Haager Hallenbad: Edelstahlsportbecken treibt Sanierungskosten nach oben

Teurer Badespaß: Die Sanierung des alten Sportbeckens (Archivfoto) im Haager Hallenbad kommt teurer, als ursprünglich gedacht. Das Betonbecken muss gegen ein Edelstahlbecken ausgetauscht werden.
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Teurer Badespaß: Die Sanierung des alten Sportbeckens (Archivfoto) im Haager Hallenbad kommt teurer, als ursprünglich gedacht. Das Betonbecken muss gegen ein Edelstahlbecken ausgetauscht werden.

105.000 Euro oben drauf: Eine erste Änderung mit Mehrkosten beschloss die Schulverbandsversammlung für das Haager Hallenbad. Im Zuge der Generalsanierung stellte sich heraus, dass die Beckensanierung aufwendiger wird als angenommen. Nun soll ein Edelstahlsportbecken eingebaut werden.

Von Ludwig Meindl

Haag – „Im Zuge der fortschreitenden Planungen und Arbeiten auf der Baustelle haben sich neue Erkenntnisse bezüglich der Beckensanierung ergeben“, teilte Bürgermeisterin und Schulverbandsvorsitzende Sissi Schätz (SPD) vorweg mit. Den Werdegang erläuterte Architekt Johannes Schmuck. Die ursprünglich vorgesehene Betonsanierung mit Fliesen gestalte sich umfangreicher als gedacht. Sie verursache 105 000 Euro mehr.

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Durch diese Kostenmehrung werde die in der Anfangsplanung nicht berücksichtige Variante eines Stahlbeckens wieder interessant. Die Problematik habe man jetzt erst im Zuge der Sanierung feststellen können. „Der Beckenkopf muss abgefräst werden, das konnte vorher nicht erkannt werden“, so Schmuck. Damit fielen von Haus aus Mehrkosten an. Also werde die Variante Edelstahl sinnvoll, gab Schmuck zu bedenken. Dieses Becken sei komplett geschlossen, brauche keine zusätzlichen Materialien. Konstruktion und Sicherheit dieser Ausführung seienweitere Vorteile. Optisch sei es eine Geschmacksfrage.

Diese „fachliche Forderung“ beruht nach Aussage des Architekten auf einem Gutachten der Statiker und dürfe nicht ignoriert werden. Die Kosten für das Edelstahlbecken betragen 391 000 Euro. Dazu sei eine Dämmschicht anzubringen, die dann Gesamtkosten von 419 000 Euro verursache.

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Bernd Achterling vom gleichnamigen Ingenieurbüro versicherte, die Edelstahlausführung werde in Pflege und Unterhalt wesentlich günstiger. Die bessere Qualität könne er empfehlen, falls die finanziellen Mittel dafür vorhanden seien. Der technische Einbau mit den 38 Anschlüssen werfe keine Probleme auf. Momentan sei alles rückgebaut.

Eine kurze Debatte betraf den Unterschied zwischen einem erhöhten Beckenrand oder einem ebenen Zugang. Das Wasser der umlaufenden Rinne vermische sich nicht mit dem Beckenwasser, betonte Bürgermeisterin Schätz. Wichtig sei ihr, dass auch für die neue Beckenvariante die Schwimmbahnen angebracht werden. Generell gelte für die Entscheidung, dass in der jetzigen Phase keine Zeit zu verlieren sei.

Architekt Johannes Schmuck errechnete zur finanziellen Situation, dass man momentan eine Unterkostendeckung von 100 000 Euro verbuche. Das Budget der Vergaben für die Gewerke umfasse 6,4 Millionen. So erfolgte der einstimmige Beschluss, das Edelstahlsportbecken einzubauen.

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