Haager Hallenbad: Die Platten müssen weg

Müssen verschwinden: die Fassadenplatten am Haager Hallenbad. Bauer

Die Demontage wird kompliziert, doch es nützt nichts: Die Platten an der Fassade des Haager Hallenbades müssen abgebaut werden.

Von Ludwig Meindl

Haag – Nun steht es fest: Die Platten der Außenfassade des Haager Hallenbades an der Grund- und Mittelschule müssen abmontiert werden. Die Schulverbandsversammlung unter Leitung der Vorsitzenden, Haags Bürgermeisterin Sissi Schätz, beschloss bei einer Sitzung im Bürgersaal die Vergabe der Demontage.

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In den vergangenen Wochen haben Planer und Ausführende ein besonderes Augenmerk auf die Betonfassadenplatten an der Außenwand des sanierungsbedürftigen Haager Hallenbads geworfen. Die Architekten suchten mit dem „Tragwerkplaner“ und dem Fachbüro für Betonsanierung eine wirtschaftliche Lösung. Ziel ist eine zukunftsträchtige Fassade. Nach Prüfung aller Möglichkeiten habe sich die „anfangs bereits angedachte Entfernung der Bestandsplatten als wirtschaftlichste Lösung“ herausgestellt, so Bürgermeisterin Schätz zur Einführung.

Dabei wurde auch das System der Anbringung der Bestandsplatten untersucht. Architekt Johannes Schmuck erläuterte die Ergebnisse den Bürgermeistern Sissi Schätz von Haag, Josef Kirchmaier aus Maitenbeth und Alfons Linner von Kirchdorf mit den Mitgliedern des Plenums anhand von Bildern auf der Leinwand des Bürgersaals.

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So handelt es sich um „relativ schwere Platten“, die sich auf die Statik des Gebäudes auswirken würden. Auf einer Seite gestalte sich die bevorstehende Demontage wohl besonders kompliziert, so Schmuck weiter, da der Giebel auf die Platten aufgemauert sei. Das ändere aber nichts an der Vorgabe: „Es gibt keine Alternative, wir dürfen die Platten nicht dranlassen.“

Rückbau kostet fast 60.000 Euro

Auch hier gilt es nach Bürgermeisterin Sissi Schätz keine Zeit zu verlieren. Die Kosten für den Rückbau belaufen sich auf 59.500 Euro. Das Gerüst wird für Demontage wie Montage der neuen Fassade genutzt. Die Zustimmung des Schulverbands erfolgte ohne große Debatte einstimmig. Hallenbad und Turnhalle werden, wie berichtet, für etwa 7,8 Millionen Euro saniert. Die Bauarbeiten werden vermutlich noch bis 2021 andauern.

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