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CORONA-KRISE TRIFFT AUCH DAS KUNSTHANDWERK

Haag: 33 Kreative vermissen ihren Kunsthandwerk-Laden

Kunsthandwerker aus der Region nutzen den Haager Laden als Präsentationsplattform. .
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Kunsthandwerker aus der Region nutzen den Haager Laden als Präsentationsplattform. .
  • vonKarlheinz Günster
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Schwer haben es derzeit aufgrund der Corona-Krise auch kleine Läden und Initiativen. Hiervon ist auch das Kunst-Handwerk in Haag betroffen. Es lebt auch von den vielen Märkten, die derzeit nicht stattfinden können. Und auch der eigene Laden ist geschlossen.

Haag – Viele vermissen die Märkte und Festivals mit ihren Ständen und Buden, die Handwerkskunst anbieten. Ein solches Angebot unterbreitet seit drei Jahren Karin Geiger aus Taufkirchen in ihrem Laden in der Münchener Straße 8 in Haag.

Lange Zeit hatte sie in Kalifornien als Direktorin in einem Kunstzentrum gearbeitet. Dort gibt es dieses Konzept, Kunst-Handwerkern Raum zur Verfügung zu stellen, bereits länger – mit Erfolg.

Zweite Initiative in Südostbayern

Eine solche Kooperation zwischen Ladeninhaber und Künstler, der sich Regale mietet, ist in Haag entstanden – die zweite dieser Art in Südostbayern. In ihrer Schwester Sabine Rosenberger hat Initiatorin Karin Geiger nach ihrer Rückkehr aus den Vereinigten Staaten Unterstützung gefunden. Sie war auch der Grund für den Standort Haag.

Die Kunst ist in der Familie schon lange verankert, der Vater hat gemalt, der Opa war Kirchenmaler, auch Karin Geiger malt.

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Von außen sieht man es dem Laden nicht an, aber drinnen präsentieren 33 Künstler aus der Region ihre Erzeugnisse in drei Räumen, jeder in seinem Regal. Das beginnt bei Kleidung wie Mützen oder Schals, reicht über Schmuck, Bilder, Töpferwaren, Holzfiguren, Karten, Taschen und vielem mehr aus Holz, Stein, Metall und Glas. Auch die Stiftung Ecksberg verkauft hier Arbeiten aus der Wohnpflegeeinrichtung Ramsau. Jedes Stück ist ein Unikat, betont Karin Geiger.

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Gemeinsam ist allen Ausstellern, dass sie damit Geld verdienen möchten. Das verlange auch nach einem höheren Niveau der Arbeiten. Es sei schon ein Unterschied, weiß Karin Geiger, ob Dinge lediglich des Hobbys wegen entstehen oder professionell hergestellt würden. Trotzdem betreibt die Grundschullehrerin den Laden nebenher. Geld verdienen ja, aber davon leben könne sie nicht. Die Öffnungszeiten deckt ein sechsköpfiges Team ab.

Vermissen die Kundschaft im Künster-Laden: Sabine Rosenberger (links) und Karin Geiger.

Große Solidarität in der Gemeinschaft

Das vergangene Jahr war durch die Schließungen sehr hart, erinnert sie sich, doch die Solidarität der beteiligten Künstler, die sich hier als Gemeinschaft verstehen würden, habe sie durchhalten lassen. Lediglich drei hätten ihre Waren abgeholt und den Mietvertrag aufgelöst, berichten die Sprecherinnen der Initiative. Kurse und Veranstaltungen ruhen derzeit. Jetzt hoffen alle Künstler auf Lockerungen, denn Hygienekonzepte lassen sich hier gut umsetzen, finden die Initiatoren des Projekts in Haag.

Wettbewerb: „Briefkastenkunst“

Die Kunsthandwerkerinitiative Haag hält mit ihren Kunden auch über kreative Aktionen Kontakt. Aktuelles Beispiel: die Briefkastenkunst – ein Mal- und Bastelwettbewerb der besonderen Art.

Mitmachen darf jeder, der Lust hat, kreativ zu sein. Einzige Bedingung ist, dass das Kunstwerk in einen Din-A-4 Umschlag passt. Es kann gemalt, genäht, geklebt oder gestrickt werden. Alle Techniken und Materialien sind erlaubt. Die Teilnahme ist kostenlos. Einsendeschluss ist der 29. Juni.

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Von den Werken der Kinder unter zwölf Jahren werden zehn ausgewählt, die den jungen Künstlern neue Malutensilien bescheren. Die Einsendungen der Erwachsenen und Kinder über zwölf Jahren werden mit Geldpreisen prämiert. Der erste Preis ist mit 100 Euro dotiert. Zusätzlich werden die besten Beiträge in einer kleinen Ausstellung im Kunsthandwerk in der Münchener Straße 8 in Haag sowie online gewürdigt. Ausführliche Informationen sind auf www.Kunsthand-Haag.de zu finden.

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