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3.000 bei Eröffnungsspringen

Als es noch genügend Schnee gab: Wintersport zog Tausende nach Haag

Skispringen am Königsee in Haag, heute Ortsteil Rosenberg
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Skispringen am Königsee in Haag, heute Ortsteil Rosenberg
  • VonLudwig Meindl
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1931 wurde der Haager Skiclub gegründet. Man spekulierte schon, dass das „sportliche Ansehen Haags“ gefördert werde.

Haag – Kein Problem hatten früher die Wintersportbegeisterten mit der Ausübung ihres Hobbys in Haag und Umgebung. Ausreichender Schneefall und Kälte garantierten Langläufern, Skifahrern, Skispringern und Schlittschuhläufern ihre Freuden über die Wintermonate.

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Für Ski und Schlitten eigneten sich die Pisten auf der Freiham, in Lerchenberg und auf weiteren improvisiert angelegten Hügeln. Eine Langlaufpiste richtete der Skiclub zunächst mit Start an der Garser Straße, dann beim Hofcafé ein. Schlittschuhfreuden gewährten die Eisdecken des Freibads und Postweihers. Eine Rarität stellten einst die Skispringer dar, die in Haag von sich reden machten.

August Sand war der erste Skilehrer

Josef Bauer, Vorfahre der einstigen Bäckerei im Haager Zentrum, und Xaver Ruf hatten im 20. Jahrhundert das Skifahren in Haag heimisch gemacht. Josef Bauer war beruflich am Schliersee tätig, wo er das Skifahren kennenlernte. Der ebenfalls bereits verstorbene Altmeister des Haager Skisports, Fritz Huber, gehörte dann mit seinen Brüdern Robert und Alfred Huber, Rudi Fronhöfer und Rudi Schober zu den Haager Skipionieren.

August Sand hieß der erste Skilehrer beim Skiclub. „Herr Xaver Ruf, ein erfahrener Schiläufer“, wurde Vorsitzender. Der „Haager Bote“ berichtete: „Der Inbegriff aller Winterfreuden, Sport im Schnee, ist der Schneelauf, der sich dank des günstigen Hügellandes um Haag immer mehr neue Anhänger und Freunde wirbt.“ Dazu hätten sich einige „Schisportler“ zusammengefunden.

1931 erfolgt die Gründung des Haager Skiclubs. Im gleichen Jahr noch baute man eine eigene Schanze. Der Schneefall schien damals noch so sicher wie der kalendarische Winterbeginn. Man hoffte auf einen „gewaltigen Zugang von Mitgliedern“ und wehrte sich gegen den Vorwurf, dass Sport in den neuen Ausmaßen „unschön und ungesund“ sei.

Der erste Skiübungsleiter Fritz Huber stand bis zu seinem 90. Lebensjahr auf den Brettern. Nach dem Krieg begann Fred Breitreiner als „Lehrwart“. Man blieb auf den „Hügeln rund um Haag“, am Postweiher, am Schulz-Berg und am Königsee, heute Rosenberger Wohngebiet, organisierte Skikurse in den Bergen bot der Club ab 1965 an, wo er eine Skihütte in Sachrang pachtete. „Hüttenromantik“ von einst mit Matratzenlager und Selbstgekochtem erwähnte Konrad Huber bei einem Gespräch über die Skikurse des Clubs im Jahr 2011.

Das Skispringen wurde zunächst auf der Schanze am Königsee in Rosenberg ausgetragen. Man spekulierte schon, das „sportliche Ansehen Haags“ werde gefördert und der Fremdenverkehr. Heinrich Dengler aus München stellte den Schanzenrekord mit 30 Metern auf. Zum Eröffnungsspringen 1954 kamen 3.000 Zuschauer und 100 Springer.

Schon mit sieben sportlich aktiv

Schon mit sieben Jahren wurde hier Heinz Prieller sportlich aktiv, der letztes Jahr seinen 90. Geburtstag feierte. Zuerst einmal fuhr er von der großen Sprungschanze am Königssee in Rosenberg mit dem Schlitten herunter und sorgte für Gesprächsstoff in ganz Haag. Als 15-Jähriger nahm er am Skitag des Landkreises Wasserburg in Zellerreit teil und siegte bei der Jugend im Skisprunglauf.

Heinz Prieller beim Skispringen am Königssee. Schon mit sieben Jahren stand er auf den Brettern.

1962 wich die Schanze dem Wohngebiet von Rosenberg. Der SC Haag baute eine neue in Hohenburg bei Soyen. Daraufhin jedoch stellt sich immer häufiger das Manko ein, das auch dem Skilauf auf den „Hügeln rund um Haag“ das Aus bereitete: es fehlte den Wintern zunehmend an Schnee.

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