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So reagiert Bürgermeisterin Schätz auf Vorwürfe

Streit um Museums-Standort: Legte Gemeinde dem Geschichtsverein Haag einen „Knebelvertrag“ vor?

Der Vorsitzende des Geschichtsvereins Reichsgrafschaft Haag, Gerhard Kramer (hinten Mitte) und sein Stellvertreter Hubert Sailer (hinten links) ehrten die Mitglieder, die dem Verein seit 40 Jahren angehören (vorne von links): Alois Kern, Dr. Bernhard Grabmeyer, Josefine Deliano und (zweite Reihe von links:) Christine Heilmaier, Helmut Wagner, Afra Zentner, Jürgen Köhler, sowie (dritte Reihe von links:) Renate Wortmann, Elisabeth Heilmaier, Marianne Anzenberger, Hans Haslberger und (hinten rechts:) Jürgen Bachmeier.
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Der Vorsitzende des Geschichtsvereins Reichsgrafschaft Haag, Gerhard Kramer (hinten Mitte) und sein Stellvertreter Hubert Sailer (hinten links) ehrten die Mitglieder, die dem Verein seit 40 Jahren angehören (vorne von links): Alois Kern, Dr. Bernhard Grabmeyer, Josefine Deliano und (zweite Reihe von links:) Christine Heilmaier, Helmut Wagner, Afra Zentner, Jürgen Köhler, sowie (dritte Reihe von links:) Renate Wortmann, Elisabeth Heilmaier, Marianne Anzenberger, Hans Haslberger und (hinten rechts:) Jürgen Bachmeier.
  • VonLudwig Meindl
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  • Anja Leitner
    Anja Leitner
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Ausquartiert aus dem Schlossturm: Der Geschichtsverein Haag schimpft über das angespannte Verhältnis zur Gemeinde und den fehlenden Standort für das Museum. Das sagt Bürgermeisterin Sissi Schätz dazu.

Haag – Der Geschichtsverein Reichsgrafschaft Haag bestätigte bei seiner Generalversammlung im Gasthaus Hacklthal seinen Vorsitzenden Gerhard Kramer und die gesamte Vorstandschaft. Das Museum im Schlossturm wurde endgültig „ad acta gelegt“, nun erhofft man sich einen Platz im Zehentstadel.

„Seit 17 Jahren haben wir jetzt schon kein Museum mehr“, rechnete Vorsitzender Gerhard Kramer vor. Das „unersetzbare Zugpferd des Vereins“ habe seit Ausquartierung aus dem Schlossturm wegen der Renovierung keinen Standort mehr gefunden. Beim Schlossturmkonzept habe man den Geschichtsverein „außen vor gelassen“. Die Gemeinde habe dem Geschichtsverein einen unmöglichen Nutzungsvertrag zukommen lassen, den Juristen als Knebelvertrag einstuften. „Unseren Vertragsentwurf lehnte die Gemeinde ab“, so Kramer.

Diese Auseinandersetzungen führten nach Aussage des Vorsitzenden dazu, dass der Geschichtsverein ein angespanntes Verhältnis zur Gemeinde, speziell zur Bürgermeisterin, habe. Nun müsse der Schlossturm als Standort für das Museum endgültig „ad acta gelegt“ werden. Zu hoffen bleibe, dass sich im Zehentstadel eine Möglichkeit ergibt, obwohl auch hier der Geschichtsverein aktuell nicht eingeplant ist.

Seit 44 Jahren pflege der Verein nun das Geschichtsverständnis von Haag „auf seinem eigenen Weg“: „Wir können stolz darauf sein, was wir geleistet haben.“ Im Rückblick unterstrich der Vorsitzende die Ausstellungen. So zeigte „500 Jahre Reformation“ die außergewöhnliche Religionsgeschichte des Haager Landes in Wort und Bild. Der „Erste Weltkrieg“ habe viele Haager Dokumente zutage gefördert. Dann sei „40 Jahre Museum Haager Land“ mit hoher Resonanz aufgenommen worden.

Sein Dank gelte der Vorstandschaft, schloss Kramer. Als Vorsitzender stehe er auf alle Fälle noch für eine Periode von drei Jahren zur Verfügung. Er suche jetzt schon einen Nachfolger, würde aber seinen Vorsitz noch einmal verlängern, wenn sich eine Chance für das Haager Museum eröffne. Sigmund Heilmaier verbuchte als Kassier insgesamt ein Plus.

In der Ehrung für 40 Jahre Mitgliedschaft erhielten Ur-kunde und Abzeichen Jürgen Bachmeier, Josefine Delia-no, Hans Haslberger, Alois Kern, Helmut Wagner, Afra Zentner für die Gemeinde Soyen, Marianne Anzenberger, Dr. Bernhard Grabmeyer, Christine Heilmaier, Elisabeth Heilmaier, Renate Wortmann und Jürgen Köhler für die Sparkasse Wasserburg. Die Auszeichnung für 25 Jahre bekamen Barbara Baumgartner, Liselotte Kramer und Uli Herzog.

Das sagt die Bürgermeisterin

„Wie ich der Wasserburger Zeitung auf eine Anfrage Ende letzten Jahres mitgeteilt habe, halte ich es nicht für zielführend, Vertragsverhandlungen öffentlich zu führen“, so die Haager Bürgermeisterin Sissi Schätz. „Ich habe dem Geschichtsverein zuletzt mit Schreiben vom 3. November 2021 ein Gesprächsangebot unterbreitet, das bisher nicht angenommen wurde. Im Zehentstadel sind die Planungen für den West- und den Ostteil (Pfarrheim und Multifunktionsraum/Cafe) so weit fortgeschritten, dass die Baugenehmigung vorliegt. Im Mittelteil sind noch freie Flächen vorhanden. Wichtig für eine museale Nutzung ist für mich, dass ein abgestimmtes Konzept zwischen dem Geschichtsverein, dem Markt Haag und der Landesstelle für nichtstaatliche Museen erarbeitet wird“, so die Bürgermeisterin.

Mitglieder der Vorstandschaft

Die Wahlen leitete Altbürgermeister Hans Haslberger von Kirchdorf. Die Versammlung bestätigte Gerhard Kramer als Vorsitzenden, Hubert Sailer als Stellvertreter, Sigmund Heilmaier als Kassier und Renate Wortmann als Schriftführerin. Die Sparten übernehmen für Archiv und Forschung Rudolf Münch, für die Reiseleitung Rudi Ortner, für den Burgvogt im kleinen Turm Michael Münch, für den Burgvogt Uli Herzog, für die Chronik Gerhard Kramer, für die Festorganisation Barbara Baum-gartner, für die Kelchprobstei Alfons Reiter, für das Museum Hubert Sailer, für die Trachtenpflege Resi Schrelle, für die Werbung Christian Raßmann, für Tanz und Musik Gerhard Glasl und für die Mitgliederkommunikation Uli Herzog. Neu als Beirat wurde Jürgen Bachmeier für Haag gewählt.

Bürgermeisterin Sissi Schätz

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