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Debatte um Weihnachtsbeleuchtung

Haager Hauptstraße soll wieder im Sternenglanz strahlen

So sah die Weihnachtsbeleuchtung in Haag in den früheren Jahren aus.
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So sah die Weihnachtsbeleuchtung in Haag in den früheren Jahren aus.
  • VonLudwig Meindl
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Die Haager Straßen sollen zur Adventszeit wieder festlich beleuchtet werden. Doch so einfach wie gedacht geht es nicht mit der Wiederbelebung der Weihnachtsbeleuchtung.

Haag – Der Gemeinderat fand nach ausgiebiger Debatte im Bürgersaal einen Kompromiss für einen entsprechenden Antrag der CSU. Der Mehrheitsbeschluss sieht vor, die statischen, elektrischen und finanziellen Voraussetzungen für eine Reaktivierung der Weihnachtsbeleuchtung, die die Straßen überspannt, prüfen zu lassen. Heuer wird es aber nichts mehr. Doch die Geschäftsleute werden an ihren Läden wie immer die Lichter erstrahlen lassen.

Überspannung war eingestellt worden

Seit Jahren habe man die alte Sternenüberspannung an der Hauptstraße nicht mehr installiert, betonte Zweiter Bürgermeister Stefan Högenauer (CSU), der die Sitzung leitete. In einem Antrag fordert die CSU, sie heuer wieder aufzuhängen. Die Sterne, in der Hauptstraße – 50 große und 20 kleine – waren knapp vier Jahrzehnte an der Beleuchtung befestigt. Die früher selbstverständliche Maßnahme von „Haag aktiv“, Gemeinde und Kraftwerken habe man aus Kostengründen eingestellt, hieß es.

Kraftwerke Haag haben Bedenken

Dr. Alexander Zeh, technischer Betriebsleiter der Haager Kraftwerke, verwies auf das Alter der Dekoration und ergänzte: „Die Sterne wiegen einiges.“ Unklar seien die statischen Verhältnisse. Die Kraftwerke forderten als Verantwortliche für die Betriebs- und Standsicherheit vor einem Wiederanbringen die Überprüfung durch einen Baustatiker. Die Anschlüsse seien gesichert, die Strombelastung stelle kein Problem dar.

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Netzmeister Franz Loidl von den Kraftwerken berichtete, dass die Anschlüsse weder wasser- noch staubdicht seien, die Verkabelung bereits porös und brüchig: „Wir müssten die komplette Zuleitung überprüfen.“ Zudem wisse keiner, wo die Leitungen in den Häusern verlaufen würden. Das bedeute einen hohen Aufwand. Danach sei eine Anbringung dieses Jahr eher unwahrscheinlich. Den Gemeinderäten empfahl Franz Loidl, „gründlich zu überlegen“, wie sie vorgehen.

Energieexperte Hans Urban (CSU) vermutete, das statische Gutachten könne sehr teuer ausfallen. Peter Bauer (SPD) zeigte sich enttäuscht: „Ich hätte die Weihnachtsbeleuchtung gerne wieder so gehabt. Doch das wird wohl nicht funktionieren.“ So erachte er „was Neues“ für sinnvoll.

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Hermann Jäger (PWG) riet zur Geduld. Der Ausbau der Hauptstraße werde wohl doch noch irgendwann kommen. Dazu biete sich die Gelegenheit zur Neugestaltung: „Das schaut dann ganz anders aus“, ist er überzeugt. Gegen eine Zwischenlösung mit der alten Vorrichtung sprach sich auch Siegfried Meier (SPD) aus. Herbert Zeilinger (WfH) sah es von der praktischen Seite. Hobbybastler sollten sofort mit der Überarbeitung der Sternenanschlüsse anfangen: „Das ist kein allzu großer Aufwand.“

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Dagegen nannte Dritter Bürgermeister Dr. Florian Haas (PWG) das Zwischenkonzept allein schon deswegen hinfällig, weil die Kraftwerke die Sicherheit in Zweifel ziehen würden. Er schlug vor, die Lenkungsgruppe solle sich zusammen mit dem Werbering „Haag aktiv“ um ein brauchbares Zukunftskonzept kümmern. Die Geschäftsinhaber sollten ihre Sterne an den Häusern wieder anbringen. Nächstes Jahr könne dann eventuelle eine einheitliche Beleuchtung für die Münchener Straße verwirklicht werden.

Kompromissvorschlag erarbeitet

So lange will die Mehrheit jedoch nicht warten. Zweiter Bürgermeister Högenauer formulierte die Kompromissvorschläge, die nun doch auf eine Zwischenlösung für die alte Überspannung ausgelegt sind. 17 Räte gegen zwei votierten dafür, an der Münchener Straße für die Saison 2022 ein „Weihnachtsbeleuchtungskonzept“ zu erstellen. Für die Haupt- und Wasserburger Straße soll die Verwaltung die statischen und elektrischen Anforderungen überprüfen lassen und die Kosten für eine Wiederinstallation der Traditionssterne eruieren. Dafür stimmten elf – gegen sieben.

Das sagt Haag aktiv

Der „Haag aktiv“-Vorsitzende Thomas Sax äußert sich zum Gemeinderatsbeschluss über die Weihnachtsbeleuchtung: „Das Aufgreifen des Themas im Gemeinderat freut mich sehr, ebenso die Zusagen von der Gemeinde und den Kraftwerken. Bei den gegebenen statischen Bedenken sollte man aber vielleicht unseren Vorschlag aus dem Jahr 2018 diskutieren, den wir mit der Lenkungsgruppe fassten. Dieser besagt, dass die Weihnachtsbeleuchtung grundsätzlich an den Häuserfassaden anzubringen ist und an den vorhandenen neuen Straßenlaternen.

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