Haag gewährt 16.000 Euro Zuschuss für Umrüstung von Schießstand

Statt diesem Fenster wird eine Tür eingebaut und wird der zweite Notausgang, wie der zweite Schützenmeister Konrad Maier beim Besuch der Wasserburger Zeitung erklärt.
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Statt diesem Fenster wird eine Tür eingebaut und wird der zweite Notausgang, wie der zweite Schützenmeister Konrad Maier beim Besuch der Wasserburger Zeitung erklärt.

66.624 Euro investiert der Schützenverein Hubertus Stauden Haag in die Modernisierung seines Schießstandes, die Verbesserung der Sicherheit und in die Schaffung eines neuen Zugangs. Die Gemeinde Haag unterstützt das Vorhaben und gewährt einen Zuschuss von 16.000 Euro.

von Ludwig Meindl

Haag – Keine Probleme hatten die Mitglieder des Schützenvereins Hubertus Stauden mit ihrem Antrag an die Gemeinde Haag auf Bezuschussung ihres Schießstandumbaus. Sie erhalten mit 16.000 Euro 20 Prozent der Bausumme und leisten einen hohen Eigenanteil.

Modernisierung kostet über 66.000 Euro

Die Baumaßnahme dient vor allem der Umrüstung auf elektronische Schießstände. Dazu wollen die Schützen die Sicherheit verbessern und einen neuen Zugang von außen schaffen. Die Planung ist mit dem Bauvorhaben des Gastwirtes zu einem Saal abgestimmt, teilte Bürgermeisterin Sissi Schätz mit. Die Gesamtsumme der Erneuerung bezifferte sie auf 66.624 Euro. Davon beantrage „Hubertus Stauden“ 20 Prozent, also 16.000 Euro. Als unterstützenswert sei die Jugendarbeit des Vereins einzustufen.

Da könnten die weiteren Schützenvereine der Gemeinde mit dem gleichen Anliegen des Standbaus auch Zuschüsse beantragen, gab Egon Barlag (Freie Wähler) zu bedenken. Wäre es nicht sinnvoller, das Schießen in der Gemeinde auf einen gemeinsamen Stand zu konzentrieren? Zu befürchten bleibe bei prozentualer Bezuschussung ferner ein Kostenanstieg, der sich dann auf die gemeindliche Förderung auswirke.

Eine Gegenstimme

Die Gefahr einer „automatischen Erhöhung“ sah Bürgermeisterin Sissi Schätz nicht, da die exakte Summe von 16.000 beantragt sei. Von einer Konzentrierung riet sie ab. Die gesellschaftlichen Aktivitäten sollen ruhig in den Ortsteilen belassen werden: „Man kann das nicht zusammenschmeißen. Da müsste man mit den Vereinen reden.“

PWG-Chef Josef Hederer hoffte, dass diese Investition lange vorhalte und betonte: „Die Staudener Schützen sind sehr aktiv.“ Auf 20 Prozent habe sich der Zuschuss bei größeren Vorhaben immer eingependelt, wusste SPD-Chef Peter Bauer. Andreas Sax (CSU) lobte die „selten so detaillierte Kostenaufstellung“ im Antrag. Die Zuschusssumme sahen Christian Mangstl (CSU) und Konrad Lipp (WfH) auf Grund des hohen Eigenanteils als gerechtfertigt an.

Dagegen brachte Dr. Bernhard Grabmeyer (Freie Wähler) den Vorschlag ein, die Gemeinde solle sich auf keine Detailsumme festlegen, aber eine generelle Förderung aussprechen. Mit dieser Version blieb er bei der Abstimmung für seinen Antrag allein zu 18 Gegenstimmen. Daraufhin wurde der Zuschuss für die Staudener mit 18:1 Stimmen beschlossen.

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In einer folgenden Sitzung erteilte der Bauausschuss ohne Gegenstimme das Einvernehmen für den Ausbau der Anlage mit neuem Zugang. Der Schützenverein „Hubertus Stauden“ übt unter Schützenmeister Reinhold Kastl in den Trainingszeiten von September bis April die Disziplinen Luftgewehr, Luftpistole und Zimmerstutzen am unterirdischen im Gasthaus Maier aus. Geschossen wird freitags. Die Jugend geht um 18.30 Uhr an den Stand, die Erwachsenen um 20 Uhr. Dazu bestehen alle zwei Wochen am Mittwochabend Trainingsmöglichkeiten.

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