Aus dem Gemeinderat

Zuschuss für ein Fest gewährt, das vielleicht gar nicht stattfindet - das Haager Herbstfest 2021

Ein Archivbild vom Haager Herbstfest, das 2020 wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde. Für 2021 beginnen zumindest die Planungen.
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Ein Archivbild vom Haager Herbstfest, das 2020 wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde. Für 2021 beginnen zumindest die Planungen.
  • vonLudwig Meindl
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Ob das Haager Herbstfest nächstes Jahr wie gewohnt stattfindet, kann heute noch keiner sagen. Am Gemeinderat wird es aber nicht scheitern, er stellte nun eine Förderzusage mit 180 000 Euro an den Herbstfestverein. Eine Bierpreisbremse als Ausgleich hängt noch in der Luft.

Haag – Für die kommenden drei Jahre beantragte der Herbstfestverein einen Zuschuss von 180.000 Euro, dazu kommen Bauhofleistungen in Höhe von 20.000 Euro. Insgesamt belief sich der Antrag damit 200.000 Euro.

Zur Sitzung des Gemeinderats im Bürgersaal betonte Vereinsvorsitzender Dr. Stephan Dörfler, dass der Herbstfestverein sich um das kulturelle Programm bemühe. Veranstalter des Festes bleibe Bernd Furch.

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Haager Herbstfest 2020 wegen Corona abgesagt

Planungen fürs Haager Herbstfest 2021 beginnen

Nach „vielen Verhandlungsrunden“ sollen die Planungen für das Haager Herbstfest 2021 im Dezember dieses Jahres anlaufen, „obwohl keiner weiß, ob das Fest stattfindet“. Man brauche ein Zusammenstehen von Festwirten, Verein und Gemeinde. Die Organisation sehe dafür einen Vertreter der Gemeinde als ständiges Mitglied vor. Dazu wolle der Verein um Fördermitglieder werben. Der Beitrag ist auf 36 Euro festgelegt.

Neben den Fördermitgliedern gäbe es derzeit 40 „aktive Mitglieder“, die sich durch Mitarbeit einsetzen. Durch Werbung, die demnächst starten soll, erwarte der Verein für 2021 bereits 500 Mitglieder.

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Herbstfest ist wichtig für Haag

Mit 60000 Euro pro Jahr von der Gemeinde, den Mitgliedsbeiträgen und ehrenamtlicher Arbeit vor Ort wolle der Verein etwas bewegen, so Dörfler. Das Haager Herbstfest gelte als wichtiger Werbeträger für Haag und das gemeinsame Feiern habe für die Bevölkerung einen hohen Stellenwert.

Einen Rettungsschirm, „wenn was schiefgeht“, habe der Verein allerdings nicht spannen können, so Dörfler. Die Ideen und Finanzierungsrahmen für das nächste Jahr wurden den Erfahrungen der Vorjahre entnommen.

180.000 Euro als Herbstfest-Zuschuss

Mit den beantragten 180.000 Euro werde den Organisatoren eine große Last von den Schultern genommen. Nach Meinung von Siegfried Maier (SPD) sollte sich der Verein im Gegenzug auf eine Bierpreisbremse für die Gäste einigen. Darauf wollte Dörfler allerdings nicht eingehen. Die Verantwortung dafür falle in die „Ökonomie der Festwirte“, und die wüssten vorher nicht, „wie es ausschauen wird“.

Einen geringeren Beitrag für die Vereinsmitgliedschaft schlug Egon Barlag (Freie Wähler) vor. Dann würden sich mehr Mitglieder einstellen. Vom Beitrag wollte Dörfler jedoch nichts wegnehmen, da der Verein den Mitgliedern auch gewisse Leistungen garantiere.

Haager Bürgermeisterin über das Herbstfest

„Wir alle haben den Wunsch, dass das Haager Herbstfest wieder stattfindet“, betonte Bürgermeisterin Sissi Schätz (SPD). Wie sich allerdings die Förderung der Haager Vereine künftig insgesamt gestalte, sei „nicht voraussagbar“.

Herbert Zeilinger (WfH) wollte wissen, ob die 60 000 Euro auch dann gezahlt würden, wenn das Fest ausfällt, Dazu meinte der Vorsitzende: „Kosten werden verbraucht, wenn sie anfallen.“

Schließlich befürwortete der Rat im einstimmigen Beschluss die Summe von insgesamt 200 000 Euro für drei Jahre. Der Zuschuss gelte kulturellen Veranstaltungen, Werbekosten und der Buchhaltung.

Die Verwendung sei vom Verein zu belegen. Dazu solle es regelmäßige Berichte und eine Abschlussbilanz geben.

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