, Kirchdorfer- und Zeno-Kern-Straße nicht zu vergessen. Das werde sie dem Bauausschuss vorlegen, so Bürgermeisterin Schätz. Vereinheitlichen werde man weiter die allgemeine Straßenbeleuchtung. Die Kanalsanierung ist mit 100 000 Euro veranschlagt. Dabei benötigt auch die Kläranlage in Aicha einige Beschaffungen.

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„In Angriff nehmen“ werde die Gemeinde einen neuen Brunnen, unterstrich die Bürgermeisterin. Auf Nachfrage antwortete sie, dass der Standort noch nicht bekannt sei. Die ersten 200 000 Euro gelten der Standortsuche, Projektierung und Baukosten. Kämmerer Christian Prieller erwähnte ferner die kalkulatorische Sonderrücklage für die Wasserversorgung.

Im Zehentstadel geht es weiter

Beim Zehentstadel am Marktplatz will die Gemeinde zur Tat schreiten. So sind im Westteil für den Einbau der Bibliothek 700 000 Euro vorgesehen, für das Pfarrheim 855 000. In den Ostteil mit Café, Kino und Mehrzwecksaal will die Gemeinde 150 000 investieren, in den Mittelteil 30 000.

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Unter geringeren Ausgaben listete Schätz die Sanierung der Stühle des Bürgersaals auf. Sie seien zwar im Bestand noch in Ordnung, benötigten jedoch ein Aufpolstern. Vertröstet habe man die Gemeinde schließlich mit den bereits im Gemeinderat beschlossenen Hinweisschildern für Haag auf der neuen Autobahn A94. Den Beschluss zum Investitionsprogramm 2021 fassten die Marktgemeinderatsmitglieder einstimmig.

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