Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Baugebiet Haag Nord-Ost

Haager Bauausschuss will mehr Konsens: Frühzeitige Planung für neues Baugebiet soll Streitigkeiten vermeiden

Hier soll gebaut werden, die Details sollen aber nach Meinung des Bauausschusses möglichst ohne Streit besprochen werden.
+
Hier soll gebaut werden, die Details sollen aber nach Meinung des Bauausschusses möglichst ohne Streit besprochen werden.
  • Sophia Huber
    VonSophia Huber
    schließen

Der Haager Bauausschuss ist ein gebranntes Kind. Die vergangenen Streitigkeiten haben die Ratsmitglieder offenbar geprägt. Beim neuen Baugebiet Haag Nord-Ost wird deshalb schon frühzeitig um Einigkeit gerungen. Manche sagen, fast ein wenig zu früh.

Haag – Eigentlich sind die Diskussionen um das Baugebiet „Südlich der Lerchenberger Straße II“ inzwischen weitestgehend abgeschlossen. Und eigentlich geht es in der Sitzung des Ausschusses auch um ein ganz anderes Thema, das Gebiet Haag Nord-Ost, welches östlich der Kirchdorfer Straße entstehen soll. Trotzdem schwingt das Thema Lerchenberg im Hintergrund mit.

56 Wohneinheiten geplant

Ein Baugebiet mit erschwinglichen Preisen und Charme soll nach Meinung von Bernd Furch, Inhaber des Haager Ingenieurbüros Furch, in Nord-Ost entstehen. Deswegen habe er die ursprüngliche Planung, die nur wenige Einfamilienhäuser vorgesehen hatte, weiter entwickelt. Denn sonst „wären wir damit preislich in den siebenstelligen Bereich gekommen“. Mehrere Doppelhaushälften, ein Wohnkomplex bestehend aus mehreren Häusern, verbunden über eine Tiefgarage, und fünf Reihenhäuser sollen den Preis drücken.

Um den Charme dennoch zu bewahren, sollen die Fassaden der Reihenhäuser unterschiedlich und dem „lokalen Baustil“ angepasst werden. Einen verrohrten Bach möchte Furch wieder der Oberfläche zuführen und mit kleinen Brücken versehen. Zudem sollen im Gebiet zwei Spielplätze entstehen, wie Furch auf Anfrage von Dr. Bernhard Grabmeyer (FWG) bestätigt. Insgesamt können so laut Furch etwa 56 Wohneinheiten entstehen. „Damit kommen wir dann in erschwinglichere Preisbereiche“, erklärt er.

Erschwinglichkeit steht an oberster Stelle

Eine Tatsache, die Herbert Zeilinger (WFH) begrüßt. Erschwinglichkeit stehe an oberster Stelle. Besonders, da der Rat seiner Meinung nach bei anderen Objekten nicht, zu deren Kostengünstigkeit beigetragen habe. „Wir müssen bezüglich der Straßen schauen, dass wir uns das nicht wieder zerschießen“, erklärt Zeilinger und spielt damit auf Lerchenberg an, wo wiederholt die Frage nach der Breite der Straße und deren Auswirkung auf die Baupreise diskutiert worden war.

Frühzeitige Verkehrsplanung

Die Frage nach der Verkehrsplanung beschäftigt auch Stefan Högenauer (CSU). Sie sollte möglichst früh erörtert werden, erklärt der Zweite Bürgermeister. „Damit können wir diese Diskussion auch in ruhigere Fahrwasser bringen.“

Bürgermeisterin Sissi Schätz (SPD) stimmt zwar grundsätzlich zu. „Das muss mitgedacht werden“, sagt sie und das sei auch so mit den Architekten und dem Bauamt besprochen, „aber ohne zu sehr ins Detail zu gehen.“ Denn der aktuelle Zeitpunkt sei zu früh. Die Sitzung mit Furch diene nur dazu, die Ausschussmitglieder über den Stand der Dinge aufzuklären und Empfehlungen für das weitere Vorgehen einzuholen.

Eine Möglichkeit, die Högenauer nutzt, um eine frühzeitige Verkehrsplanung als Empfehlung auszusprechen. Der Vorschlag wurde in der anschließenden Abstimmung mit einer Gegenstimme angenommen.

Auch das Thema Stellplätze kam, wie schon in der Diskussion um Lerchenberg, auf. Ob denn wirklich Besucherparkplätze an den Grundstücken nötig seien oder ob hier nicht öffentliche Parkplätze geschaffen werden könnten? Dies sei eine Frage der Stellplatzverordnung, erklärte Schätz. Dies könne in Rahmen der Ausschusssitzung nicht besprochen werden.

CO2-Neutrales Heizen soll bedacht werden

Eine weitere Empfehlung für die Planung von Haag Nord-Ost kam von Hans Urban (CSU). Es sei sinnvoller, mit der höheren Anzahl an Wohneinheiten weiter zu planen. „Wir brauchen erschwingliche Wohneinheiten“, erklärt Urban, „und wir dürfen uns keine Illusionen machen. Wenn wir sie wollen, müssen wir mit der Variante mit mehr Wohneinheiten gehen.“ Ein Vorschlag, der einstimmig angenommen wurde.

Dr. Florian Haas (PWG) stellte zudem die Anfrage, wie denn mit der Thematik des CO2-neutralen Heizens verfahren werde. Furch erklärte, dass er davon ausgehe, dass das Fernwärmenetz bis zu Baubeginn erstellt worden sei. „Wir sind ja noch ganz am Anfang.“

Mehr zum Thema

Kommentare