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Nachruf

Haag trauert um den ehemaligen Postler Alois Gartenmaier

Alois Gartenmaier
+
Alois Gartenmaier
  • VonLudwig Meindl
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Kurz nach seinem Geburtstag schlief Alois Gartenmaier zuhause in Lerchenberg im Kreise seiner Familie friedlich ein und verstarb im Alter von 87 Jahren.

Haag – In Lerchenberg bei Haag hatte Alois Gartenmaier das Licht der Welt erblickt. Hier wuchs er mit drei Geschwister auf und besuchte die Volksschule in Haag. Gerne erzählte er, wie er und seine Kameraden während der entbehrungsreichen Nachkriegszeit ihre Freizeit am und im Haager Schlossturm verbrachten. Nach seinem Schulbesuch ging er 1949 zur Post und war zunächst Lehrling im Haager Postamt, heute Milchwerk Jäger am Bräuhausplatz. Hier war er zeitweise auch für den telefonischen Vermittlungsdienst zuständig.

Als Postbote fuhr er Briefe und Pakete mit dem Fahrrad aus. Die Winter über, die damals noch sehr schneereich waren, musste er oft zu Fuß weite Strecken bei jedem Wetter zurückgelegen. Da sich sein Fahrrad-Bezirk vom Haager Forst bis nach Reichertsheim erstreckte, war es eine Erleichterung als er 1955 auf das erste Postauto in Haag, ein Goggomobil, umsteigen durfte.

Später arbeitete er auch am Postschalter in Maitenbeth, wo er seine Frau Erna kennenlernte. Die Hochzeit fand im August 1963 in Maitenbeth statt, wo sie die erste Zeit auch wohnten. Aus der Ehe gingen die Tochter Waltraud und der Sohn Markus hervor. Nach dem Bau ihres mit viel Eigenleistung erbauten Hauses zogen sie 1970 nach Lerchenberg.

Er arbeitete nach seinem beruflichen Aufstieg in München und am Schalter der Postämter Wasserburg und Haag. In Haag war er insgesamt 23 Jahre seines Berufslebens tätig, bevor er nach Gars wechselte, wo er das Postamt 21 Jahre bis zu seiner Pensionierung 1996 leitete.

Anschließend hatte Alois Gartenmaier mehr Zeit für seinen Garten mit Obstbäumen, Gemüsebeeten und Blumen, daneben für seine Hobbies von Knüpf- und Ministeckbilder über Schach bis zu Sudoko.

„Man solle sich immer ein eigenes Bild machen“, lautete eine seiner Devisen. So erkundete er in früheren Jahren auf Wanderungen seine bayerische Heimat, unternahm Bergwanderungen in benachbarten Ländern und fuhr gerne nach Italien ans Meer. Nach seiner Pensionierung führten ihn Kulturreisen nach Spanien, England, Russland, Ägypten, Griechenland und Israel. Stets war er an fremden Orten und Lebensweisen der dortigen Bewohner interessiert.

Im August 2013 feierte er mit seiner Frau die Goldene Hochzeit. Bis letzten Herbst mähte er noch mit seinem Rasentraktor den Rasen.

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