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Nachverdichtung

Haag: Neues Baugebiet an Gartenstraße soll kommen und sorgt für Diskussionen

In der Nähe des katholischen Kinderhauses in Haag soll gebaut werden.
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In der Nähe des katholischen Kinderhauses in Haag soll gebaut werden.
  • Sophia Huber
    vonSophia Huber
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Dem Flickwerk im Ort möchte der Haager Bauausschuss mit einem neuen Baugebiet ein Ende bereiten. Bei einigen kommen allerdings Zweifel auf, ob die Pläne bei den Eigentümer auf Begeisterung stoßen werden.

Haag – Zwei Grünflächen, verbunden über einen kleinen Streifen Wiese, in der Nähe der Gartenstraße stehen noch leer. Mit Blick auf die Nachverdichtung eigentlich ein Unding, diese Gebiete ungenutzt zu lassen, wie Bürgermeisterin Sissi Schätz (SPD) findet.

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Es biete sich an, hier einen Bebauungsplan im Zuge des Ansiedelungsmodells zu erstellen, erklärt die Bürgermeisterin. Das Landratsamt Mühldorf habe ebenfalls bereits erklärt, dass hier ein Bebauungsplan entstehen könnte, denn die beiden Flächen hängen nach Bewertungen des Landratsamts noch genügend zusammen, um als geeignet für ein Bauprojekt betrachtet zu werden. Das findet auch Zustimmung Klaus Breitreiner (CSU), es sei „absolut richtig“, einen Bebauungsplan für beide Flächen zu erstellen, „innerorts sollte man kein Flickenwerk schaffen.“

Auf Grundstücksbesitzer soll zugegangen werden

Zweifel, ob das Ganze umsetzbar ist, kommen dennoch auf. „Von den Eigentümern wird hier keine Zustimmung kommen“, gibt Dr. Bernhard Grabmeyer (FWG) zu bedenken und führt als Begründung die Erbschaftssteuer an. „Wenn wir hier Bauland schaffen, wird es teuer, das weiterzugeben.“ Er hätte sich gewünscht, dass die Eigentümer bereits vorher einbezogen würden.

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Schätz merkt an, dass auf die Grundstücksbesitzer, sobald wie möglich zugegangen werden soll. Zunächst gehe es aber um einen Grundsatzbeschluss, dass hier gebaut werden könne. „Mir ist es wichtig, dass wir unseren Teil zum Ansiedelungsmodell beitragen“, sagte Schätz. Zudem werde eine solche Grünfläche mitten im Ort ohnehin vom Finanzamt als Bauland gewertet. „Ihnen ist auch klar, dass hier früher oder später Baurecht entsteht.“

Bebauung von nur einer Fläche schwierig

Ob es denn möglich sei, sollten sich die Eigentümer der einen Fläche weigern, nur die andere zu bebauen, fragt Christine Sax (Grüne) an. Das sei schwierig umzusetzen, erklärt Sabrina Grünke vom Baumamt, denn dann könne die andere Fläche zur Baulücke werden, dadurch würde wieder Baurecht entstehen und dann greife das Ansiedelungsmodell nicht mehr.

Das habe auch eine Ungleichbehandlung der Grundstücksbesitzer zur Folge, schließlich hätten die Bauwilligen unter dem Ansiedelungsmodell 30 Prozent ihrer Fläche an die Gemeinde abzugeben, während für die anderen dann einfach Baurecht ohne Abgabepflicht entstehe.

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Das sei noch mehr Grund gewesen, die Sachlage vorher mit den Eigentümer zu klären, wie Grabmeyer findet. Hans Urban (CSU) widersprach: „Unsere Aufgabe ist es, das Beste für Haag zu planen“, ob die Eigentümer bereit seien, zu bauen, werde sich zeigen. Derzeit sei aber ein Bebauungsplan schlicht die beste Lösung für die Gemeinde. Eine Meinung, die er mit der Mehrheit der Ausschussmitglieder teilte, wie die Abstimmung zeigte, bei der der Bebauungsplan mit acht Zustimmungen und zwei Gegenstimmen beschlossen wurde.

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