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KOMMUNALER KLIMASCHUTZ

Haag belohnt das energieeffiziente Heizen

Einfach Heizung auf drehen: In Haag soll ein kommunales Förderprogramm Bauherren und Sanierer dabei unterstützen, die Energieeffizienz in den Fokus zu rücken. .
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Einfach Heizung auf drehen: In Haag soll ein kommunales Förderprogramm Bauherren und Sanierer dabei unterstützen, die Energieeffizienz in den Fokus zu rücken. .
  • VonLudwig Meindl
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Wer als Bauherr oder Sanierer energieeffizient plant, soll künftig auch von der Gemeinde Haag finanziell unterstützt werden. Das beschloss der Gemeinderat. Haag will ein „Kommunales Förderprogramm CO2-neutrale Heizungen“ auflegen. Für Altbauten soll es sogar 1500 Euro extra geben. .

Haag – Es handelte sich bereits um den dritten Entwurf, der im Rahmen der Aufstellung eines Förderprogramms der Gemeinde Haag für umweltfreundliche Heizungen ausgearbeitet wurde. „Wir haben uns an den allgemeinen Förderrichtlinien orientiert“, betonte Bürgermeisterin Sissi Schätz (SPD) bei der Beratung im Bürgersaal. Jede energetische Erneuerung soll sowohl für Alt- wie auch für Neubauten in Zukunft „weitgehend CO2-neutral“ ausfallen.

Kommune legt noch eine Summe oben drauf

Als Voraussetzung für die kommunale Förderung muss der Bauherr und Sanierer die Teilnahme an einem KfW-Energieeffizienzprogramm aufweisen. „Je höher die Energieeffizienz umso höher die Förderung“ lautet hier das Motto. Die Förderung wird in Form von Zuschüssen oder Krediten vom Staat gewährt. Diese Bereitschaft zum Energiesparen möchte die Gemeinde mit ihrem kommunalen Förderprogramm unterstützen. „Pro Förderung legt die Gemeinde eine Summe drauf“, so Bürgermeisterin Schätz. Ausgeschlossen von der Förderung sind Gasheizungen.

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Offen bleibt nach Angaben von Schätz vor allem: „Soll eine Energieberatung verbindlich sein?“ Diese sei im Rathaus bereits eingerichtet. Die Kapazitäten könnten ohne Weiteres erhöht werden.

Den aktuellen Stand der Fördersummen erläuterte Kämmerer Christian Prieller, der anmerkte, dass die Unterstützung für Altbauten „etwas höher“ liege als die Förderung für Neubauten. Die Laufzeit des Programms wolle die Gemeinde auf eine Zeitspanne bis in das Jahr 2024 begrenzen, „um einen zeitlichen Anreiz zu setzen“.

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Hans Urban (CSU), der in die Gespräche als Energieberater der Gemeinde von Haus aus einbezogen war, schlug vor, die Sanierung „definitiv mehr“ zu fördern. „Die Neubauten sind meist eh schon energieeffizient.“ Generell plädierte Urban dafür: „Es wäre gut, wenn wir mehr tun würden.“ Da es bereits mehrere Anreize für Neubauten gäbe, brachte Egon Barlag (Freie Wähler) die Anregung ein, nur die Sanierung von Altbestand in das Programm aufzunehmen.

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Zweiter Bürgermeister Stefan Högenauer (CS) machte sich dafür stark, die Beratung einer möglichen Förderung verbindlich „vorzuschalten“, damit der Geförderte sich mit der Thematik auch beschäftige. So wurde im Beschluss die Koppelung der Förderung an die verbindliche Beratungsleistung einstimmig festgelegt.

Mehr Geld für Altbausanierung als Anreiz

Ebenfalls ohne Gegenstimme erging der Beschluss für eine differenzierte Fördersumme. So erhält der Antragsteller für eine CO2-neutrale Heizung in einem Altbau 1500 Euro und in einem Neubau 500 Euro. Der Zusatz heißt: „Hierdurch könnte mit dem gleichen Mitteleinsatz ein gezielter Impuls gesetzt werden, um dem Sanierungsstau zu begegnen.“

Befristet bis 2024

Einstimmig entschied sich der Gemeinderat für die Befristung des Programms für einen Zeitraum bis ins Jahr 2024. Mit je einer Gegenstimme von Barlag beschloss das Gremium schließlich die Aufnahme aller Gebäude in die Förderung und die erneute Vorlage des endgültig ausgearbeiteten Programms.

Bürgermeisterin Schätz ergänzte, das kommunale Angebot werde dann in Faltblättern für Bauherren veröffentlicht und auf die Internetseite der Marktgemeinde gestellt.

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