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Aus dem Gemeinderat

Haag beschließt Rekordhaushalt mit Gesamtvolumen von 24,8 Millionen Euro

Die Gemeinde Haag hat einen Rekordhaushalt von 24,8 Millionen Euro Gesamtvolumen beschlossen. Allein die Personalausgaben des Marktes liegen bei 3168200 Euro.
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Die Gemeinde Haag hat einen Rekordhaushalt von 24,8 Millionen Euro Gesamtvolumen beschlossen. Allein die Personalausgaben des Marktes liegen bei 3168200 Euro.
  • Andrea Klemm
    VonAndrea Klemm
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24,8 Millionen Euro – der höchste Wert eines Haushaltsvolumens, das der Gemeinderat Haag bisher zu beschließen hatte. Während im Vorjahr die Einkommensteuerbeteiligung und die Gewerbesteuer deutlich zurückgegangen sind, zeichnet sich für das laufende Jahr eine leichte Erholung ab.

Haag – Keine Diskussionen gab es im Haager Gemeinderat, als es galt, den Haushalt 2021 als Satzung zu beschließen. Die Zahlen und Posten wurden bereits ausführlich vorberaten, der Beschluss fiel einstimmig. Christian Prieller von der Finanzverwaltung der Gemeinde stellte die wichtigsten Eckdaten vor.

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Das Gesamtvolumen beläuft sich auf 24.815.200 Euro. Der Verwaltungshaushalt schließt in den Einnahmen und Ausgaben mit 15.934.100 Euro und im Vermögenshaushalt mit 8.881.100 Euro.

Gewerbesteuer: Einnahmen steigen leicht an

24,8 Millionen Euro ist – mit Blick auf die Vorjahre – ein Rekordhaushalt. Auf Vorjahresniveau lag als einziger Posten bei den Einnahmen die Grundsteuer mit 719.000 Euro. Die Einkommenssteuerbeteiligung ist gestiegen und liegt bei 4,691 Millionen Euro (2020: 4,188 Millionen Euro). Die Gewerbesteuer klettert von 2,3 Millionen Euro auf 2,55 Millionen Euro.

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Bei den Gebühren ist der Trend dagegen leicht rückläufig: von 1.884.500 Euro (2020) geht man im laufenden Jahr von 1.550.000 Euro aus. Laut Prieller liegt das daran, dass sich die Wassergebühren reduziert haben. Auch die Schlüsselzuweisungen stürzen ab und halbieren sich von 1.147.100 Euro (2020) auf 572.000 Euro.

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Bei den Ausgaben steigen alle Posten, wie Prieller ausführt. Durch Vorrückungen und Stellenmehrungen steigen die Personalkosten von 2.901.800 Euro auf 3.168.200 Euro seit dem Vorjahr an.

Geänderte Regelungen für die Eingruppierungen von handwerklich Beschäftigten und vom Gemeinderat beschlossene Stellen seien unter anderem Grund dafür, so Bürgermeisterin Sissi Schätz (SPD) ergänzend.

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Auch sei statt einer Kinderpflegerin eine Erzieherin eingestellt worden, „weil der Arbeitsmarkt nichts anderes zuließ“. Die Kosten für das Erziehungspersonal hängen außerdem mit der Anzahl der Kinder mit Migrationshintergrund oder Behinderung zusammen. „Da ist der Betreuungsschlüssel dann höher“, so Schätz.

Bademeister vom Schulverband geliehen

Für Mitarbeiter der Verwaltung, die wegen ihres Nachwuchses derzeit in Teilzeit arbeiten, werde ein „Puffer freigehalten, weil einige signalisieren, dass sie in ein oder zwei Jahren wieder aufstocken wollen“, so Schätz.

Sie erläuterte auf Nachfrage, warum beim Posten „Bademeister“ nichts verzeichnet sei. „Den leihen wir uns vom Schulverband aus, zum Beispiel für den Sommer“, so die Bürgermeisterin.

Die Kreisumlage trifft die Gemeinde antizyklisch; mit einem Jahr Verzögerung werden so die eingenommenen Gewerbesteuern umgelegt, mit der der Landkreis unterstützt werden muss. Die Kreisumlage steigt von 3.647.200 Euro auf 4.279.000 Euro an.

834 Euro pro-Kopf-Verschuldung

Stark reduziert hat sich die Zuführung zum Vermögenshaushalt im Vergleich zum Vorjahr. Fast 90 Prozent fällt sie mit dem Betrag von 164.100 Euro aus. Gerade noch so kann die Gemeinde die Mindestzuführung von 150.000 Euro gewährleisten.

In der Marktgemeinde Haag lag der Schuldenstand zum Anfang des Jahres bei 1,95 Millionen Euro. Laut Prieller ist eine „Neuaufnahme in Höhe von 3,7 Millionen Euro notwendig“. Damit erreiche man bis zum Jahresende einen Schuldenstand von 5,5 Millionen Euro. Pro Kopf liegt die Verschuldung des Marktes dann bei 834 Euro und damit weiter über dem Landesdurchschnitt, der bei 671 Euro rangiert.

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Des Weiteren sei vorgesehen, Rücklagen in Höhe von einer Million zu entnehmen. Die Steuerkraft je Einwohner beziffert er mit 1114 Euro, was eine 14-prozentige Steigerung ausmache.

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