Haag kehrt langsam zum normalen Alltag zurück

Haag – Einen aktuellen Lagebericht zu den Maßnahmen der Gemeinde im Rahmen der Pandemielage gab Bürgermeisterin Sissi Schätz (SPD) in der Gemeinderatssitzung im Bürgersaal.

Die starken Einschränkungen würden sukzessive zurückgeführt, auch der Schulbetrieb werde wieder aufgenommen.

Die Bürgermeisterin verwies dabei auf die fünfte bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Für die Einrichtungen in Haag wie wohl auch in den übrigen Gemeinden gelte: „Die schrittweise Rückkehr zu ‚normalen‘ Verhältnissen gestaltet sich im Einzelfall aufwendig und bedarf einer Fülle an Regulierungen und Konzepten.“

Einen Erfolg habe man mit dem Pfingstmarkt verzeichnet, der unter Beachtung strenger Auflagen sehr gut angenommen worden sei. Gemeinde und Werbering „Haag aktiv“ hätten zusammen dazu beigetragen, die Räume zu entzerren. Gaststätten, Biergärten und Freischankflächen seien inzwischen wieder offen.

Notbetreuung ausgeweitet

Im Rathaus werden wieder „alle regulären Anliegen“ der Bürger bearbeitet, nicht nur dringende Ausnahmefälle wie bisher. Vorherige telefonische Terminvereinbarung gelte nach wie vor. Wer unangemeldet komme, werde nach „freier Kapazität“ bedient.

Das Bürgerbüro des Landratsamtes bleibt weiterhin geschlossen. Die Gemeinderatssitzungen sind vorerst auf den Bürgersaal konzentriert.

Das rollierende System aus Dienstbereitschaft und Erholung habe man bei der Haager Wasserversorgung wieder einstellen können, so die Bürgermeisterin. Das Personal arbeite in unabhängigen Teams.

Für Kindergärten, Krippen und Tagespflegeeinrichtungen sei das grundsätzliche Betretungsverbot bis 30. Juni verlängert worden. Die Notbetreuung habe man auf Vorschulkinder ausgeweitet. Ab 1. Juli sollen wieder alle die Kindertagesstätten besuchen können.

Eine Notbetreuung führt auch die Haager Grund- und Mittelschule durch. Hier bieten die großzügigen Räume Vorteile. Der Unterrichtsbetrieb soll am 15. Juni „im rollierenden System“ wieder aufgenommen werden. „Auch die Mittagsbetreuung ist offen“, ergänzte die Bürgermeisterin. Eine generelle Öffnung gab es für die Spielplätze im gesamten Marktbereich. Die Kinder müssen allerdings von Erwachsenen begleitet werden.

Für historische Interessierte steht der Schlosshof täglich mit freiem Zugang zur Verfügung. Im Schlosshof können künftig auch in begrenzter Zahl und nach Voranmeldung im Pfarramt Gottesdienste abgehalten werden. Führungen werden für reduzierte Gruppen mit zehn Personen vorgenommen.

Für die Öffnung des Freibads war nach Schätz ein „aufwendiges Hygienekonzept“ nötig, das die Gemeinde mit dem Gesundheitsamt abstimmte: „Die Besucherzahl ist vorerst auf 100 begrenzt.“ Die Adressen seien zu dokumentieren, die ausgewiesenen Gehwege zu beachten. Innenräume, so Umkleide und Warmdusche, bleiben vorerst geschlossen. Dr. Bernhard Grabmeyer (Freie Wähler) appellierte, der Pächterin für die Einnahmenverluste entgegenzukommen. Das geschah durch Pachterlass, erläuterte Schätz.

Nach Freigabe des Trainings für „Individualsportarten“ an der frischen Luft sind nun auch wieder Wettkämpfe erlaubt. Beim Wertstoffhof, so Schätz, wurden die Zugangsbeschränkungen aufgehoben.

Fitnesstraining im Bürgersaal

Im Bürgersaal von Haag könne jetzt schrittweise wieder das Fitnesstraining aufgenommen werden. Schon seit Anfang Juni habe die Bücherei am Marktplatz zu ihren üblichen Zeiten geöffnet.

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